Projektentwicklung··2 min

BUWOG leitet Sanierung des historischen Wasserturms auf dem Dachauer MD-Gelände ein

Die BUWOG Bauträger GmbH hat mit der Demontage des historischen Wasserturms auf dem ehemaligen Papierfabrik-Gelände in Dachau begonnen, um dessen denkmalgerechte Sanierung vorzubereiten und das Industriedenkmal zu erhalten.

KI-generiertBUWOG leitet Sanierung des historischen Wasserturms auf dem Dachauer MD-Gelände ein – KI-generiertes Symbolbild
BUWOG leitet Sanierung des historischen Wasserturms auf dem Dachauer MD-Gelände ein. Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt. Das Bild zeigt keine real existierende Immobilie, Person oder Situation und ist kein dokumentarisches Foto. Kennzeichnung gemäß Art. 50 Abs. 4 der EU-Verordnung über künstliche Intelligenz (KI-VO/AI Act). Mehr zur KI-Transparenz.

Die BUWOG Bauträger GmbH hat den Beginn der Demontage des historischen Wasserturms auf dem ehemaligen MD-Gelände in Dachau bekannt gegeben. Diese Maßnahme ist der erste Schritt zur Sanierung des Industriedenkmals. Eine Spezialfirma wird den Turm vollständig demontieren, die Einzelteile auf dem Gelände lagern und nach Abschluss der Restaurierungsarbeiten wiedererrichten. Die Demontage begann am 10. August 2026 und soll bis zum Monatsende abgeschlossen sein. Diese Arbeiten markieren einen sichtbaren Fortschritt in der Entwicklung des Areals.

Der Wasserturm, ein signifikantes Wahrzeichen der ehemaligen Papierfabrik, wird in drei Hauptkomponenten zerlegt: den Wasserbehälter mit der oberen Laufebene, den oberen Teil der Tragkonstruktion und den unteren Teil der Tragkonstruktion. Für die Demontage setzt die BUWOG einen mobilen 700-Tonnen-Kran ein. Die Arbeiten erfolgen von der Hofseite des Geländes, wobei es keine Beeinträchtigungen für den Straßenverkehr auf der Ludwig-Thoma-Straße gibt.

Umfassender Schutz und fachgerechte Restaurierung

Während der Sanierungsphase werden die demontierten Turmteile auf dem Gelände eingelagert und umfassend vor Witterungseinflüssen geschützt. Hierfür werden für jedes Bauteil separate Wetterschutzkonstruktionen mit Gerüst, Dach und einem feinmaschigen Schutznetz errichtet. Diese Maßnahmen gewährleisten den Schutz der historischen Stahlbauteile vor Niederschlag und ermöglichen gleichzeitig eine adäquate Belüftung. Der temporäre Rückbau des Turms schafft optimale Bedingungen für eine fachgerechte Restaurierung aller Komponenten.

Moritz Reinhold, Leiter des Stadtbauamts der Stadt Dachau, äußerte sich positiv zu dem Vorhaben und betonte, die Sanierung des Wasserturms sende ein starkes Signal für den verantwortungsvollen Umgang mit dem industriellen Erbe der Stadt. Er hob hervor, dass die BUWOG mit diesem aufwendigen Vorgehen zeige, wie Denkmalschutz und Stadtentwicklung in Einklang gebracht werden können. Michael Gerstner, Projektleiter für das MD-Gelände bei der BUWOG, bezeichnete den Wasserturm als identitätsstiftendes Bauwerk und vertrauten Orientierungspunkt für viele Bürger Dachaus. Er betonte, dass die Demontage keine Abrissmaßnahme sei, sondern der notwendige erste Schritt für eine umfassende Sanierung und den späteren Wiederaufbau, um das Industriedenkmal dauerhaft zu erhalten.

Historische Bedeutung und Zukunftsperspektiven

Der Wasserturm, eine Stahlkonstruktion aus dem Jahr 1951, wurde auf der Filterhalle errichtet und sicherte bis 2007 mit einem Fassungsvermögen von 240 Kubikmetern für maximal 20 Minuten die Frischwasserversorgung während der Papierherstellung. Mit der denkmalgerechten Sanierung bewahrt die BUWOG ein wichtiges Zeugnis der Dachauer Industriegeschichte und integriert die weithin sichtbare Landmarke in die zukünftige Entwicklung des Quartiers.

  • Auf dem rund 18 Hektar großen Grundstück ist die Entwicklung eines urbanen Quartiers vorgesehen.
  • Das zukünftige Quartier soll hohe Aufenthaltsqualitäten und vielfältige Nutzungsmöglichkeiten bieten.
  • Neben hochwertigem Wohnungsbau sind attraktive Grünflächen, insbesondere an der Amper und am Mühlbach, geplant.
  • Ein Satzungsbeschluss für den Bebauungsplan wird für Mitte 2027 erwartet.

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