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Gründung der Deutschen Allianz für Serielle Sanierung

Führende Anbieter serieller Sanierungslösungen haben die Deutsche Allianz für Serielle Sanierung (DASS) als Interessenvertretung und Informationsplattform etabliert, um die Verbreitung dieser Methode in der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft zu fördern.

Gründung der Deutschen Allianz für Serielle Sanierung

Führende gesamtlösungsanbieter im Bereich der seriellen Sanierung in Deutschland haben die Deutsche Allianz für Serielle Sanierung (DASS) ins Leben gerufen. Diese Initiative fungiert als politische Interessenvertretung und Informationsplattform mit dem Ziel, die serielle Sanierung in Deutschland flächendeckend zu etablieren. Die Gründungsmitglieder umfassen bundesweit agierende Unternehmen: B&O Bau, ecoworks, Niersberger, RENOWATE sowie Saint-Gobain Pre.Formance. Die Allianz beabsichtigt, Aufklärungsarbeit innerhalb der kommunalen und privaten Wohnungswirtschaft zu leisten und diese bei der Umsetzung anspruchsvoller Sanierungsaufgaben zu unterstützen.

Ein zentrales Anliegen der DASS ist die Etablierung einer effektiven Regulatorik, die eine breite Anwendung der seriellen Sanierung ermöglicht. Zu den Kernforderungen der politischen Agenda zählen die Entwicklung einer neuen Muster-Richtlinie speziell für die serielle Sanierung, die erneute Implementierung der Bundesförderung „Serielles Sanieren“ und die Schaffung eines funktionalen Vergaberechts, das nicht primär auf Einzellose ausgerichtet ist. Die Allianz steht weiteren Gesamtanbietern in diesem Segment offen und pflegt den Austausch mit relevanten Branchenverbänden. Dies unterstreicht den Anspruch, als zentrale Ansprechstelle für Politik und Wirtschaft zu agieren.

Hintergrund und Ziele der Allianz

Die Initiative begründet sich unter anderem in der bevorstehenden Umsetzung der neuen europäischen Gebäuderichtlinie (EPBD) in nationales Recht, welche insbesondere auf die Sanierung von „Worst Performance Buildings“ abzielt. Der Gebäudesektor verantwortet in Deutschland einen erheblichen Anteil des Energieverbrauchs von 60 Prozent und 40 Prozent der CO₂-Emissionen. Er ist somit ein entscheidender Faktor für die Erreichung der kommunalen und nationalen Klimaschutzziele bis 2030. Die Allianz hat sich zum Ziel gesetzt, die Wohnungswirtschaft bis 2028 maßgeblich zu unterstützen und zur Verdopplung der jährlichen Sanierungsquote im deutschen Gebäudebestand auf zwei Prozent beizutragen.

Der Sprecher der Allianz, Alexander Fuchs, betonte die Relevanz des Zeitpunkts für die Etablierung der seriellen Sanierung als skalierbare Klimaschutzmaßnahme. Er verwies darauf, dass die Allianz als Lösungspartner bereitstehe, um Eigentümer und Kommunen bei der Umsetzung von Komplettlösungen zur Seite zu stehen. Die serielle Sanierung wird als Schlüsselmethode für die Energiewende im Gebäudebestand angesehen. Daten der Deutschen Energie-Agentur (dena) weisen darauf hin, dass etwa 90 Prozent aller Wohngebäude in Deutschland noch unsaniert oder lediglich teilmodernisiert sind.

Potenzial und Effizienz der Seriellen Sanierung

Seit dem ersten Pilotprojekt im Jahr 2019 wurden bundesweit 113 serielle Sanierungsprojekte abgeschlossen. Weitere 46 Projekte befinden sich aktuell in der Bauphase, und rund 230 Projekte, die über 17.000 Wohneinheiten umfassen, sind in verschiedenen Planungsstadien. Das Umweltbundesamt schätzt, dass bis zu 6,5 Millionen Wohnungen in Deutschland für eine serielle Sanierung geeignet sind. Dies impliziert ein potenzielles Projektvolumen von rund 120 Milliarden Euro. Eine dena-Studie vom Oktober 2025 hebt hervor, dass die Effizienz serieller Sanierungen stetig zunimmt.

  • Durchschnittliche Projektdauer seit 2023 um die Hälfte reduziert: von 42 auf 21 Wochen.
  • Durchschnittliche Kosten reduzierten sich um circa ein Drittel.
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