Die Billebogen Entwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG (BBEG), eine Konzerngesellschaft der HafenCity Hamburg GmbH, hat ein zentral gelegenes Grundstück im Quartier Neuer Huckepackbahnhof ausgeschrieben. Ziel ist die Errichtung einer modernen Multifunktionsarena durch einen privaten Bauherren. Dieses Vorhaben zielt darauf ab, die regionale Infrastruktur für Sport- und Kulturveranstaltungen zu erweitern und einem Hamburger Profisportverein eine größere Heimspielstätte zu bieten.
Andy Grote, Senator für Inneres und Sport, betonte die Bedeutung des Projekts für Hamburg. Er hob hervor, dass die Arena einen attraktiven neuen Ort für das Live-Erleben von Sport und Kultur schaffen soll und insbesondere dazu beitragen könnte, den Hamburg Towers eine größere Spielstätte zu ermöglichen. Dies würde die positive Entwicklung des Basketballsports in Hamburg unterstützen.
Standort und Nutzungskonzept
Der Neue Huckepackbahnhof erstreckt sich über eine Fläche von elf Hektar entlang der Billhorner Brückenstraße, einer der Hauptmagistralen Hamburgs. Die Lage zeichnet sich durch die unmittelbare Nähe zur Innenstadt sowie zu dynamischen Stadtentwicklungsgebieten wie der HafenCity, dem Grasbrook, dem Stadteingang Elbbrücken und dem Billebecken aus. Die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel ist gegeben; zusätzlich ist eine zentrale Quartiersgarage mit etwa 1.000 Stellplätzen als öffentliches Parkhaus für das gesamte Quartier geplant, um den lokalen PKW-Verkehr aufzunehmen.
Dr. Andreas Kleinau, Vorsitzender der Billebogen Entwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG, bezeichnete den Neuen Huckepackbahnhof als ein 24-Stunden-Quartier. Tagsüber sollen moderne, urbane Arbeitswelten dominieren, während abends und am Wochenende Sport, Freizeit und Kultur in den Vordergrund treten. Eine Marktanalyse für die Arena 2025 habe diesen Ansatz bestätigt und ein deutliches Marktinteresse am Standort sowie an der Umsetzung des Projekts gezeigt.
- —Der künftige Betreiber muss die Arena an circa 25 Tagen pro Jahr einem Hamburger Profisportverein für Liga- und Pokalspiele zur Verfügung stellen.
- —Ergänzende Nutzungen aus Sport, Kultur oder Gewerbe sind in der Mantelbebauung und angrenzenden Baufeldern je nach Konzept möglich.
- —Die Arena ist gemäß den Standards der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen (DGNB) mit der Sonderauszeichnung Umweltzeichen zu zertifizieren, mit Fokus auf CO2-Emissionsreduktion und erneuerbare Energien.
- —Das Projekt beinhaltet Vorgaben zur barrierefreien Gebäudenutzung.
Die BBEG ist für die verkehrliche Erschließung des Grundstücks und den Anschluss an Versorgungsnetze verantwortlich. Als Eigentümerin des von der Stadt übertragenen Grundstücks begleitet sie den Bewerbungsprozess. Die Anhandgabe, eine Exklusivitätsvereinbarung, ist für Ende 2026 vorgesehen. Ein Baubeginn für die Arena könnte Ende der 2020er-Jahre erfolgen, die Betriebsaufnahme ist für Anfang der 2030er-Jahre terminiert.
Neben der Erreichbarkeit bietet das Quartier hohe Lagequalitäten. Ein neuer Grünzug, der von der Binnenalster bis zum Park Entenwerder reicht, wird hochwertige Erholungs- und Freizeitflächen schaffen. Diese können im direkten Umfeld der Arena auch für Sportaktivitäten und Events genutzt werden. Die städtische Investition in den Neuen Huckepackbahnhof unterstreicht das Bestreben Hamburgs, moderne urbane Entwicklungen mit hochwertigen Freizeitmöglichkeiten zu verknüpfen.




