Angesichts des bevorstehenden Gesetzentwurfs für den Gebäudetyp E hat die Koalition für Holzbau ihre Erwartungen und Einschätzungen dargelegt. Sun Jensch, Geschäftsführerin der Koalition für Holzbau, bezeichnete den Entwurf als ein wichtiges Signal für die Bauwirtschaft. Sie betonte jedoch, dass die tatsächliche Wirkung in der Baupraxis abzuwarten bleibe.
Jensch führte aus, dass rechtliche Klarstellungen im Bauvertragsrecht allein nicht ausreichen würden, um Planungs- und Bauprozesse grundlegend zu transformieren. Eine wesentliche Voraussetzung sei die tatsächliche Ermöglichung einfacherer Bauweisen. In diesem Zusammenhang verwies sie auf etablierte Standards wie den „Hamburger Standard“, der bereits aufgezeigt habe, wie durch vereinfachte Anforderungen, pragmatische Genehmigungsverfahren und klare Standards ein schnelleres und wirtschaftlicheres Bauen realisierbar ist.
Potenziale und Synergien für den Wohnungsbau
Solche Ansätze generieren die Dynamik, welche der aktuelle Wohnungsbau dringend benötigt. Für die Koalition für Holzbau sind der Gebäudetyp E, serielle und modulare Bauweisen sowie der moderne Holz- und Holzhybridbau konzeptionell eng miteinander verknüpft. Die Organisation unterstreicht, dass die Vorteile im Hinblick auf Geschwindigkeit, Kosten und Nachhaltigkeit für den Wohnungsbau nur dann vollumfänglich zur Geltung kommen, wenn vereinfachte Standards, industrielle Vorfertigung und innovative Baustoffe als kohärentes System betrachtet werden.
Die Integration dieser Elemente ist entscheidend, um die angestrebten Effizienzsteigerungen und Umweltvorteile zu realisieren. Die Koalition für Holzbau plädiert daher für einen ganzheitlichen Ansatz, der über singuläre Anpassungen im Bauvertragsrecht hinausgeht und die Potenziale des modernen Bauens umfassend ausschöpft.
Anforderungen an die Baupraxis
- —Rechtliche Klarstellungen müssen durch praktikable Umsetzung flankiert werden.
- —Vereinfachte Bauweisen und Genehmigungsverfahren sind maßgeblich.
- —Serielle und modulare Methoden im Holz- und Holzhybridbau sind integraler Bestandteil.
- —Industrielle Vorfertigung und innovative Materialien sind konzeptionell zu verknüpfen.
Die Position der Koalition für Holzbau verdeutlicht die Notwendigkeit einer umfassenden Betrachtung der Bauprozesse. Es geht nicht allein um die rechtliche Definition eines neuen Gebäudetyps, sondern um die Schaffung eines Umfelds, das innovatives und ressourcenschonendes Bauen in der Breite ermöglicht. Die Verbindung von Gesetzgebung mit der praktischen Anwendbarkeit und den technologischen Fortschritten im Holzbau wird als maßgeblich für den Erfolg des Gebäudetyps E angesehen.














