Die hanova, ein kommunales Wohnungsunternehmen, und die Niersberger Group als Generalunternehmer haben das erste serielle Sanierungsprojekt von hanova der Öffentlichkeit vorgestellt. Über 70 Gäste, darunter Vertreter aus Politik, Verbänden und der Wohnungswirtschaft, nahmen an der Präsentation teil. Unter den Anwesenden waren der Oberbürgermeister der Stadt Hannover, Belit Onay, der hanova-Geschäftsführer Karsten Klaus, die Direktorin des vdw-Landesverbands Niedersachsen/Bremen, Dr. Susanne Schmitt, sowie die Abteilungsleiterin des niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft und Bau, Claudia Simon.
Das Sanierungsvorhaben umfasst insgesamt 45 Wohneinheiten an zwei Standorten: 18 Wohneinheiten im Pagelsdorffweg 1-3 mit einer Fläche von 818 Quadratmetern und 27 Wohneinheiten im Klausenerweg 1-3 mit 1.144 Quadratmetern. Diese Bestandsgebäude werden mit neuen Holzfassaden und einer Wärmeversorgung aus regenerativen Quellen ausgestattet. Das Projekt zählt zu den größten seriellen Wohnraumsanierungen in Niedersachsen. Die Fertigstellung ist für das vierte Quartal dieses Jahres vorgesehen.
Innovation und Nachhaltigkeit im Fokus
Oberbürgermeister Belit Onay würdigte den innovativen Ansatz des Bauprojekts. Er hob hervor, dass dieses Vorhaben Energieeffizienz und Klimaschutz vereine. Onay sprach der hanova seine Dankbarkeit für die Vorreiterrolle bei der seriellen Sanierung aus, die bereits deutliche Kosteneinsparungen, insbesondere bei der Warmmiete, ermögliche. Torsten Wybranitz, Geschäftsbereichsleiter Bau der Niersberger Group, betonte die ökologische Nachhaltigkeit des Projekts. Er führte aus, dass die neuen Holzfassaden, eine Luft-Wasser-Wärmepumpen-Kaskade sowie Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern zur Klimaneutralität der Gebäude beitragen und somit einen wichtigen Bestandteil zur Erreichung der Klimaziele in Hannover darstellen.
Karsten Klaus, Geschäftsführer der hanova, erläuterte die Entscheidung für die serielle Sanierung. Er betonte die erhebliche Verkürzung der Projektzeiten sowie die Vermeidung von Kosten für Ersatzwohnungen oder Mietausfälle, da die Bewohner während der gesamten Sanierungsdauer in ihren Wohnungen verbleiben können. Dr. Susanne Schmitt, Verbandsdirektorin des vdw, wies auf die Effizienz der seriellen Sanierung im Vergleich zu konventionellen Methoden hin. Sie hob hervor, dass das Verfahren technisch einwandfrei und sozial verträglich sei und auf zahlreiche Nachahmer in Niedersachsen und Bremen hoffe.
Vorteile der seriellen Sanierung
Claudia Simon, Abteilungsleiterin aus dem niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft und Bau, identifizierte mehrere Vorteile der seriellen Sanierung. Sie erwähnte die digitale Planung, mieterfreundliche Arbeiten mit geringer Lärm- und Schmutzbelastung sowie die Schaffung energetisch hochwertigen Wohnraums. Das Ministerium zeigt großes Interesse an einer wachsenden Anzahl solcher Projekte, da eine höhere Skalierung die Wirtschaftlichkeit für Eigentümer, Baudienstleister und Mieter steigert.
- —Die Region Hannover ist seit 2023 als bundesweit zweite Clusterregion für serielles Sanieren etabliert.
- —In der Region Hannover gibt es etwa 580.000 Wohnungen.
- —64 Prozent der Bestandsgebäude wurden zwischen den 1950er und 1980er Jahren errichtet.
- —Ein Großteil dieser Bestandsgebäude wird noch fossil beheizt, was den Bedarf an Sanierungen unterstreicht.




