PATRIZIA hat die Finanzergebnisse für das erste Halbjahr 2026 vorgelegt, die ein signifikantes Ergebniswachstum aufzeigen. Das EBITDA des Unternehmens stieg in diesem Zeitraum um 46,6 Prozent auf 42,7 Mio. Euro an. Im Vorjahreszeitraum des ersten Halbjahres 2025 hatte dieser Wert noch 29,1 Mio. Euro betragen. Die EBITDA-Marge verbesserte sich deutlich auf 31,6 Prozent gegenüber 21,5 Prozent im ersten Halbjahr 2025. Diese Entwicklung wird auf eine anhaltende Kostendisziplin sowie eine erhöhte operative Effizienz zurückgeführt und unterstreicht die Skalierbarkeit der PATRIZIA-Plattform bei gleichzeitiger schlankerer Kostenstruktur.
Die Märkte für Real Assets zeigten im Berichtszeitraum eine fortgesetzte, wenngleich schrittweise und heterogene, Erholung. Die Transaktionsaktivität erwies sich als widerstandsfähig, wobei das Volumen der unterzeichneten Transaktionen um 15,6 Prozent auf 1,6 Mrd. Euro stieg. Dies war primär auf Veräußerungen zurückzuführen. Das Volumen der abgeschlossenen Transaktionen erreichte 1,1 Mrd. Euro, im Vergleich zu 1,5 Mrd. Euro im ersten Halbjahr 2025, was das graduelle Tempo der Markterholung reflektiert. Das von Kunden eingeworbene Eigenkapital erhöhte sich auf 0,8 Mrd. Euro, nach 0,3 Mrd. Euro im ersten Halbjahr des Vorjahres. Nach einem verhaltenen Jahresauftakt im ersten Quartal 2026 beschleunigte sich das Fundraising im zweiten Quartal merklich, was eine stärkere Kundenaktivität widerspiegelt.
Finanzielle Kennzahlen und Kostensenkungen
Die gesamten Gebühreneinnahmen blieben im ersten Halbjahr 2026 mit 127,3 Mio. Euro weitgehend stabil, verglichen mit 128,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die wiederkehrenden Verwaltungsgebühren lagen bei 110,2 Mio. Euro und damit moderat unter dem Vorjahreswert von 113,4 Mio. Euro, der von höheren entwicklungsbezogenen Dienstleistungsgebühren profitierte. Die Transaktionsgebühren stiegen leicht auf 3,8 Mio. Euro an. Leistungsabhängige Gebühren erhöhten sich um 16,8 Prozent auf 13,2 Mio. Euro, hauptsächlich bedingt durch höhere Ausschüttungen von Dawonia und Veräußerungsaktivitäten. Die Netto-Erträge aus Verkäufen des Eigenbestands und Co-Investments stiegen auf 8,0 Mio. Euro, zurückzuführen auf gestiegene Co-Investments und höhere Dividendenerträge, während Mieteinnahmen aus konsolidierten Immobilieninvestitionen nahezu stabil blieben.
Auf der Ausgabenseite sanken die bereinigten Aufwandsposten im ersten Halbjahr 2026 um 10,9 Prozent auf 99,8 Mio. Euro (H1 2025: 112,1 Mio. Euro). Dieser Rückgang resultierte maßgeblich aus geringeren Personalkosten in Höhe von 64,9 Mio. Euro aufgrund einer reduzierten FTE-Basis. Auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken auf 25,5 Mio. Euro, unterstützt durch laufende Initiativen zur Plattformoptimierung. Die sonstigen Erträge, bereinigt um Erträge aus Reorganisation, stiegen auf 7,7 Mio. Euro, primär durch höhere Auflösungen von Rückstellungen. Infolge dieser Faktoren erhöhte sich der Periodenüberschuss im ersten Halbjahr 2026 deutlich auf 14,7 Mio. Euro, nach 4,7 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.
Assets under Management und bestätigte Prognose
Die Assets under Management (AUM) von PATRIZIA beliefen sich zum 30. Juni 2026 auf 55,9 Mrd. Euro, was einen leichten Rückgang gegenüber 56,2 Mrd. Euro zum 31. Dezember 2025 darstellt. Dieser Rückgang war in erster Linie auf Veräußerungsaktivitäten zurückzuführen. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 wurde bestätigt. Obwohl der Iran-Konflikt temporär das Investitionsumfeld eintrübte, hat sich die Marktstimmung wieder aufgehellt. PATRIZIA erwartet weiterhin einen Anstieg des Fundraising-Volumens und der Transaktionsaktivität im Vergleich zum Jahr 2025.
Asoka Wöhrmann, CEO der PATRIZIA SE, bemerkte, dass das erste Halbjahr 2026 von einer schrittweisen Erholung des Fundraisings geprägt war, wobei die Kundenaktivität im zweiten Quartal an Dynamik gewann. Er hob hervor, dass sich die Fundamentaldaten der Real-Asset-Märkte zunehmend festigen. Martin Praum, CFO der PATRIZIA SE, ergänzte, dass die Finanzlage und Widerstandsfähigkeit von PATRIZIA im ersten Halbjahr 2026 weiter gestärkt wurden.
- —AUM zum Jahresende 2026: 55,0 – 60,0 Mrd. Euro (ohne Währungseffekte)
- —EBITDA: 60,0 – 75,0 Mio. Euro
- —EBITDA-Marge: 22,0 – 26,5%




