In Berlin-Mitte, unweit der Jannowitzbrücke, wurde die Entwurfsphase für ein vorgesehenes Hochhausprojekt eingeleitet. Dieses Vorhaben, realisiert durch den Projektentwickler HB Reavis, sieht die Errichtung eines signifikanten Gebäudes auf einem bisher ungenutzten Areal vor. Die Sweco GmbH wurde in diesem Kontext mit der Erbringung umfassender Planungsleistungen betraut. Der Fokus liegt hierbei auf der Technischen Gebäudeausrüstung (TGA) sowie der Integration von Nachhaltigkeitsaspekten, die für die zukünftige Nutzung und den Betrieb des Gebäudes maßgeblich sind.
Das geplante Hochhaus, derzeit unter dem Arbeitstitel „CTB Berlin“ geführt, soll eine Höhe von rund 27 Geschossen erreichen und eine Mischnutzung aufweisen. Es ist vorgesehen, moderne Büroflächen, gastronomische Angebote, Einzelhandel, Optionen für Kurzzeitwohnen sowie Einrichtungen für die medizinische Nahversorgung zu integrieren. Diese heterogene Nutzungskonzeption zielt darauf ab, das städtebauliche Ensemble an der Jannowitzbrücke neu zu gestalten und zu beleben. Der Standort, direkt an den Gleisen der Stadtbahn gelegen, stellt spezifische Anforderungen an die Planung, die durch eine entsprechende gestalterische Integration und die Schaffung neuer Verbindungen zum öffentlichen Raum adressiert werden sollen. Hierzu zählen eine öffentlich zugängliche Terrasse sowie ergänzende Mobilitätsangebote.
Umfassende TGA- und Nachhaltigkeitsplanung
Sweco übernimmt bei diesem Projekt die Verantwortung für die TGA-Planung aller Anlagengruppen, mit Ausnahme der Fördertechnik. Dies inkludiert zudem die Ausarbeitung von Nachhaltigkeitsleistungen, die eine Ökobilanzierung, Zertifizierungen nach LEED und WELL, eine detaillierte Klimaanpassungsplanung sowie die thermische Bauphysik umfassen. Ein zentrales Ziel ist der energieeffiziente Betrieb des Gebäudes, der durch den konsequenten Einsatz erneuerbarer Energien unterstützt wird. Ferner wird großer Wert auf eine hohe Anpassungsfähigkeit der Flächen über den gesamten Lebenszyklus des Hochhauses gelegt. Das bedeutet, dass unterschiedliche Nutzungen und flexible Flächenkonzepte innerhalb des Gebäudes kombiniert und bei Bedarf neu organisiert werden können.
Die Planungen sehen zudem die Integration grüner Dach- und Fassadenbereiche sowie ein durchdachtes Regenwassermanagement vor. Diese Maßnahmen sollen einen Beitrag zur Verbesserung des Mikroklimas leisten und die Aufenthaltsqualität im direkten Umfeld des Hochhauses erhöhen.
Ganzheitlicher Planungsansatz
HB Reavis entwickelt das Projekt in einem vollintegrierten Ansatz, bei dem ein internationales Planungsteam aus verschiedenen Disziplinen, darunter Architektur, Tragwerksplanung, Brandschutz, Landschaftsarchitektur und TGA, zusammenarbeitet. Mit dem Beginn der aktuellen Planungsphase werden die konzeptionellen Grundlagen bis zur Genehmigungsfähigkeit des Gebäudes erarbeitet. Lars Schumacher, Bereichsleiter für Technische Gebäudeausrüstung und Integrale Nachhaltigkeit bei Sweco, betonte die Bedeutung der nun gelegten Grundlage, um aus einer innerstädtischen Brachfläche ein zukunftsfähiges und nachhaltig geplantes Hochhaus zu entwickeln. Er hob hervor, dass die Aufgabe darin bestehe, TGA und Nachhaltigkeitsziele so zu verknüpfen, dass das Hochhaus einerseits als Landmark wahrgenommen wird, gleichzeitig ressourcenschonend betrieben werden kann und langfristig flexible Nutzungsmöglichkeiten bietet. Der Projektentwickler hat angekündigt, den derzeitigen Arbeitstitel des Projekts in den kommenden Monaten zu ändern.




