Für die Deutsche Funkturm-Gruppe, Marktführer im Bereich Funkinfrastruktur in Deutschland, wurde der Grundstein für ihre neue Firmenzentrale in Leverkusen-Opladen gelegt. Das Bauvorhaben, das in der Neuen Bahnstadt realisiert wird, ist für Ende 2027 prognostiziert und wird Arbeitsplätze für 300 Beschäftigte bieten. Die Deutsche Funkturm ist operativ für rund 36.200 Antennenstandorte verantwortlich, die für Mobilfunknetze, Rundfunk und weitere Funkdienste genutzt werden. Zum Portfolio zählen ebenso bedeutende Bauwerke wie der Colonius und der Rheinturm.
Das Unternehmen mit 800 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von über einer Milliarde Euro wurde im Jahr 2002 als Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom gegründet und zählt zu den führenden Tower Companies in Europa. Bereits im Sommer 2025 erfolgte die Verlegung des Firmensitzes von Münster nach Leverkusen-Opladen. Dieser Neubau ist eine Reaktion auf den gestiegenen Flächenbedarf, der sich aus der positiven Unternehmensentwicklung und der Expansion ergibt.
Bedeutung für die Stadtentwicklung und Nachhaltigkeit
Im Rahmen der Grundsteinlegung hob Leverkusens Oberbürgermeister Stefan Hebbel die Relevanz des Projekts für die Stadtentwicklung hervor. Er bezeichnete das Neubauprojekt als klares Bekenntnis zum Standort, das nicht nur Arbeitsplätze und wirtschaftliche Impulse generiere, sondern durch die Zahlung von Gewerbesteuer auch zur Stadtgemeinschaft beitrage. Bruno Jacobfeuerborn, Geschäftsführer der Deutschen Funkturm, äußerte, dass das neue Hauptquartier die räumliche Voraussetzung für weiteres Wachstum schaffe und die langfristige Präsenz am Standort Leverkusen stärke.
Das „W42 Office Building“ entsteht auf einem ca. 3.200 Quadratmeter großen Grundstück im Quartier der Neuen Bahnstadt Opladen. Es ist als modernes Bürogebäude mit rund 4.300 Quadratmetern Nutzfläche konzipiert. Bauherr des Projekts ist die W42 GmbH aus Leverkusen, während die architektonische Planung durch die ebenfalls in Leverkusen ansässige Rotterdam Dakowski GmbH verantwortet wird. Die Fertigstellung ist für das vierte Quartal 2027 vorgesehen.
- —Das Gebäude wurde bereits mit dem DGNB-Vorzertifikat in Gold ausgezeichnet.
- —Strenge Nachhaltigkeitskriterien wurden in der Planungs- und Bauphase berücksichtigt.
- —Eine extensive Dachbegrünung ist vorgesehen.
- —Eine Photovoltaikanlage zur Eigennutzung der Energie ist in die Planung integriert.
Sven Heyden, Geschäftsführer der W42 GmbH, betonte die Entscheidung für Deutsche Funkturm als Mieter und unterstrich die hohen Nachhaltigkeitsansprüche des Gebäudes. Das DGNB-Gold-Zertifikat sei für das Unternehmen ein zentrales Element, da es die Vision von ökologisch effizienten und zukunftssicheren Immobilien untermauere. Die Deutsche Funkturm betreibt jährlich etwa 1.000 neue Antennenstandorte und führt damit eines der größten Infrastrukturprogramme in Europa durch, was den steigenden Bedarf an administrativer Fläche plausibilisiert.




