In Donaueschingen erfolgte der offizielle Spatenstich für den zweiten Bauabschnitt der Hans-Thoma-Höfe. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) tritt hierbei als Bauherrin und zukünftige Eigentümerin auf. Das Projekt umfasst die Errichtung von fünf neuen Wohngebäuden, die insgesamt 85 Wohneinheiten sowie eine Tiefgarage beherbergen werden. Die BImA verfolgt mit diesem Vorhaben ihre bundesweite Strategie, zeitgemäßen und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, der dauerhaft im eigenen Bestand verbleibt und zu moderaten Konditionen vermietet wird.
Bereits im Oktober 2023 erreichte der erste Bauabschnitt der Hans-Thoma-Höfe mit einem Richtfest für 88 Wohnungen einen wichtigen Meilenstein. Die nun gestartete zweite Phase knüpft an dieses Engagement an. Die ursprünglich in den 1950er-Jahren errichteten Bestandsgebäude, die vormalig militärischen Familien als Unterkunft dienten, konnten nicht erhalten werden und wurden abgerissen. Der aktuelle Spatenstich symbolisiert damit den Beginn der entsprechenden Neubauphase. Die Fertigstellung der 85 Zwei- bis Fünf-Zimmerwohnungen sowie der Tiefgarage ist für Mitte 2028 geplant. Die Ed. Züblin AG wurde im Rahmen einer europaweiten Verhandlungsvergabe mit Teilnahmewettbewerb mit der Planung und Ausführung als Generalübernehmerin beauftragt.
Wohnqualität und Nachhaltigkeit im Fokus
Axel Kolfenfach, Leiter des BImA-Geschäftsbereichs Portfoliomanagement, betonte die Zielsetzung, nicht ausschließlich auf die quantitative Erweiterung von Wohnraum zu fokussieren. Vielmehr gehe es darum, Wohnungen zu schaffen, die den Mietern hohen Wohnkomfort bieten. Auch die Gestaltung der Außenbereiche sei von Bedeutung, um ein lebenswertes Quartier zu etablieren. Oberbürgermeister Erik Pauly äußerte sich positiv über die Entwicklung des Projekts. Er hob hervor, dass Donaueschingen mit den Hans-Thoma-Höfen ein modernes und nachhaltiges Wohngebiet erhalte, das durch günstige Mietpreise das städtische Wohnraumangebot ergänze und eine Investition in die städtische Zukunft darstelle.
Die Neubauten werden nach dem KfW 55-Standard errichtet. Im Sinne der Nachhaltigkeit werden die Dächer der Gebäude, analog zum ersten Bauabschnitt, mit Photovoltaikanlagen versehen und extensiv begrünt. Die Wärmeversorgung erfolgt über den Anschluss an das Nahwärmenetz der Energiedienst AG. Zudem sind alle Stellplätze für E-Ladesäulen vorbereitet. Durch die Anlage einer Tiefgarage kann das gesamte Quartier der Hans-Thoma-Höfe autofrei gestaltet werden. Hierdurch entsteht ein ansprechendes Lebensumfeld mit großzügigen Grünflächen zwischen den Gebäuden und vielfältig gestalteten Treffpunkten für die Bewohner.
Beitrag zur Entlastung des lokalen Wohnungsmarktes
Die Vergabe der Wohnungen erfolgt, wie bei Bauvorhaben der BImA üblich, primär im Rahmen der Wohnungsfürsorge des Bundes an Bundesbedienstete. Hierzu zählen unter anderem Angehörige des Zolls, der Bundespolizei und der Bundeswehr. Nicht über die Wohnungsfürsorge vermittelte Einheiten stehen anschließend zu denselben Konditionen dem allgemeinen Markt zur Verfügung. Mit dieser Vorgehensweise trägt die BImA aktiv zur Entlastung des Wohnungsmarktes in Donaueschingen bei.




