Apoprojekt, spezialisiert auf die Transformation von Bestandsimmobilien, hat den Mieterausbau eines Bürogebäudes an der Warburgstraße in Hamburg erfolgreich abgeschlossen. Auftraggeber war die Ampega Asset Management GmbH. Die Liegenschaft wird künftig als neuer Standort vom Leibniz-Institut für Medienforschung – Hans-Bredow-Institut (HBI) genutzt, das hierfür eine Fläche von rund 3.500 Quadratmetern belegt.
Das Objekt, ein in den 1970er Jahren errichtetes Bürogebäude im Hamburger Stadtteil Rotherbaum, wurde bereits zwischen 2011 und 2013 saniert und stand zuletzt leer. Der Ausbau durch Apoprojekt umfasste alle Geschosse und wurde innerhalb von elf Monaten realisiert. Im Erdgeschoss wurden eine Welcome Area, ein multifunktionaler Gemeinschaftsraum für bis zu 100 Personen, eine Fachbibliothek mit Studier- und Lesezone sowie ein Get-together-Bereich eingerichtet. Im Gemeinschaftsraum unterstützen schallabsorbierende Wandpaneele die Reduktion von Nachhall und Störgeräuschen; ein mobiles Trennwandsystem ermöglicht variable Nutzungsszenarien.
Funktionale Neugestaltung und technische Ertüchtigung
Die Studier- und Lesezone wurde ebenfalls akustisch optimiert. Die vier Obergeschosse bieten diverse Arbeitsbereiche, darunter Einzel- und Teambüros, Besprechungsräume für bis zu 30 Personen, Stillarbeitsplätze sowie flexibel nutzbare Begegnungsflächen, die den Anforderungen moderner Arbeitswelten entsprechen. Jede dieser Etagen verfügt über voll ausgestattete Pantry-Küchen. Ergänzend wurde im zweiten Obergeschoss ein Eltern-Kind-Büro eingerichtet. Im Staffelgeschoss befinden sich ein Podcast-Studio für die Produktion des „BredowCast“ sowie eine sanierte Dachterrasse.
Neben baulichen Maßnahmen umfasste das Ausbauprojekt eine umfassende Anpassung und Weiterentwicklung der technischen Gebäudeausrüstung. Dies beinhaltete die Installation einer Lüftungsanlage und einer Wärmepumpe sowie die Modernisierung der Elektroinstallationen, der EDV-Infrastruktur und der Beleuchtungstechnik. Die vertikale Erschließung des Gebäudes erfolgt über eine neu installierte Aufzugsanlage. Ein wesentlicher Fokus der Planung lag zudem auf der barrierearmen Nutzung des Gebäudes, welche durch eine Rampenanlage am Haupteingang, automatische Türantriebe sowie zwei rollstuhlgerechte WC-Anlagen gewährleistet wird.
Das Kellergeschoss und die Tiefgarage wurden ebenfalls saniert und aufgewertet. Neben den Stellplätzen für PKW stehen dort ausreichend Fahrradstellplätze sowie ein Duschraum zur Verfügung. Ein ästhetisches Element im neu begrünten Innenhof stellen im Graffiti-Stil gestaltete Müllcontainer dar.




