Der Immobilienentwickler NORD PROJECT errichtet für eine Investitionssumme von 11 Millionen Euro ein Wohnbauprojekt in Barsinghausen bei Hannover. Das Vorhaben umfasst 44 geförderte Neubauwohnungen, die in den Bestand des Anbieters MMW NORD Wohnungsbau übergehen werden. Der Bau in der Wilhelm-Heß-Straße 11 und 11a hat nach Abschluss der Abbruch- und Tiefbauarbeiten, die im April 2026 begannen, offiziell mit einem Spatenstich begonnen. Die Fertigstellung ist für Mitte 2028 geplant.
Auf dem 2.934 Quadratmeter großen Grundstück, auf dem zwei Gebäude mit Wohnungen entstehen, befanden sich zuvor ein Mehrfamilienhaus, Garagen sowie eine LKW-Halle einer Spedition. Das Projekt sieht die Schaffung von 2.424 Quadratmetern Wohnfläche vor, deren Mieten dank öffentlicher Unterstützung preisgebunden bei 6,60 Euro beziehungsweise 8,10 Euro pro Quadratmeter liegen werden. Diese Preise unterschreiten die des frei finanzierten Wohnungsbaus in Barsinghausen um etwa 30 bis 40 Prozent. Zusätzlich werden rund 20 Stellplätze zur neuen Wohnanlage gehören.
Förderung und soziale Bedeutung
Die NBank unterstützt die MMW Nord Barsinghausen GmbH & Co. KG mit Fördermitteln in Form von Darlehen und Zuschüssen, um langfristig günstige Mieten in Barsinghausen zu ermöglichen. Im Rahmen des Spatenstichs hob der Vorstandsvorsitzende der NBank, Michael Kiesewetter, hervor, dass sein Haus auch Bauvorhaben in Mittelzentren und erweiterten Ballungsräumen finanziere, um günstige Mieten zu fördern. Er betonte, dass bezahlbares Wohnen für eine breite Gesellschaftsschicht relevant sei und geförderte Wohnungen zur sozialen Stabilität von Städten und Gemeinden beitragen, indem sie Menschen ermöglichen, in ihrem Umfeld zu bleiben. Eine Zusammenarbeit zwischen NBank und NORD PROJECT beziehungsweise MMW NORD existiert bereits bei neun geförderten Wohnungsbauprojekten in Niedersachsen.
Die neue Stadtbaurätin Daniela Catalán äußerte sich anlässlich des Spatenstichs erfreut über die städtebauliche Aufwertung einer vormals gewerblich genutzten Fläche durch bezahlbaren Wohnraum. Michaela Klank, Leiterin des Amtes für Planen und Bauen in Barsinghausen, unterstrich die Bedeutung der 44 Wohnungen zur Deckung des steigenden Bedarfs an erschwinglichem Wohnraum und zur vorausschauenden Reaktion auf zukünftige Entwicklungen, insbesondere wenn andere geförderte Wohnungen aus der Preisbindung fallen. Diese Maßnahmen sind erforderlich, da die Attraktivität Hannovers die Wohnkosten in der Region steigen lässt.
Langfristige Perspektiven und Mikrolage
Zum Jahresende 2025 waren in Barsinghausen laut des neuen Wohnraumversorgungskonzeptes insgesamt 302 preisgebundene Wohnungen vorhanden, was einem Anteil von 1,7 Prozent am gesamten Immobilienangebot und vier Prozent des Wohnungsbestands in Mehrfamilienhäusern entspricht. Durch die neue Anlage der MMW NORD erhöht sich die Anzahl preisgebundener Einheiten um mehr als ein Zehntel, was dem Rückgang des geförderten Wohnraums in den kommenden Jahren entgegenwirkt. Stadtbaurätin Catalán betonte die weitere Unterstützung der Stadt für solche Projekte und hob hervor, dass die Mikrolage innerhalb der Stadt stimmen muss, damit die zukünftigen Bewohner die Vorzüge des städtischen Lebens gut erreichen können.
- —Die Mietbindung der Wohnungen ist für 30 Jahre gesichert.
- —Mieterhöhungen sind innerhalb dieser Frist nur in festgelegten gesetzlichen Grenzen zulässig.
- —Die Wohnungen richten sich an Haushalte der niedrigen und mittleren Einkommensgruppe.
- —Sie werden zwei bis vier Zimmer sowie einen Balkon umfassen und unterschiedlichen Generationen Platz bieten.
Gerrit M. Ernst, Geschäftsführer der NORD PROJECT, erwähnte in seiner Spatenstich-Rede, dass die Mischung aus Familien, Singles und älteren Menschen ein lebendiges Areal ermöglichen soll. Die Vermietung beginnt im Jahr 2028, wobei der genaue Bezugstermin und die Regelungen zur Wohnungsvergabe voraussichtlich Ende 2027 in Abstimmung mit dem Wohnungsamt der Stadt Barsinghausen bekannt gegeben werden. Das Bauvorhaben wird vom Generalunternehmer Nordis aus Seelze umgesetzt. Dessen Geschäftsführer Alexey Kusmin hob den sozialen Nutzen der Immobilie und die Errichtung eines energieeffizienten Gebäudes hervor.













