Die PORR AG hat im ersten Quartal 2026 ihren Wachstumskurs fortgesetzt und dabei einen Auftragsbestand von 10.004 Millionen Euro erzielt, was einer Steigerung von 13,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dies markiert den erstmaligen Überschritt der 10-Milliarden-Euro-Marke, was eine Projektpipeline deutlich über eine Jahresleistung hinaus signalisiert. Der Auftragseingang stieg im gleichen Zeitraum um 14,7 Prozent auf 1.765 Millionen Euro.
CEO Karl-Heinz Strauss kommentierte diese Entwicklung als Bestätigung der Wachstumsstrategie des Unternehmens. Er hob hervor, dass die PORR ihre Position in Märkten ausbaue, die auch in den kommenden Jahren eine positive Entwicklung erwarten lassen. Hierzu zählen insbesondere der Tiefbau sowie bestimmte Bereiche des Hochbaus.
Wesentliche Treiber und regionale Entwicklungen
Der Tiefbau bleibt der primäre Treiber dieser Entwicklung, maßgeblich beeinflusst durch EU-Finanzierungen für Verkehrsinfrastruktur und Energieversorgung. Zudem besteht eine ungebrochene Nachfrage nach Gesundheitseinrichtungen und Industrieanlagen. Regional zeigte sich ein deutliches Wachstum in den Bereichen Infrastruktur und Bahnbau in Polen sowie bei Großprojekten in Rumänien. Der Spezialtiefbau in Deutschland signalisiert zudem eine Belebung der dortigen Konjunktur.
Zu den im ersten Quartal 2026 akquirierten Neuaufträgen zählen mehrere Infrastrukturprojekte in Polen, darunter die S6 Westumfahrung Szczecin zwischen Kołbaskowo und Dołuje (Design & Build-Prinzip) sowie die Planung und der Ausbau der Nationalstraße DK25 zwischen Konin und Rychwa?. Im deutschen Spezialtiefbau beteiligt sich die PORR am Bau der Fehmarnsundquerung. Im Hochbau wurden in Österreich, unter anderem in Wien und Villach, erste mittelgroße Aufträge im Wohnbau gewonnen. Ebenso wurden neue Projekte aus den Bereichen Industrie- und Bildungseinrichtungen akquiriert.
Finanzkennzahlen und Marktausblick
Die operative Leistung der PORR belief sich im ersten Quartal 2026 auf 1.300 Millionen Euro, was einer Steigerung von 2,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Besonders positiv entwickelte sich der länderübergreifende Tunnelbau. Die Umsatzerlöse lagen bei 1.245,5 Millionen Euro, ein leichter Rückgang von 1,5 Prozent, primär bedingt durch winterliche Wetterbedingungen und einen höheren Anteil an Arbeitsgemeinschaften. Trotzdem verbesserte sich das Betriebsergebnis (EBIT) um 13,1 Prozent auf 14,3 Millionen Euro, was einer EBIT-Marge von 1,1 Prozent entspricht (Q1/2025: 1,0 Prozent). Das EBITDA stieg um 3,0 Prozent auf 66,8 Millionen Euro.
Der österreichische Markt bleibt mit 45,2 Prozent der Gesamtleistung ein wichtiger Pfeiler des Konzerns. Dort belief sich die Produktionsleistung im ersten Quartal 2026 auf 515 Millionen Euro, ein Rückgang von 6,0 Prozent aufgrund des strengen Winters. Dennoch zeigten sich sowohl der Auftragseingang als auch der Auftragsbestand in diesem Segment positiv, mit einem Anstieg des Auftragsbestands um 18,2 Prozent auf 3.339 Millionen Euro und des Auftragseingangs um 20,0 Prozent auf 994 Millionen Euro. Neue Hochbauprojekte umfassen unter anderem den Wohnkomplex Lil-y Twins in Wien, die Wohnanlage Völkendorf in Villach und den Abbruch samt Neubau der Raiffeisenlandesbank-Zentrale in Kärnten. Im Infrastrukturbau wurde die Generalsanierung der Bahnstrecke zwischen Rosenheim und Salzburg akquiriert.
- —Auftragsbestand: 10.004 Mio. Euro (+13,5 %)
- —Auftragseingang: 1.765 Mio. Euro (+14,7 %)
- —Produktionsleistung: 1.300 Mio. Euro (+2,3 %)
- —EBIT: 14,3 Mio. Euro (+13,1 %)




