SOCOTEC Building Solutions, ein Münchner Architekturbüro, wurde mit der Planung und Umsetzung weiterer Projekte für den Pharmakonzern Daiichi Sankyo beauftragt. Diese Beauftragung erfolgte auf Basis der erfolgreichen strategischen Gestaltung moderner Arbeitswelten für die Europazentrale des Unternehmens in München. Das Leistungsspektrum von SOCOTEC Building Solutions umfasst aktuell Projekte in Toronto, Dublin, Madrid und München, wobei die kanadische Dependance kürzlich ihre neuen Räumlichkeiten bezog.
Daiichi Sankyo Europe (DSE) agiert in 15 europäischen Ländern und zählt dort mit über 3.000 Mitarbeitenden zu den größten japanischen Pharmaunternehmen. Für den Standort Toronto entwickelte SOCOTEC Building Solutions ein neues Bürokonzept. Die Planung umfasste eine Nettofläche von 750 Quadratmetern im 13. Stock eines repräsentativen Gebäudes im Financial District, mit Blick auf die Stadt. Ziel war die Zusammenführung von 35 Mitarbeitenden, die zuvor auf verschiedene Büroflächen verteilt waren.
Die Aufgabenstellung umfasste die Grundlagenermittlung, die Konzeptbearbeitung, die Strukturierung der Arbeitsbereiche und Zonen, das Farb- und Materialkonzept sowie technische Spezifikationen. Hierbei waren unterschiedliche Varianten zu prüfen und die daraus gewonnenen Erkenntnisse in die nachfolgenden Planungsschritte zu integrieren. Die Realisierung erfolgte in Kooperation mit lokalen Partnerfirmen, Architekten der Vermieterseite und Bauunternehmen. Das zugrunde liegende Konzept fokussiert auf eine effiziente Nutzung jedes Quadratmeters hinsichtlich Ästhetik, Nachhaltigkeit und Funktionalität.
Ana Isabel Alfonso Pizarro, die projektverantwortliche Architektin bei SOCOTEC Building Solutions, hob hervor, dass jedes Projekt als räumliche Übersetzung der Unternehmensidentität verstanden wird, die das Arbeiten, Begegnen und kreative Wirken der Menschen widerspiegelt. Ziel sei es, Arbeitsökosysteme zu schaffen, welche die Unternehmenskultur stärken und auf zukünftige Arbeitsmodelle vorbereiten. Das Ergebnis ist eine digitale, strukturierte Arbeitsumgebung, die Desk Sharing mit einem papierlosen Büroansatz kombiniert. Mobile Raumteiler und ergonomische Ausstattung fördern agiles Arbeiten. Ein Bistro dient als Bereich für Pausen, Austausch und Rückzugsmöglichkeiten. Bei der Materialauswahl wurden natürliche Elemente wie Holz und Moos sowie wiederverwendbare Komponenten berücksichtigt. Die Umsetzung in Toronto stellte eine besondere Anforderung dar, da europäische Konzepte mit amerikanischen Standards, Normen und Bausystemen in Einklang zu bringen waren.
Langjährige Kooperation und Erfolge in München
Die Zusammenarbeit zwischen SOCOTEC Building Solutions und Daiichi Sankyo Europe begann im Jahr 2017. Das erste Projekt umfasste die Planung eines Teils der Büroräume im Erdgeschoss der Europazentrale in München zur Schaffung einer neuen Kantine. Es folgte die Neugestaltung des Eingangsbereichs, für den die Architekten skulpturenartige Elemente entwickelten. Der bislang umfangreichste Auftrag in dem 6.000 Quadratmeter großen Bürogebäude war die Umwandlung von 800 Quadratmetern kleinerer Büroräume in den offenen und technologisch fortschrittlichen Digital Innovation Hub, dessen Nutzung maßgeblich durch Hochtechnologie bestimmt wird.
- —Filigranes und fließendes Erscheinungsbild durch eine Zwischendecke aus vertikalen, gebogenen Holzlamellen.
- —Abgrenzung der Besprechungsräume mittels Glastrennwänden.
- —Ein verglaster Zylinder als zentraler Besprechungsraum, der das konfigurierende Element des Raumes darstellt.
- —Erweiterung des Digital Innovation Hub um einen Konferenzbereich durch Umbau einer ungenutzten Sporthalle.
Die Architektin Alfonso Pizarro hob die Aspekte der komplexen Planung hervor, die eine filigrane und fließende Raumwirkung erzielen. Dies gelang durch die Integration einer Zwischendecke aus vertikalen, gebogenen Holzlamellen sowie die Abgrenzung von Besprechungsräumen mit Glastrennwänden. Ein verglaster Zylinder dient als zentrales Besprechungselement, das den Raum gliedert, ohne die optische Raumhöhe zu mindern. Im vergangenen Jahr wurde der Digital Innovation Hub durch die Umgestaltung einer zuvor ungenutzten Sporthalle um einen Konferenzbereich erweitert.
Der Erfolg dieser Projekte ist der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Architekten, kooperierenden Unternehmen, Bau- und Installationsfirmen zuzuschreiben. Eine enge Abstimmung mit den Fachplanern für Technische Gebäudeausrüstung von SOCOTEC Building Solutions sowie das Vertrauen und die konstruktive Unterstützung seitens des Bauherrn trugen wesentlich zum Projekterfolg bei.




