Die Analyse des Logistik- und Industrieimmobilienmarktes in Nordrhein-Westfalen, basierend auf den Teilmärkten Düsseldorf, Köln und Ruhrgebiet, weist für das erste Halbjahr 2026 einen Gesamtflächenumsatz von 624.300 m² aus. Hiervon entfielen 578.400 m² auf Hallenflächen, was einem Anteil von 93 % entspricht. Der Hallenflächenumsatz übertraf den Vorjahreszeitraum (H1 2025: 461.400 m²) um 25 % beziehungsweise 117.000 m². Auch der 5-Jahresdurchschnitt von 462.766 m² wurde um 25 % überschritten, wodurch das erste Halbjahr 2026 als das zweitstärkste seit 2014 gelistet wird.
Die fünf größten Abschlüsse trugen zusammen 199.270 m² zum Gesamtflächenumsatz bei, was einem Anteil von 32 % entspricht. Diese umfassten Transaktionen von ID Logistics (70.000 m²) und Goodcang Logistics (41.920 m²) in Köln, sowie Cencora (34.460 m²), Goodcang Logistics (30.000 m²) und Blitz Distribution (22.890 m²) im Ruhrgebiet. Bülent Alemdag, Geschäftsführer der REALOGIS Immobilien Düsseldorf GmbH, äußert zum Ergebnis, dass die hohe Nachfrage auf die Verfügbarkeit von Bestandsflächen zurückzuführen sei, da breite Marktdynamik aktuell fehle.
Mietpreise und Flächenarten: Stabilität und Bestandsfokus
Die Mietpreise in Nordrhein-Westfalen blieben gegenüber dem Gesamtjahr 2025 und dem ersten Halbjahr 2025 stabil. Düsseldorf behauptete seine Position als teuerster Teilmarkt mit Spitzenmieten von 8,25 €/m² und Durchschnittsmieten von 7,00 €/m². In Köln lagen die Spitzenmieten bei 8,00 €/m² und die Durchschnittsmieten bei 6,85 €/m². Für das Ruhrgebiet wurden Spitzenmieten von 7,75 €/m² und Durchschnittsmieten von 6,50 €/m² verzeichnet.
Bezüglich der Flächenarten dominieren im ersten Halbjahr 2026 Bestandsimmobilien den Markt, auf die 494.740 m² entfielen, was 79 % des gesamten Flächenumsatzes ausmacht. Neubauten auf ehemaligen Brownfields erreichten 113.360 m² (18 %), während Neubauten auf der Grünen Wiese lediglich 16.200 m² (3 %) ausmachten. Eigennutzerabschlüsse wurden in diesem Zeitraum nicht verzeichnet.
Teilmärkte und Nutzergruppen: Ruhrgebiet führend
Das Ruhrgebiet manifestierte sich im ersten Halbjahr 2026 als der stärkste Teilmarkt und erreichte einen Umsatzanteil von 41 % beziehungsweise 255.500 m². Düsseldorf folgte mit 193.000 m² (31 %), während Köln 175.800 m² (28 %) verzeichnete. Während Köln und das Ruhrgebiet Zuwächse von 105 % beziehungsweise 29 % aufwiesen, verzeichnete Düsseldorf einen Rückgang um 11 %. Alle drei Teilmärkte liegen im Bereich des Hallenflächenumsatzes über ihren jeweiligen 5-Jahresdurchschnitten.
- —Logistik und Spedition stellten mit 367.800 m² (59 %) die größte Nutzergruppe dar.
- —Der Handel belegte mit 128.200 m² (21 %) den zweiten Rang, davon 83.200 m² aus dem E-Commerce.
- —Industrie und Produktion trugen mit 92.600 m² (15 %) zum Gesamtumsatz bei.
- —Sonstige Branchen beanspruchten 35.700 m² (5 %).
Großflächen dominierten die Abschlüsse; Objekte ab 10.001 m² machten 410.450 m² (66 %) des Gesamtflächenumsatzes aus. Flächen zwischen 5.001 m² und 10.000 m² beliefen sich auf 145.200 m². Abschlüsse in den Größenklassen 3.001 m² bis 5.000 m² und 1.000 m² bis 3.000 m² erreichten 32.700 m² respektive 31.550 m². Kleinstflächen unter 1.000 m² trugen 4.400 m² bei.




