Marktanalyse··3 min

Marktbericht analysiert Betriebskosten und ESG-Potenziale in der Logistikimmobilienbranche

Der aktuelle „NEO Logistics Impact Report 2025/26“ der BAUAKADEMIE Unternehmensgruppe beleuchtet die steigenden Betriebskosten und identifiziert signifikante Nachhaltigkeitslücken in deutschen Logistikimmobilien.

Marktbericht analysiert Betriebskosten und ESG-Potenziale in der Logistikimmobilienbranche

Die BAUAKADEMIE Unternehmensgruppe hat in Zusammenarbeit mit der Berliner Hochschule für Technik den „NEO Logistics Impact Report 2025/26“ vorgestellt. Diese Analyse untersucht die Kostenstrukturen und ESG-relevanten Parameter von approximately 250 Logistikimmobilien in Deutschland. Der Bericht dokumentiert die Entwicklung der Betriebskosten in den letzten Jahren und legt gleichzeitig Defizite in den Bereichen nachhaltige Wärme- und Stromversorgung, Photovoltaik-Ausbau sowie Emissionsreduktion offen. Die Untersuchung legt den Fokus auf aktuelle Kennzahlen zu Kosten, Energieverbrauch und Nachhaltigkeit innerhalb des deutschen Logistikimmobiliensektors.

Für die Erstellung des Reports wurden rund 250 Logistikhallen mit einer Brutto-Grundfläche von insgesamt circa 9 Millionen Quadratmetern analysiert. Die Datengrundlage stammt aus dem Jahr 2024 und wurde durch indexgestützte Hochrechnungen für das Jahr 2025 ergänzt. Datenlieferanten waren 30 verschiedene Unternehmen. Andreas Kühne, Sprecher der Geschäftsführung der BAUAKADEMIE Unternehmensgruppe, betonte hierbei die Schaffung von Transparenz und die Bereitstellung von Orientierungswerten für Nebenkosten und ESG-Kriterien für alle Marktteilnehmer.

Die Erhebung basierte auf der Befragung von Investoren, Mietern und Selbstnutzern von Logistikimmobilien. Ein Großteil der betrachteten Objekte, nämlich 187 Hallen beziehungsweise 7,3 Millionen Quadratmeter Brutto-Grundfläche, wurden von Investoren bereitgestellt. Dies führte dazu, dass der Kostenbericht primär die Perspektive der Investoren abbildet. Daten von Mietern und Selbstnutzern fließen in ausgewählten, geeigneten Kennzahlen zusammen.

Entwicklungen bei Betriebskosten und Nachhaltigkeit

Der Marktbericht verzeichnet eine kontinuierliche Steigerung der Betriebskosten. Bei den von Investoren gehaltenen Hallen stiegen diese von 2023 auf 2024 um 4,7 Prozent auf durchschnittlich 11,50 Euro pro Quadratmeter Brutto-Grundfläche pro Jahr. Die nicht umlagefähigen Betriebskosten, welche die Rendite der Investoren direkt beeinflussen, beliefen sich auf 1,80 Euro pro Quadratmeter Brutto-Grundfläche pro Jahr. Bei einem Großteil der Immobilien, 87 Prozent, die wiederholt in die Erhebung einbezogen wurden, waren die Kosten moderat oder deutlich erhöht, während sie bei 13 Prozent aktiv reduziert werden konnten. Für den Zeitraum von 2024 auf 2025 prognostizieren die Autoren einen weiteren Anstieg der Betriebskosten für die Investorenhallen um 4,1 Prozent auf 11,97 Euro pro Quadratmeter Brutto-Grundfläche pro Jahr.

