Die Berlin TXL Management GmbH zieht eine Zwischenbilanz zur Entwicklung des ehemaligen Flughafengeländes Tegel. Das Areal transformiert sich schrittweise zu einem Innovations-, Wirtschafts- und Wohnungsstandort. Nach einer Phase der Planung, Genehmigung und Erschließung beginnt nun eine neue Entwicklungsphase, die den Start des Wohnungsbaus, das Wachstum der Urban Tech Republic, die Vermarktung erster Grundstücke sowie den Umbau ehemaliger Terminalgebäude und die Nutzung bestehender Nebengebäude umfasst.
Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, hob hervor, dass Berlin TXL kein gewöhnliches Stadtentwicklungsprojekt darstellt, sondern ein Zukunftsversprechen für die Stadt Berlin. Das Projekt sieht die Schaffung neuer, bezahlbarer Wohnungen, Arbeitsplätze und urbaner Lebensformen vor. Der Senator betonte, dass die entscheidenden Grundlagen gelegt sind und nun die sichtbare Phase der Entwicklung in verschiedenen Bereichen beginnt.
Geschäftsführer Frank Wolters der Berlin TXL Management GmbH bestätigte die Komplexität des Projekts und die Schaffung einer soliden Grundlage in technischer, planerischer und organisatorischer Hinsicht. Die Bauvorbereitung im Schumacher Quartier ist laut Wolters nahezu abgeschlossen, der Wohnungsbau kann somit starten. Die Urban Tech Republic sei keine Zukunftsvision, sondern eine bereits etablierte Realität, gekennzeichnet durch weitgehend vermietete Bestandsgebäude und den Beginn der Grundstücksvermarktung. Wolters beobachtet ein hohes Interesse von Unternehmen, Wissenschaftseinrichtungen und Innovationspartnern an dem Standort.
Urban Tech Republic: Innovation und Wirtschaftswachstum
Die über 200 Hektar große Urban Tech Republic hat sich in den fünf Jahren seit der Übernahme zu einem Arbeits- und Experimentierraum gewandelt. Dort sind über 40 Unternehmen und Institutionen ansässig, die unter anderem in den Bereichen Mobilität, Energie, Werkstoffe, Sensorik und digitale Infrastruktur tätig sind. Derzeit werden über 34.000 Quadratmeter Büro-, Werkstatt- und Community-Flächen genutzt sowie ein Experimentierraum von über 600.000 Quadratmetern bereitgestellt. Eine Erweiterung der Nutzungsflächen durch temporäre Anlagen ist vorgesehen.
Die Grundstücksvermarktung hat ebenfalls begonnen. Ein erstes Grundstück von knapp 7.000 Quadratmetern wurde Ende 2025 öffentlich angeboten, ein Vertragsabschluss wird für dieses Jahr angestrebt. Ein zweites Grundstück von nahezu 4.500 Quadratmetern folgt im Herbst 2026. Ab 2027 ist eine deutliche Dynamik in der Vermarktung zu erwarten, mit rund 95.000 Quadratmetern Gewerbeflächen, gefolgt von weiteren 114.300 Quadratmetern Gewerbe- sowie circa 9.500 Quadratmetern Sondergebietsflächen im Jahr 2028. Bis zum Abschluss des vierten Bauabschnitts ist die Urban Tech Republic für bis zu 1.000 Unternehmen und 20.000 Arbeitsplätze ausgelegt. Die Vergabe der Grundstücke erfolgt im Erbbaurecht, wodurch das Land Berlin dauerhaft Eigentümer bleibt und Einfluss auf die Entwicklung sowie die Qualität des Standorts sichert.
Transformation der Bestandsgebäude
Die Transformation von Berlin TXL beinhaltet den denkmalgerechten Umbau und die Sanierung historischer Gebäudeteile wie Terminals, Hangars, Werkstätten und der Energiezentrale. Dieser Prozess ist technisch anspruchsvoll, genehmigungs- und kostenintensiv, trägt jedoch zum Erhalt des Standortes bei und schont Ressourcen durch die Weiternutzung bestehender Bausubstanz.
- —Der Umbau von Terminal A zum Campus TXL schreitet voran. Die Vorarbeiten sind abgeschlossen, der Spatenstich für die Baumaßnahme wird Ende Juli erfolgen.
- —Für Terminal B wurde der Bauantrag für ein zukünftiges Gründungs- und Innovationszentrum eingereicht. Die zweite Rückbauphase hat im Frühjahr begonnen; der Umbau startet ab 2028, mit der geplanten Inbetriebnahme des Zentrums, eines Eventcenters und von Makerspaces im Jahr 2031.
- —Terminal D wird zum Technologiezentrum für Mobilität und Künstliche Intelligenz umgestaltet.




