Die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) hat die umfassende Sanierung des historischen Industriehauses am Rosenthaler Tor in der Brunnenstraße 188–190 in Berlin-Mitte angekündigt. Das Vorhaben zielt darauf ab, das im Jahr 1911 errichtete Denkmal zu modernisieren und für die zukünftige Nutzung durch die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt zu adaptieren.
Die Notwendigkeit dieser Maßnahme ergibt sich aus dem Zustand des Gebäudes, welches altersbedingte Schäden aufweist. Dazu zählen Wassereintritte bei Starkregen, deutliche Alterungserscheinungen an der Fassade sowie veraltete technische Anlagen, die den aktuellen Standards nicht mehr entsprechen. Ziel der Sanierung ist die langfristige Sicherung der denkmalgeschützten Bausubstanz. Parallel dazu sollen der Energieverbrauch und der CO2-Ausstoß des Objekts signifikant reduziert werden.
Umfang der Baumaßnahmen und Modernisierung
Im Rahmen der bevorstehenden Arbeiten plant die BIM eine energetische Sanierung des Daches und der Fassade. Ebenso wird die gesamte Gebäudetechnik erneuert und schadstoffbelastete Bauteile werden entfernt. Zusätzlich zu diesen strukturellen Eingriffen werden die Grundrisse neu strukturiert, um zeitgemäße und flexible Arbeitsbereiche zu realisieren. Nach Fertigstellung und im Einklang mit dem finalen Nutzungskonzept werden im Gesamtgebäude Kapazitäten für bis zu 620 Arbeitsplätze geschaffen. Dies wird eine Steigerung von circa 30 Prozent gegenüber dem derzeitigen Stand darstellen.
Die Bauarbeiten sind für einen Zeitraum von August 2026 bis 2030 terminiert. Während dieser Phase wird das Gebäude vollständig geräumt. Die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt wird für die Dauer der Sanierung interimistisch ihren Sitz an den Fehrbelliner Platz 4 verlegen.
Position der Verantwortlichen
Birgit Möhring, Geschäftsführerin der BIM, betont in Bezug auf das Projekt, dass die denkmalgerechte Sanierung des Industriehauses am Rosenthaler Tor mit umfassenden Grundrissoptimierungen und der Schaffung moderner Arbeitswelten verbunden wird. Dadurch entstehe ein zukunftsfähiger Verwaltungsstandort, der den Flächenverbrauch reduziert und den Gebäudebestand effizient weiternutzt.
Dr. Matthias Hardinghaus, ebenfalls Geschäftsführer der BIM, hebt die Bedeutung des Bauens im Bestand als eine der zentralen Aufgaben der Gegenwart hervor. Er führt aus, dass die Sanierung des Industriehauses demonstriere, wie denkmalgeschützte Gebäude durch gezielte bauliche Eingriffe und den Einsatz moderner Technik nachhaltig weiterentwickelt werden können. Dies ermögliche die Entstehung wirtschaftlicher und flexibler Verwaltungsstandorte für Berlin.




