Die Gemeinde Taufkirchen hat eine Entscheidung zur Fortführung der Planungen für das Quartier am Bahnhof erhalten. Eine signifikante Mehrheit der abstimmenden Bürger sprach sich am 12. Juli für das Ratsbegehren der Gemeinde aus, welches die Weiterentwicklung des Vorhabens vorsieht. Demgegenüber wurde ein Bürgerbegehren, das den Stopp der Planungen zum Ziel hatte, mehrheitlich abgelehnt. Das erforderliche Quorum für die Abstimmung wurde erreicht.
Im Vorfeld der Abstimmung hatten sich verschiedene Fraktionen, Verbände sowie Vereine positioniert und überparteilich die Realisierung des neuen Quartiers befürwortet. Die Eigentümergemeinschaft äußerte sich durch ihre Sprecherin, Frau Lisa Bierling, welche die erfolgte Abstimmung als ein demokratisches Signal wertet, die nächsten Schritte verantwortungsbewusst, transparent und im Dialog mit der Gemeinde zu gestalten. Die Gemeinde Taufkirchen interpretiert das Ergebnis ebenfalls als wichtigen Impuls für den weiterführenden Prozess.
Ziele der Quartiersentwicklung
Das geplante Quartier wird als ein lebendiges, gemischt genutztes Areal konzipiert. Es soll die Bereiche Wohnen, Arbeiten, Versorgung, soziale Infrastruktur und öffentliche Räume miteinander verknüpfen. Ziel ist es, dringend benötigten Wohnraum zu schaffen und gleichzeitig Flächen für diverse Nutzungen zu entwickeln. Herr Dr. Sebastian Thoma, Erster Bürgermeister der Gemeinde Taufkirchen, betonte, die Bürgerschaft habe der Gemeinde einen klaren Auftrag zur Fortsetzung der Planungen erteilt.
Frau Bierling hob hervor, dass das Abstimmungsergebnis die Planung eines Quartiers stärkt, das Taufkirchen langfristig stärken soll. Dies beinhaltet eine Erweiterung der Angebote vor Ort, verbesserte Wegeverbindungen, neue Begegnungsräume sowie essenzielle Einrichtungen für unterschiedliche Altersgruppen. Die Kommunikationsmaßnahmen im Zusammenhang mit dem Ratsbegehren und dem Bürgerentscheid wurden von der Münchner Agentur SCRIVO Communications durchgeführt.
Umfassende Kommunikationsstrategie
Die Kommunikationsstrategie der Agentur umfasste eine mehrstufige Akzeptanzkommunikation, die bereits im September 2025 mit grundlegender Informations- und Aufklärungsarbeit begann. Insbesondere vor den Bürgerentscheiden wurde eine Aktivierungskampagne unter dem Motto „Wer Ja sagt, muss auch Nein sagen“ eingesetzt, um eine hohe Wahlbeteiligung zu fördern. Die Kampagne nutzte eine Kombination aus klassischer Public Relations, dialogischen Formaten vor Ort, strategischer Wahlkampfkommunikation in Präsenz, Print, Online und sozialen Medien sowie klassischer Werbung. Herr Kai Oppel, Gründer von SCRIVO, merkte an, dass es erstmalig gelang, die Bürger umfassend einzubinden und ein positives Resultat zu erzielen, zumal in Taufkirchen vergangene Bürgerentscheide Projekte gestoppt hatten.
- —Mehr Wohnraum: Schaffung dringend benötigter Wohneinheiten.
- —Infrastruktur: Flächen für ärztliche Versorgung, ein Seniorenzentrum und Kinderbetreuungseinrichtungen.
- —Öffentlicher Raum: Entwicklung attraktiver öffentlicher Bereiche und Nahversorgungsmöglichkeiten.
- —Wirtschaft: Moderne Gewerbeflächen zur Stärkung der lokalen Ökonomie.
Die Abstimmungsperiode erstreckte sich vom 16. Juni bis zum 12. Juli. Die Ergebnisse, mit einer Dreiviertelmehrheit von 75 Prozent für das Ratsbegehren und einer Ablehnung des Bürgerbegehrens durch 68 Prozent der Wähler, manifestieren den Willen der Bürger für eine aktive Gestaltung der Zukunft Taufkirchens.




