Panattoni, ein deutscher Projektentwickler für Logistik-, Industrie- und Gewerbeimmobilien, hat die Entwicklung des Panattoni Campus Köln Ost auf dem ehemaligen Werksgelände des Schokoladenherstellers Stollwerck im Kölner Stadtbezirk Porz begonnen. Das Projekt umfasst eine Gesamtmietfläche von über 42.000 m² und unterteilt sich in zwei Gebäudetypen: den Panattoni Park Köln Ost als Logistikimmobilie und das City Dock® Köln Ost als Gewerbepark. Das rund 69.400 m² große Grundstück befindet sich auf der rechtsrheinischen Seite Kölns.
Der Baustart für das City Dock® Köln Ost erfolgte am 9. Juni 2023. Der Baubeginn für den Panattoni Park Köln Ost ist für den Spätsommer 2026 vorgesehen. Die Fertigstellung der gesamten Anlage ist für das Jahr 2027 geplant. Das Campus-Konzept verbindet die funktionale Logistik mit flexiblen Gewerbeeinheiten, um unterschiedlichen Nutzeranforderungen gerecht zu werden.
Objektdetails und Nachhaltigkeitsaspekte
Die Logistikimmobilie, der Panattoni Park Köln Ost, wird eine Gesamtfläche von etwa 33.200 m² umfassen, aufgeteilt in 29.750 m² Hallenfläche, 1.490 m² Bürofläche und 1.990 m² Mezzaninfläche, bei einer lichten Gebäudehöhe von 12,20 m. Der Gewerbepark City Dock® Köln Ost wird zehn Einheiten mit einer Gesamtfläche von 12.450 m² und einer lichten Höhe von 8 m bieten.
Ein wesentlicher Fokus der Entwicklung liegt auf Nachhaltigkeitsstandards. Das Projekt strebt eine DGNB Platin-Zertifizierung an. Hierfür werden unter anderem Photovoltaikanlagen auf den Dachflächen installiert und Regenwasser zur Wiederverwendung gesammelt. Diese Maßnahmen dienen der Ressourcenschonung im Gebäudebetrieb. Die Vermarktung der Mietflächen wird durch die Logivest NRW GmbH durchgeführt.
Bedeutung für die regionale Wirtschaft und Lagevorteile
Der Panattoni Campus Köln Ost ist verkehrstechnisch optimal angebunden. Die direkte Nähe zur Autobahn A4 sowie kurze Wege zu den Autobahnen A3, A59 und A559 gewährleisten eine effiziente Anbindung an das überregionale Straßennetz. Der Flughafen Köln-Bonn ist rund 9 km, das Güterverkehrszentrum Köln-Eifeltor wenige Kilometer entfernt, was multimodale Logistikprozesse erleichtert. Diese Lage ist für Unternehmen aus Logistik, Industrie, Produktion und Gewerbe, einschließlich kleiner und mittlerer Unternehmen sowie Start-ups, von Relevanz.
Die KölnBusiness Wirtschaftsförderung begleitete das Projekt. Dr. Manfred Janssen, Geschäftsführer der KölnBusiness Wirtschaftsförderungs-GmbH, wies darauf hin, dass Köln mit rund 4.600 Logistik- und Handelsunternehmen und nahezu 80.000 Mitarbeitern eine zentrale Rolle in der deutschen Logistik einnimmt. Er betonte, dass die Entwicklung ein Beispiel dafür sei, wie ehemalige Industriestandorte für moderne, nachhaltige Nutzungskonzepte revitalisiert werden können. Fred-Markus Bohne, Managing Partner Panattoni DACH & Nordics, unterstrich die enge Zusammenarbeit mit KölnBusiness und betonte das Potenzial des ehemaligen Industriestandortes als wirtschaftlichen Faktor für die Region und als Wachstumsbasis für unterschiedliche Unternehmensgrößen.
Das Entwicklungsareal weist eine industrielle Historie auf. Die Schokoladenfabrik Stollwerck war seit den 1830er Jahren in Köln aktiv. Von den 1970er Jahren bis 2005 erfolgte die Schokoladenproduktion im Stadtteil Westhoven, Porz. Bis 2015 waren dort Produktentwicklung und Verwaltung angesiedelt. Zwischenzeitlich wurden Teile der Flächen für Fernsehproduktionen genutzt. Im Zuge der aktuellen Entwicklung wurden die Bestandsgebäude zurückgebaut. Der Grundstücksverkauf wurde durch die Hackenberg & Co. GmbH maklerisch begleitet.




