Der Bürovermietungsmarkt in Nürnberg zeigte im ersten Halbjahr 2026 eine positive Entwicklung. Der Flächenumsatz erreichte 65.500 m², was eine Steigerung um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum darstellt. Dieses Ergebnis wurde maßgeblich durch ein sehr starkes erstes Quartal getragen, in dem ein Flächenumsatz von 51.900 m² erzielt wurde. Im zweiten Quartal war hingegen ein Rückgang der Marktdynamik zu beobachten, mit einem Umsatzvolumen von 13.600 m².
Gleichzeitig reduzierte sich die Anzahl der registrierten Abschlüsse im ersten Halbjahr von 112 im Vorjahr auf 99. Die durchschnittliche Größe der Mietverträge erhöhte sich im selben Zeitraum um 23 Prozent auf 663 m². Eine Sprecherin von JLL Nürnberg merkte an, dass die positive Entwicklung im ersten Halbjahr die anhaltende Nachfrage nach Büroflächen in Nürnberg belegt, insbesondere für moderne und zentral gelegene Objekte. Der Rückgang der Dynamik im zweiten Quartal wird als Indikator für eine Verknappung des Angebots in gefragten Lagen interpretiert.
Angebotslage und Leerstandsquoten
Die Entspannung der Angebotsknappheit gestaltet sich als begrenzt. Bis zum Ende des zweiten Quartals wurden zwar 56.700 m² an neuen Büroflächen fertiggestellt, was eine Verdreifachung gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 16.700 m² bedeutet. Ein wesentlicher Teil dieser Fertigstellungen, darunter Projekte in Lichtenreuth im südlichen Teilmarkt und ein Objekt auf dem Evangelischen Campus, sind jedoch für Eigennutzer vorgesehen. Aktuell befinden sich zusätzliche 65.400 m² Bürofläche in Nürnberg im Bau. Der Großteil hiervon, 29.200 m², konzentriert sich im Teilmarkt Innenstadtgürtel. Im Teilmarkt Norden sind es knapp 29.100 m².
Diese umfangreichen Fertigstellungen beeinflussen vorübergehend auch die Leerstandsquote. Im Jahresvergleich stieg diese von 8,0 Prozent auf 9,4 Prozent. Die Sprecherin von JLL Nürnberg prognostiziert jedoch, dass dieser Anstieg ein temporäres Phänomen sein wird, da eine sukzessive Absorption der modernen Flächen durch den Markt erwartet wird.
Mietpreisentwicklung und Ausblick
Die Spitzenmiete blieb mit 19,50 Euro pro Quadratmeter stabil auf dem Niveau des Vorjahres. Die gewichtete Durchschnittsmiete verzeichnete einen leichten Rückgang von 12,69 Euro im Vorjahr auf nunmehr 12,47 Euro. Für das Gesamtjahr 2026 wird ein Flächenumsatz von 100.000 m² sowie eine Spitzenmiete von 20,00 Euro pro Quadratmeter erwartet.




