Die LEG Immobilien SE hat für das erste Halbjahr des Jahres 2026 ein solides Geschäftsergebnis vorgelegt. Infolgedessen bestätigt das Unternehmen seine prognostizierten Zielvorgaben für das Gesamtjahr. Diese Entwicklung wird maßgeblich durch eine anhaltend hohe Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum in den Kernmärkten der LEG sowie durch die operative Effizienz des Unternehmens getragen.
Lars von Lackum, Vorstandsvorsitzender der LEG Immobilien SE, äußerte sich zufrieden mit der Unternehmensperformance und betonte, dass die LEG trotz des komplexen wirtschaftlichen und geopolitischen Umfelds eine konstant gute Leistung zeige. Er führte aus, dass die positive Entwicklung der operativen und finanziellen Kennzahlen darauf hinweist, dass das cash-orientierte Steuerungsmodell des Unternehmens wie geplant funktioniere. Weiterhin hob von Lackum hervor, dass der Adjusted Funds From Operations (AFFO) trotz vorgezogener Investitionen im Plan liege, was die Qualität der Erträge unterstreiche. Die Unternehmensstrategie der LEG, die auf bezahlbaren Wohnraum mit strukturellem Nachfrageüberhang, kontinuierliche operative Cash-Generierung und disziplinierte Kapitalallokation fokussiert sei, bleibe bestehen. Akquisitionen oder organisches Wachstum würden nur angestrebt, wenn diese eine höhere Wertsteigerung als die Kapitalrückführung an die Aktionäre versprächen.
Operative Entwicklung und Finanzkennzahlen
Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum in den LEG-Märkten verzeichnete weiterhin ein hohes Niveau. Die Ist-Miete auf vergleichbarer Fläche im Gesamtbestand stieg im ersten Halbjahr 2026 um 3,7 Prozent auf 7,21 Euro pro Quadratmeter, gegenüber 6,96 Euro im ersten Halbjahr 2025. Die durchschnittliche Kaltmiete einer LEG-Wohnung liegt weiterhin im Segment des bezahlbaren Wohnens, mit einer monatlichen Durchschnittsmiete von circa 450 Euro. Dies unterstreicht das Engagement der LEG, Wohnraum für mittlere und kleinere Einkommen bereitzustellen.
Die EPRA-Leerstandsquote auf vergleichbarer Fläche reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20 Basispunkte auf 2,3 Prozent, was die hohe Nachfrage und die effiziente Vermietungsarbeit widerspiegelt. Der Bestand ist damit nahezu vollvermietet. Die bereinigte EBITDA-Marge lag bei 77,8 Prozent, was die Ertragskraft der LEG-Bewirtschaftungsplattform bestätigt.
- —AFFO im ersten Halbjahr 2026: 110,5 Millionen Euro (H1-2025: 126,6 Millionen Euro)
- —Investitionen im ersten Halbjahr 2026: 202 Millionen Euro (H1-2025: 184,4 Millionen Euro)
- —FFO I im ersten Halbjahr 2026: 230,5 Millionen Euro (H1-2025: 241,2 Millionen Euro)
- —Bereinigtes EBITDA im ersten Halbjahr 2026: 368,1 Millionen Euro (H1-2025: 360,0 Millionen Euro)
Der Rückgang des AFFO gegenüber dem Vorjahreszeitraum resultiert aus der bewussten Verstetigung der Investitionen. Die LEG erwartet ein stärkeres zweites Halbjahr, bedingt durch planmäßige Investitionsverlagerungen und höhere Fördermittel. Dr. Kathrin Köhling, CFO der LEG Immobilien SE, bekräftigte, dass die LEG Investitionen stets nach operativer und strategischer Notwendigkeit sowie finanzrationalen Gesichtspunkten tätige. Sie hob zudem die Verpflichtung zum Abbau des Verschuldungsgrads auf rund 45 Prozent hervor und unterstrich die Priorität einer attraktiven und nachhaltigen Dividende als etablierter Dividendentitel.
Stabile Bilanz und Portfolioentwicklung
Die Bilanz der LEG erweist sich auch in volatilen Marktphasen als stabil. Der Loan-to-Value (LTV) sank zum 30. Juni 2026 auf 45,5 Prozent, eine Reduktion um 130 Basispunkte gegenüber dem Jahresende 2025 (46,8 Prozent). Damit nähert sich der LTV der Zielvorgabe von etwa 45 Prozent für das Gesamtjahr 2026. Obwohl ein temporärer Anstieg des LTV im dritten Quartal aufgrund der Dividendenzahlung erwartet wird, hält das Unternehmen an seinem Jahresziel fest. Die durchschnittlichen Finanzierungskosten beliefen sich zum 30. Juni 2026 auf 1,82 Prozent bei einer Restlaufzeit der Verbindlichkeiten von 5,7 Jahren. Eine Eigenkapitalquote von 42,4 Prozent und ein solides Investment-Grade-Rating (Moody’s Baa2, Ausblick positiv) untermauern die robuste Finanzierungsposition der LEG. Eine turnusmäßige Neubewertung des Wohnungsportfolios zum 30. Juni 2026 zeigte ein Bewertungsergebnis von +0,7 Prozent, was eine Stabilisierung der Immobilienwerte signalisiert und den Erwartungen entspricht.




