Der Caritasverband der Erzdiözese München und Freising e.V. hat das Erbbaurecht am ehemaligen Caritas Altenheim St. Konrad in Wasserburg am Inn veräußert. Der Übergang an den neuen Inhaber, die Wasserburg vier GmbH, ist für den 23. Juli 2026 terminiert. Mit dieser Transaktion wird eine Nachnutzung der Immobilie ermöglicht, die auf die Schaffung bezahlbaren Wohnraums für junge Zielgruppen abzielt.
Thomas Schwarz, Vorstand für Finanzen und Infrastruktur des Caritasverbands der Erzdiözese München und Freising, äußerte sich zufrieden über die gefundene Lösung und betonte das große Vertrauen in die Pläne des Erwerbers zum Nutzen der Stadt Wasserburg. Die Wasserburg vier GmbH beabsichtigt, das Gebäude in ein Wohnheim für Auszubildende, Berufsanfänger und junge Familien umzuwandeln. Dieses Konzept adressiert den dringenden Bedarf an bezahlbarem Wohnraum in der Region, welcher zuvor von der Stadt Wasserburg am Inn an die Caritas herangetragen worden war.
Strategische Neuausrichtung und soziale Verantwortung
Der Betrieb des Altenheims St. Konrad wurde bereits zum Jahresbeginn 2025 eingestellt. Die vormaligen Bewohnerinnen und Bewohner konnten entweder in das neuere Caritas Altenheim „Sonnengarten“ in Edling umziehen oder erhielten Unterstützung bei der Suche nach alternativen Wohnlösungen. Seit der Betriebsaufgabe stand die Immobilie, welche sich in prominenter Berglage der Stadt befindet, leer. Eine Fortführung als Pflegeeinrichtung war für den Caritasverband aufgrund eines Sanierungsbedarfs in Millionenhöhe sowie des Fachkräftemangels im Pflegebereich in der Region wirtschaftlich nicht mehr darstellbar.
Uwe Völkel, Geschäftsführer der Wasserburg vier GmbH, hob die Attraktivität des Standortes in Bayern hervor und sah in dem Projekt eine nachhaltige Investitionsmöglichkeit für das Portfolio seines Unternehmens. Die nächsten Schritte zur Umsetzung des Projekts werden nun eingeleitet. Die Stadt Wasserburg begrüßte die angestrebte Folgenutzung der Immobilie. Bastian Wernthaler, Erster Bürgermeister der Stadt Wasserburg, unterstrich die Bedeutung von Jugend-Wohnraum für die Schulstadt Wasserburg und signalisierte die Bereitschaft der Stadtverwaltung zu Gesprächen und Hilfestellungen bezüglich eventuell notwendiger Baurechte.
Dem Caritasverband war es ein zentrales Anliegen, die Immobilie einer sozialen Nachnutzung zuzuführen. Dies führte zu einer für beide Seiten als fair bezeichneten preislichen Übereinkunft. Über die genaue Höhe des Kaufpreises wurde von den Vertragspartnern Stillschweigen vereinbart.














