Für das neue Wohnquartier am Rosenfelder Ring in Berlin-Lichtenberg wurde das Richtfest begangen. Die HOWOGE Wohnungsbaugesellschaft mbH entwickelt dort auf einem rund 6.000 Quadratmeter großen Areal im Ortsteil Friedrichsfelde Ost ein Projekt mit 173 Wohnungen. Es zeichnet sich durch seine Holzhybridbauweise und einen hohen Anteil an mietpreis- und belegungsgebundenem Wohnraum aus. Die Fertigstellung ist für Dezember 2026 terminiert.
Die Neubauten umfassen zwei achtgeschossige Wohngebäude mit einer Wohnfläche von insgesamt etwa 10.600 Quadratmetern. Eines der Gebäude verfügt zusätzlich über einen zweigeschossigen Vorbau, der 23 Maisonettewohnungen integriert. Das Spektrum der entstehenden Einheiten reicht von 1- bis 5-Zimmer-Wohnungen, die jeweils über einen Balkon, eine Terrasse oder einen Außensitzbereich verfügen. Architektonische Merkmale des Quartiers sind unter anderem die repräsentativen Eingangsbereiche, begrünte Innenhöfe und eine offene Laubengangerschließung.
Die Planung des Neubaus in der Genehmigungsphase wurde von Winking Froh Architekten verantwortet. Als Generalunternehmer agieren die B&O Bau und Gebäudetechnik GmbH, wobei WeberBrunner für die Ausführungsplanung zuständig ist. Eine effiziente Bauweise wird durch den Einsatz industriell vorgefertigter Holzfassadenelemente und Fertigbäder ermöglicht. Alle Wohnungen werden schwellenarm konzipiert, mit der Hälfte der Einheiten barrierefrei zugänglich. Innerhalb des Quartiers sind zudem mehr als 300 Stellplätze für Fahrräder und Lastenräder vorgesehen, um die Mobilität der Bewohner zu unterstützen.
Nachhaltiges Energiekonzept und soziale Komponente
Das Quartier erfüllt den Energiestandard EEH 40 und wird als Nur-Strom-Haus realisiert, wodurch eine fossile Energieversorgung vermieden wird. Photovoltaikanlagen auf den begrünten Dächern erzeugen grünen Strom, während Wärmepumpen die Wärmeversorgung sicherstellen. Das ökologische Konzept wird durch extensive Dachbegrünungen, Biodiversitätsdächer, Regenwasserbewirtschaftung und Neubaumpflanzungen ergänzt. Die Verwendung von Holzbauelementen trägt zur CO₂-Bindung bei.
Die HOWOGE wird mindestens die Hälfte der Wohnungen, konkret 86 von 173 Einheiten, im Rahmen der Kooperationsvereinbarung mit dem Land Berlin mietpreis- und belegungsgebunden vermieten. Diese Wohnungen richten sich an Inhaber eines Wohnberechtigungsscheins (WBS) der Stufen 100, 140, 180 und 220, wodurch auch Haushalte mit mittlerem Einkommen Anspruch auf geförderten Wohnraum erhalten. Der Vermietungsstart für das Projekt am Rosenfelder Ring ist für Herbst 2026 angesetzt. Interessierte können sich über die Webseite und die Social-Media-Kanäle der HOWOGE informieren.
Stimmen zum Projekt
Prof. Petra Kahlfeldt, Senatsbaudirektorin und Staatssekretärin für Stadtentwicklung, betonte die Rolle der HOWOGE als verlässlichen Partner für die Schaffung neuen Wohnraums in Berlin. Sie hob die Vereinbarkeit von bezahlbarem, klimagerechtem und sozialem Wohnungsbau hervor. Martin Schaefer, Bezirksbürgermeister von Lichtenberg, unterstrich die Bedeutung des klimafreundlichen Ansatzes im Wohnungsneubau für die Steigerung der Lebensqualität und Stärkung der urbanen Resilienz. Camilla Schuler, stellvertretende Bezirksbürgermeisterin und Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, Bauen und Facility Management, äußerte sich erfreut über den entstehenden, bezahlbaren Wohnraum und die Tatsache, dass dieses Projekt auf umfassende Nachhaltigkeit setze.




