Landmarken übergibt Rechenzentrum der Finanzverwaltung NRW an das Land
Das Land Nordrhein-Westfalen hat das neue Rechenzentrum der Finanzverwaltung in Kaarst von der Landmarken AG erworben und sichert sich damit strategische Infrastruktur.

Die Landmarken AG hat das neue Rechenzentrum der Finanzverwaltung (RZF) des Landes Nordrhein-Westfalen in Kaarst bei Düsseldorf an den Auftraggeber übergeben. Das Land NRW erwarb das Ensemble im Februar und sichert sich damit wichtige öffentliche Infrastruktur. Ursprünglich war ein 20-Jahres-Mietvertrag mit Verlängerungsoption vorgesehen; durch den Kauf geht die Liegenschaft nun in das Eigentum des Landes über.
Ensemble mit umfassender Ausstattung
Das Neubauensemble umfasst rund 37.000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche und entstand in Zusammenarbeit mit den Generalunternehmern ZECH Bau und ICT Facilities. Der Entwurf stammt von agn Niederberghaus & Partner. Neben dem Rechenzentrum selbst bietet das Ensemble Flächen für Büro- und Besprechungsräume, Lager und Werkstätten, eine Druckerei und eine Kantine. Rund 1.000 Mitarbeitende der Finanzverwaltung finden hier Arbeitsplätze vor. Die Infrastruktur umfasst etwa 370 Pkw-Stellplätze in einem Parkhaus, einen Außenparkbereich, E-Ladeplätze für Dienstfahrzeuge und über 250 Fahrradstellplätze.
Nachhaltigkeit und CO2-Neutralität
Das Projekt zeichnet sich durch besondere Nachhaltigkeitsstandards aus. Abgesehen von wenigen Spitzenlasten wird das Ensemble CO2-neutral betrieben. Dies wird durch mehrere Maßnahmen erreicht: Der Einsatz von Geothermie versorgt das Gebäude mit Wärme und Kälte, eine Photovoltaik-Anlage auf den Dächern erzeugt Strom. Der Betrieb erfolgt über Wärmepumpen, zudem wird Abwärme aus dem Rechenzentrum genutzt. Damit trägt das Projekt wesentlich zum Ziel des Landes bei, bis 2030 eine bilanziell klimaneutrale Landesverwaltung zu erreichen.
Der internationale Gebäudedienstleister SPIE wurde für den Betrieb des Ensembles verpflichtet. Der Probebetrieb des Rechenzentrums läuft bereits. Das Projekt wurde nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit pünktlich fertiggestellt und im Kostenrahmen realisiert.
Nils Perpeet, Head of Commercial Development bei Landmarken, betont, dass solche Großprojekte ein gemeinsamer Weg über viele Jahre seien und dass dieses Projekt beispielhaft zeige, wie durch enge Kooperation und Vertrauen langfristig tragfähige Lösungen entstehen. Henrik Bettenworth, für den Bau verantwortliches Mitglied der Landmarken-Geschäftsleitung, unterstreicht, dass mit verlässlichen Partnern und Zusammenarbeit auf Augenhöhe gezeigt worden sei, dass Projekte dieser Größenordnung für die öffentliche Hand zuverlässig, in hoher Qualität und termingerecht realisiert werden können.
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