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Vonovia: Starkes operatives Ergebnis zu Beginn des Geschäftsjahres 2026

Vonovia verzeichnete einen erfolgreichen Start in das Geschäftsjahr 2026 mit signifikantem Wachstum im Vermietungsgeschäft und bei wohnungsnahen Dienstleistungen, während Investitionen in Modernisierung und Neubau gesteigert wurden.

Vonovia: Starkes operatives Ergebnis zu Beginn des Geschäftsjahres 2026

Vonovia hat das Geschäftsjahr 2026 mit einem starken operativen Ergebnis begonnen, wie der Vorstandsvorsitzende Luka Mucic mitteilte. Die Kerngeschäfte zeigten positive Entwicklungen, insbesondere das Vermietungsgeschäft und das Segment Value-add. Der Fokus auf den Schuldenabbau bis Ende 2028 wurde bestätigt. Das Vermietungsgeschäft bildet das Fundament für die zukünftige Entwicklung des Unternehmens, ergänzt durch eine zunehmende Dynamik in anderen Segmenten, unterstützt durch ein positives Marktumfeld.

Operative Kennzahlen und Portfolioentwicklung

Das Adjusted EBITDA im Segment Rental wuchs im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,3 %, obwohl das Portfolio um rund 4.000 Wohnungen reduziert wurde. Dies unterstreicht die Robustheit des größten Segments von Vonovia. Das organische Mietwachstum betrug 4,0 %, davon entfielen 2,6 % auf Mietspiegelanpassungen, 1,0 % auf Modernisierungsinvestitionen und 0,4 % auf Neubau. Die Vermietungsquote lag bei 97,7 % und die Collection Rate bei 99,6 %.

Im Bereich der wohnungsnahen Dienstleistungen (Value-add) stieg das Adjusted EBITDA um mehr als 30 % auf 50,1 Mio. Euro. Wesentliche Treiber hierfür waren ein erhöhter Beitrag der Handwerkerorganisation (VTS) sowie das Wachstum im Energiegeschäft. Vonovia steigerte zudem die Investitionen in Modernisierung und Neubau für den eigenen Bestand im ersten Quartal auf 266 Mio. Euro. Darin enthalten sind um 11 % höhere Investitionen zur Verbesserung der Wohnqualität und Energieeffizienz sowie um 21 % höhere Ausgaben für Neubau, um der Wohnungsknappheit in Metropolen entgegenzuwirken. Die Gesamtinvestitionen in Instandhaltung, Modernisierung und Neubau beliefen sich im ersten Quartal auf 442 Mio. Euro, eine Steigerung um 8 %.

Das Segment Recurring Sales verzeichnete eine durchschnittliche Bruttomarge von über 42 %, was deutlich über dem Vorjahresquartal lag. Das Verkaufsvolumen von 350 Wohnungen war planmäßig niedriger als im Vorjahr, da Kaufverträge aus 2024 erst Anfang 2025 wirksam wurden. Das Adjusted EBITDA erreichte dennoch 18,2 Mio. Euro, vergleichbar mit dem Vorjahr. Vonovia strebt für das Gesamtjahr ein höheres Verkaufsvolumen an und plant eine Steigerung des jährlichen Volumens auf 3.000 bis 3.500 Einheiten.

Das Neubaugeschäft (Segment Development) trug im ersten Quartal 2026 mit einem Adjusted EBITDA von 13,6 Mio. Euro zum Gesamtergebnis bei. Für das laufende Jahr erwartet Vonovia ein starkes Wachstum durch Projektverkäufe, den Hochlauf des Neubaus sowie opportunistische Grundstücksverkäufe. Das Adjusted EBITDA Total erreichte 711,6 Mio. Euro, womit Vonovia auf Kurs ist, das Jahresziel von 2,95 bis 3,05 Mrd. Euro zu erreichen. Verkaufsaktivitäten nehmen hierbei erfahrungsgemäß im Jahresverlauf zu.

Finanzielle Lage und Ausblick

Das Bereinigte Ergebnis vor Steuern (Adjusted EBT) betrug 462,2 Mio. Euro und wurde durch höhere Finanzierungskosten in Höhe von circa 20 Mio. Euro beeinflusst. Ein geringerer Steueraufwand und höhere Minderheitsanteile führten zu einem Bereinigten Periodenergebnis für die Aktionäre von 365,6 Mio. Euro. Die Ziele für das Adjusted EBT von 1,9 bis 2,0 Mrd. Euro und das Bereinigte Periodenergebnis von 1,4 bis 1,5 Mrd. Euro werden angestrebt.

Der Operating Free Cashflow belief sich in den ersten drei Monaten auf 363,9 Mio. Euro. Dieser Wert wurde durch ein geringeres Nettoumlaufvermögen infolge des Investitionshochlaufs und des Erwerbs eines Manage-to-Green-Portfolios sowie durch ein geringeres Privatisierungsvolumen beeinflusst. Die Nettoverschuldung im Verhältnis zum EBITDA lag bei 13,7x, der Verschuldungsgrad (LTV) bei 45,1 % und der Zinsdeckungsgrad (ICR) bei 3,7x. Philip Grosse, Finanzvorstand von Vonovia, betonte das komfortable Niveau der Verschuldungskennzahlen und den guten Zugang zum Kapitalmarkt, während die Auswirkungen externer Faktoren auf die Finanzierungskosten beobachtet werden.

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