Die Landmarken AG hat im Rahmen der Projektentwicklung „Arbeitswelten am Prager Ring“ in Aachen rund 5.500 Quadratmeter Bürofläche an Ericsson übergeben. Ericsson plant, diese Flächen für sein Eurolab zu nutzen, welches im kommenden Jahr seinen Standort von Herzogenrath nach Aachen verlagert. Die Übergabe markiert einen wesentlichen Schritt für den Technologiekonzern, der nun den Innenausbau der angemieteten Bereiche selbst verantwortet.
Der nachhaltige Büroneubau, dessen Fertigstellung noch in diesem Jahr erfolgt, umfasst insgesamt knapp 9.000 Quadratmeter Büro- und Kommunikationsflächen. Die Realisierung dieses Projekts verdeutlicht die Bedeutung regionaler Kooperationen. Der Generalunternehmer Schlun aus Gangelt gewährleistet den planmäßigen Baufortschritt. Die Fassadengestaltung beinhaltet die Verbauung von nahezu 250 Vollfertigteilen des Aachener Unternehmens Nesseler. Ein bemerkenswerter Aspekt der Konstruktion ist die Anwendung des ersten rezyklierbaren Wärmedämm-Verbundsystems von Saint-Gobain Weber an den Giebelwänden, welches eine sortenreine Trennung und Wiederverwertung der Bestandteile nach dem Rückbau ermöglicht.
Nachhaltigkeit und moderne Arbeitskonzepte
Der Entwurf des Neubaus stammt vom Aachener Büro pbs Architekten und orientiert sich an aktuellen Nachhaltigkeitsstandards sowie arbeitsergonomischen Erkenntnissen. Die Energieversorgung des Gebäudes erfolgt effizient mittels Wärmepumpen und einer Photovoltaikanlage auf dem begrünten Dach. Ergänzt wird dies durch eine Betonkerntemperierung, die den Beton als Speicher für Wärme und Kälte nutzt, niedrige Vorlauftemperaturen ermöglicht und ein ausgewogenes Raumklima schafft. Das Gebäude entspricht dem BEG-55-Standard und wird eine LEED-Zertifizierung in Gold für ökologisches Bauen erhalten.
Anna Wetekam, Manager Site Operations bei Ericsson, betonte die Bedeutung des neuen Standorts: Sie erklärte, dass das Gebäude optimale Voraussetzungen für modernes, kollaboratives und hybrides Arbeiten biete und einen Ort schaffe, an dem Innovation und Zusammenarbeit gedeihen könnten. Die nachhaltige Arbeitsumgebung entspreche den unternehmensweiten Nachhaltigkeitszielen und mache das Eurolab zu einem Leuchtturmprojekt innerhalb des Ericsson-Konzerns für neue hybride Workplace-Modelle. Das Eurolab beschäftigt etwa 500 hochqualifizierte Mitarbeitende, darunter Experten für Softwareentwicklung, Cybersicherheit, Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen, denen das Gebäude eine moderne Forschungs- und Arbeitsumgebung bietet.
Über die Arbeitsbereiche hinaus offeriert das Gebäude eine hohe Aufenthaltsqualität durch eine Dachterrasse, einen Innenhof und ein großzügiges Foyer. Für Pendler, die das Fahrrad bevorzugen, stehen 138 Stellplätze sowie Duschen im Erdgeschoss zur Verfügung. Elf Ladeplätze für Elektrofahrzeuge sind ebenfalls vorhanden. Eine Besonderheit stellt die „Living Wall“ dar, eine vollständig begrünte Wand an der Fassade zum Prager Ring hin. Nils Perpeet, Head of Commercial Development bei Landmarken, wies darauf hin, dass noch rund 3.400 Quadratmeter Flächen verfügbar sind und Gespräche mit weiteren Interessenten laufen.




