Die WBM Wohnungsbaugesellschaft Berlin-Mitte mbH erweitert ihren Bestand an Wohnimmobilien in Berlin und hat den Baubeginn für ein neues Projekt in Friedrichshain initiiert. An der Kreuzung Friedenstraße und Pufendorfstraße entstehen bis zum zweiten Quartal 2028 insgesamt 59 Mietwohnungen. Ein signifikanter Anteil davon, konkret 30 Einheiten, fällt in das geförderte Segment. Mit dieser Entwicklung wird der Wohnungsbestand der WBM an diesem spezifischen Standort auf insgesamt 250 Wohneinheiten anwachsen.
Auf einer Wohnfläche von etwa 3.700 Quadratmetern werden Wohnungen konzipiert, die unterschiedlichen Haushaltsgrößen und Lebenssituationen gerecht werden sollen. Dabei wird großer Wert auf Barrierefreiheit gelegt: 52 der entstehenden Wohnungen werden barrierefrei ausgeführt, drei davon sind zudem rollstuhlgerecht gestaltet. Herr Lars Dormeyer, Geschäftsführer der WBM, äußerte sich dahingehend, dass mit dem Neubau in der Friedenstraße ein Quartier konsequent weiterentwickelt wird, welches die WBM in den vergangenen Jahren bereits mitgestaltet hat. Er betonte, dass neue Wohnungen geschaffen, eine städtebauliche Lücke geschlossen und ein gewachsenes Wohnumfeld gestärkt werden, um zusätzlichen Wohnraum an einem bereits etablierten Wohnort zu generieren.
Kontinuierliche Quartiersentwicklung und historische Betrachtung
Der aktuelle Neubau reiht sich unmittelbar an ein zuvor von der WBM realisiertes Wohnprojekt an, welches im Jahr 2020 in der Friedenstraße fertiggestellt wurde. Dieses Projekt umfasste 191 Wohnungen und drei Gewerbeeinheiten und setzte wichtige Impulse für die Quartiersentwicklung. Durch den Erwerb des Erbbaurechts im Jahr 2024 konnte die WBM die notwendigen Voraussetzungen schaffen, um die im Bebauungsplan vorgesehene städtebauliche Entwicklung an diesem Ort nun zu vollenden. Das neue Gebäude ist darauf ausgelegt, die bestehende Blockrandbebauung zu ergänzen und sich harmonisch in das Stadtbild zu integrieren. Die Planung oblag dem Architekturbüro DMSW Architekten, während die Realisierung durch die mib – märkische ingenieurbau gmbh als Totalübernehmer erfolgt.
Im Zuge des Baubeginns finden auch archäologische Grabungen statt. Dies ist dem historischen Hintergrund des Areals geschuldet, da sich auf der Fläche bis in das 19. Jahrhundert ein Armenfriedhof befand. Eine weitere Konsequenz des Neubaus ist die erforderliche Verlagerung des international bekannten Wandkunstwerks „HOW LONG IS NOW“. Die WBM arbeitet hierbei mit den Künstlern und weiteren Beteiligten zusammen, um einen geeigneten neuen Standort für das Kunstwerk zu finden. Herr Dormeyer bekräftigte, dass die WBM dem Werk bereits einmal eine neue Heimat gegeben hat und auch aktuell die Verantwortung sieht, gemeinsam einen neuen Standort zu finden, um dieses Stück Berliner Kunstgeschichte weiterhin im öffentlichen Raum sichtbar zu halten.
Das Kunstwerk erlangte Bekanntheit durch seine großformatige Ausführung an der Fassade des Kunsthauses Tacheles in Berlin-Mitte, wo es über viele Jahre das Stadtbild prägte. Nach der Neuentwicklung des Tacheles-Areals und der damit verbundenen Unmöglichkeit, das Wandbild dort zu erhalten, übernahm die WBM das Kunstwerk und ermöglichte ihm im Jahr 2019 an ihrem Neubau in der Friedenstraße eine neue Präsenz.




