Die LEG Immobilien SE hat einen erfolgreichen Start in das Geschäftsjahr 2026 zu verzeichnen und bekräftigt die zuvor prognostizierten Zielwerte für das gesamte Jahr. Die Ergebnisse des ersten Quartals 2026 sind maßgeblich durch eine fortgesetzt hohe Nachfrage nach Wohnraum im Segment des bezahlbaren Wohnens in den Kernmärkten des Unternehmens gekennzeichnet. Dies führte zu einer Steigerung der Mieten auf vergleichbarer Fläche um 3,7 Prozent. Die EPRA-Leerstandsquote blieb mit 2,4 Prozent auf einem niedrigen Niveau. Die operative Profitabilität des Unternehmens unterstreicht die bereinigte EBITDA-Marge, die sich auf 77,4 Prozent erhöhte. Der Loan-to-Value (LTV) erreichte 46,2 Prozent und befindet sich damit im Einklang mit dem angestrebten Zielwert von etwa 45 Prozent bis zum Jahresende 2026. Die wesentliche Ertragskennzahl AFFO (Adjusted Funds From Operations) lag bei 58,6 Millionen Euro, was ebenfalls die Prognose für das Gesamtjahr stützt.
Lars von Lackum, der namentlich erwähnt wird, äußerte sich positiv zum Jahresauftakt. Er betonte, dass der erfolgreiche Start trotz eines volatilen Marktumfeldes gelang und die Guidance für das Gesamtjahr 2026 vollumfänglich bestätigt werden kann. In Zeiten geopolitischer und wirtschaftlicher Unsicherheiten hebt er die Robustheit des Geschäftsmodells und die positiven Ertragsperspektiven hervor. Dies führe er auf eine konsequente Cash-orientierte Unternehmenssteuerung, solide Finanzen und das Engagement des LEG-Teams zurück.
Operative Performance und Mietentwicklung
Die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum in den Märkten der LEG bleibt weiterhin hoch. Im ersten Quartal 2026 stieg die Ist-Miete auf vergleichbarer Fläche im Gesamtbestand um 3,7 Prozent auf 7,15 Euro pro Quadratmeter, gegenüber 6,90 Euro im ersten Quartal 2025. Im frei-finanzierten Segment erhöhte sich die Miete um 3,8 Prozent auf 7,50 Euro pro Quadratmeter. Eine regelmäßige Anpassung der sogenannten Kostenmieten im geförderten Segment, die alle drei Jahre vorgenommen wird, trug hierbei mit 50 Basispunkten zum Mietwachstum bei. Eine typische LEG-Wohnung mit einer Fläche von circa 63 Quadratmetern erfordert durchschnittlich eine Monatsmiete von rund 450 Euro, was das Engagement der LEG für die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum für Haushalte mit geringem bis mittlerem Einkommen unterstreicht. Die Vermietungsleistung wurde stabil auf einem hohen Niveau gehalten, die EPRA-Leerstandsquote betrug auf vergleichbarer Fläche 2,4 Prozent.
Die operative Effizienz verbesserte sich ebenfalls, was sich in einer Steigerung der bereinigten EBITDA-Marge um 180 Basispunkte auf 77,4 Prozent manifestiert. Durch die fortlaufende Optimierung und Digitalisierung der Bewirtschaftungsplattform steigert das Unternehmen nicht nur seine Effizienz, sondern auch die Servicequalität für seine Kunden. Dieses Engagement wurde durch Auszeichnungen bei einem Mieteranalyse-Benchmark-Event von AktivBo gewürdigt. Die LEG wurde in den Kategorien „Größte Verbesserung Serviceindex“ sowie „Größte Verbesserung Image“ prämiert. Diese Auszeichnungen basieren auf dem Votum der Mieter und dienen dem Unternehmen als Anreiz für weitere Qualitätsverbesserungen im Wohn- und Servicebereich.
Finanzierungsstruktur und Bilanzstabilität
Die Bilanz der LEG erweist sich auch im aktuellen Marktumfeld als stabil. Der Loan-to-Value (LTV) reduzierte sich zum 31. März 2026 um 60 Basispunkte gegenüber dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2025 auf 46,2 Prozent. Damit wird der Zielwert für 2026 von etwa 45 Prozent angestrebt. Die durchschnittlichen Finanzierungskosten beliefen sich zum 31. März 2026 auf 1,80 Prozent, bei einer durchschnittlichen Restlaufzeit der Verbindlichkeiten von 5,8 Jahren. Die Liquidität des Unternehmens ist weiterhin hoch, mit Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten von über 500 Millionen Euro sowie ungenutzten Kreditlinien von 750 Millionen Euro am Quartalsende. Mit einem Zinsdeckungsgrad (ICR) von 4,2x und einer Zinssicherungsquote (Hedging Ratio) von rund 98 Prozent ist das Unternehmen robust gegenüber Zinsvolatilität aufgestellt. Alle Fälligkeiten für das Jahr 2026 sind bereits geplant, die nächste größere Fälligkeit einer 500-Millionen-Euro-Anleihe datiert auf November 2027. Das solide Investment-Grade-Rating (Moody’s: Baa2, positiver Ausblick) unterstreicht die starke Finanzierungsposition der LEG.
Der AFFO im ersten Quartal 2026 betrug 58,6 Millionen Euro, was 5,9 Prozent unter dem Vorjahreswert von 62,3 Millionen Euro lag. Dies erklärt sich durch eine bewusste Strategie zur Verstetigung der Investitionen über das Geschäftsjahr 2026. Die bereinigten Investitionen stiegen um 17,4 Prozent auf 8,82 Euro pro Quadratmeter im Vergleich zum Vorjahresquartal (7,51 Euro pro Quadratmeter im Q1 2025). Diese Verlagerung von Ausgaben für Modernisierung und Instandhaltung in das erste Quartal zielt auf eine gleichmäßigere Auslastung der internen Teams und externen Partnerbetriebe ab. Trotz der Belastung des AFFO im ersten Quartal wird dieser Effekt für das Gesamtjahr als neutral bewertet und steht im Einklang mit der Prognose für 2026. Der operative Cashflow stieg deutlich um 14,5 Prozent auf 126,3 Millionen Euro, was die operative Stärke des Unternehmens trotz höherer Investitionen belegt. Der FFO I lag mit 114,7 Millionen Euro leicht über dem Vorjahresquartal von 114,3 Millionen Euro.
Der EPRA-NTA pro Aktie verblieb zum 31. März 2026 nahezu unverändert bei 138,29 Euro (gegenüber 137,14 Euro pro Aktie am 31. Dezember 2025). Eine turnusmäßige Portfoliobewertung ist für den 30. Juni vorgesehen, für das erste Halbjahr 2026 wird ein leicht positives Bewertungsergebnis von bis zu +1,0 Prozent erwartet.




