Die Fränkel AG, ein Immobilienverwalter und Bauherr mit Sitz in Friedrichshafen, hat gemeinsam mit dem Berliner Sanierungsunternehmen Wallround den Startschuss für ein bedeutendes energetisches Sanierungsvorhaben gegeben. Das Projekt, welches sich auf die Wohnanlage Oberhof erstreckt, stellt das größte seiner Art für beide Unternehmen dar und umfasst sieben baugleiche Wohngebäude, deren Errichtung in den Jahren 1985 und 1987 erfolgte. Die Gesamtwohnfläche dieser Anlage beträgt etwa 14.000 Quadratmeter. Wallround wird die Sanierungsmaßnahmen in der Rolle des Generalunternehmers verantworten.
Für die Fränkel AG ist die Sanierung der Wohnanlage Oberhof das erste energetische Projekt dieser Dimension. Eine besondere historische Verbindung besteht dahingehend, dass die Wohnanlage Oberhof seinerzeit als erstes Neubauprojekt des heutigen Vorstands Peter Buck realisiert wurde. Vier Jahrzehnte nach ihrer Fertigstellung wird die Anlage somit unter seiner Verantwortung auf den aktuellen energetischen Standard gebracht.
Technische Anforderungen und energetische Optimierung
Die Gebäude der Wohnanlage Oberhof weisen eine spezifische bauliche Charakteristik auf, die die Sanierung technisch anspruchsvoll gestaltet. Hohe Hüllflächenanteile, ausgeprägte Balkonbereiche und eine komplexe Kubatur erfordern präzise Ausführungen. Pro Gebäude ist die Dämmung von circa 1.300 Quadratmetern Fassadenfläche, der Austausch von 180 Fenstern und die energetische Ertüchtigung von 220 Quadratmetern Balkonfläche vorgesehen. In Summe bedeutet dies für die sieben Gebäude die Bearbeitung von über 11.000 Quadratmetern Gebäudehülle, den Einbau von mehr als 1.260 neuen Fenstern und die Sanierung von über 1.500 Quadratmetern Balkonflächen.
Nach Abschluss dieser umfassenden Maßnahmen wird eine signifikante Senkung des Energiebedarfs erwartet. Für die sieben Gebäude mit insgesamt etwa 14.000 Quadratmetern Wohnfläche wird eine jährliche Einsparung von 840.000 Kilowattstunden (840 MWh) prognostiziert. Dies führt zu einer Reduktion der CO₂-Emissionen um 14,5 Kilogramm pro Quadratmeter, was für das gesamte Areal eine jährliche Einsparung von 203.000 Kilogramm (203 Tonnen) CO₂ bedeutet.
Generalunternehmerschaft im One-Stop-Shop-Modell
Wallround übernimmt die Verantwortung für die Sanierung der Wohnanlage Oberhof im Rahmen eines One-Stop-Shop-Modells. Dieses Vorgehen unterscheidet sich von klassischen Großsanierungen, bei denen der Bauherr die Beauftragung und Koordination von Architekturleistungen, Energieberatung, Fachplanung, Fördermittelantragstellung und einzelnen Bauleistungen separat handhabt. Wallround bündelt sämtliche dieser Leistungen unter einem Dach. Der Prozess, von der ersten Sanierungskonzeption über die energetische Fachplanung und die Antragsstellung für Fördermittel bis hin zur Detailplanung und baulichen Umsetzung, wird aus einer Hand gesteuert.
Diese Struktur modifiziert die Steuerungslogik des Projekts erheblich. Gewerke können parallel anstatt sequenziell geplant werden, Schnittstellen zwischen Planung und Ausführung entfallen, und Abstimmungsschleifen zwischen dem Bauherrn und einzelnen Dienstleistern werden minimiert. Ein wesentlicher Bestandteil des Vertrags ist der definierte Zeitplan. Dies bedeutet für die Fränkel AG einen einzigen Vertragspartner, eine zentrale Ansprechperson und einen verbindlichen Endtermin.
Peter Buck, Vorstand der Fränkel AG, äußerte, dass die Wohnanlage Oberhof 1985 eines seiner ersten Neubauprojekte bei Fränkel war und die heutige Verantwortung für die energetische Sanierung dieser Gebäude beruflich wie persönlich einen besonderen Moment darstelle. Er betonte, die entscheidende Frage sei gewesen, wie ein Vorhaben dieser Größenordnung steuerbar zu halten sei und hob hervor, dass man mit Wallround einen Partner gefunden habe, der Planung und Ausführung aus einer Hand verantwortet, was dem Bauherrn erheblichen Koordinationsaufwand abnehme und energetische Vorteile für die Mieter mit sich bringe. Lukas Steinhilber, CEO von Wallround, zeigte sich erfreut über das Vertrauen der Fränkel AG und betonte, die enge Zusammenarbeit sei die Grundlage für eine termingerechte und qualitativ hochwertige Umsetzung des Vorhabens.