Innerhalb der Betriebskosten wurde der signifikanteste Anstieg bei den Instandhaltungsausgaben registriert, die von 2023 auf 2024 um etwa 9 Prozent zunahmen. Dies wird unter anderem auf steigende Material- und Lohnkosten im Kontext der Inflation zurückgeführt. Gleichzeitig erhöhten sich die Aufwendungen für Versicherungen um circa 8 Prozent, was möglicherweise durch die gestiegene Frequenz von Naturereignissen und das damit verbundene erhöhte Versicherungsrisiko bedingt ist. Darüber hinaus beeinflussen Trends im Nutzerverhalten und im Management die ermittelten Werte.

Hinsichtlich der Nachhaltigkeit identifiziert der Report erhebliche Entwicklungspotenziale insbesondere bei der Wärme- und Stromversorgung. 94 Prozent der Datenlieferanten decken ihren Wärmebedarf mittels fossiler Brennstoffe. Im Investorensegment nutzen lediglich 13 Prozent selbst erzeugten Strom aus erneuerbaren Quellen, weitere 15 Prozent beziehen Ökostrom. Der Großteil, 60 Prozent, verwendet den konventionellen deutschen Strommix. Eine bemerkenswerte Feststellung ist, dass 60 Prozent der Investorenhallen nicht mit Photovoltaikanlagen ausgerüstet sind, wobei 39 Prozent dieser Objekte jünger als fünf Jahre sind.

Die durchschnittlichen CO2-Emissionen der untersuchten Immobilien betragen 14 Kilogramm pro Quadratmeter Brutto-Grundfläche pro Jahr. Dieser Mittelwert sowie die Emissionen von 48 Prozent der einzelnen Hallen überschreiten die Zielvorgaben des CRREM-Pfads (Carbon Risk Real Estate Monitor), welcher die maximalen Emissionswerte definiert, die zur Erreichung der Klimaziele des Pariser Abkommens einzuhalten sind. Andreas Kühne hob hervor, dass jüngere Bestandsimmobilien energieeffizienter sind, der Report jedoch das noch vorhandene Potenzial für Nachhaltigkeit durch Ausbau von Photovoltaik, Umstieg auf erneuerbare Energiequellen und Modernisierung von Heizsystemen aufzeige. Der Bestand sei somit ein zentraler Schauplatz der Energiewende in der Logistik.

Ein Expertenbeirat, bestehend aus Vertretern aller Wertschöpfungsstufen von der Planung über die Errichtung, Finanzierung, Vermietung, Nutzung bis zum Betrieb, begleitet den Aufbau des Benchmarks und die Interpretation der Ergebnisse. Zu den aktuellen Mitgliedern des Beirats zählen Vertreter von Fabrikon, FIEGE, KÜBLER, SICORE Real Assets, SPIE, Tattersall Lorenz und WISAG. Eine gezielte Erweiterung des Gremiums ist vorgesehen.

Auf der Suche
nach einem
Immobilienmakler?

Michael Freitag — Gründer FREITAG® Immobilien
Michael Freitag
Gründer der FREITAG® Immobilien GmbH
Über 15 Jahre Erfahrung in Bayern & Umland
— FREITAG Immobilien

Ihr diskreter Partner für institutionelle Transaktionen im DACH-Raum.

Als Premium-Immobilienkanzlei mit Sitz in München begleiten wir Investoren, Family Offices, Bauträger und Bestandshalter bei Ankauf, Verkauf und Bewertung von Wohn-, Zins- und Gewerbeobjekten — vertraulich, marktnah und auf Augenhöhe.

3.600+
Gemeinden im Marktradar
48 h
Erst­einschätzung Ihres Objekts
Off-Market
Diskreter Käuferkreis
DACH
DE · AT · CH
— Vertraulicher Kontakt

Sprechen wir über Ihr Portfolio.

Ankaufsprofile, Off-Market-Opportunitäten, Bewertungen oder Projektentwicklungs-Anfragen — wir antworten persönlich innerhalb von 24 Stunden, NDA selbstverständlich.

Telefon
+49 (0) 89 158 90 140
E-Mail
E-Mail anzeigen
Sitz
München