Ein geplantes nationales Vermieterregister in England könnte laut Propertymark den administrativen Aufwand und die Kosten erhöhen, ohne die Immobilienstandards zu verbessern. Die Datenbank, deren Einführung für das laufende Jahr unter dem Renters' Rights Act vorgesehen ist, wird private Vermieter dazu verpflichten, persönliche Daten und Informationen zu einzelnen Immobilien zu registrieren.
Propertymark weist darauf hin, dass es in England und Wales bereits über 40 Lizenz- und Registrierungssysteme gibt, die von lokalen Behörden betrieben werden. Dazu gehören Initiativen wie das Selective Licensing für private Mietobjekte in bestimmten Gebieten, das von der jeweiligen Gemeinde als notwendig erachtet wird, um Probleme wie Antizentralverhalten, hohe Mieterfluktuation oder schlechte Immobilienverwaltung zu bekämpfen.
Bestehende Regelungen und zusätzliche Belastung
Die Organisation betonte, dass viele der vorgeschlagenen Anforderungen, die im neuen landesweiten Register enthalten sein werden, bereits durch bestehende Regelungen abgedeckt sind. Die Sorge ist, dass eine weitere Schicht der Bürokratie eingeführt wird, die wenig zusätzlichen Nutzen bringt, aber Vermieter und Verwalter mit doppelten Registrierungen und Gebühren belastet.
Timothy Douglas, Leiter der Politik bei Propertymark, äußerte sich zu der Situation: "Wir unterstützen die Notwendigkeit, lokale Behörden besser in die Lage zu versetzen, Verstöße von Vermietern durchzusetzen und gegen sie vorzugehen, aber es gibt bereits eine Reihe von Lizenz- und Registrierungssystemen, die eine breite Palette von Daten von Vermietern und Immobilien sammeln." Er wies darauf hin, dass die bestehenden Systeme bereits wesentliche Informationen erfassen, die ein neues Register lediglich wiederholen würde.
Der Verband fordert stattdessen eine Optimierung und bessere Durchsetzung der bereits vorhandenen Vorschriften, anstatt neue, potenziell redundante Systeme zu schaffen. Dies würde nicht nur die Effizienz steigern, sondern auch die finanzielle Belastung für Vermieter und letztlich auch für Mieter minimieren.
Auswirkungen auf den Mietmarkt
Eine unnötige Erhöhung der Betriebskosten für Vermieter könnte zu einer Verringerung des Angebots auf dem Mietmarkt führen, da einige Vermieter sich möglicherweise entscheiden, aus dem Sektor auszusteigen. Dies könnte in der Folge die Mieten steigen lassen und die Verfügbarkeit von Mietwohnungen weiter einschränken, insbesondere in Gebieten, in denen die Nachfrage ohnehin schon hoch ist.
- —Mehr als 40 lokale Lizenz- und Registrierungssysteme sind bereits in England und Wales aktiv.
- —Das geplante Register könnte zu doppelten Registrierungen und Gebühren führen.
- —Propertymark plädiert für die Optimierung bestehender Systeme anstatt für die Einführung neuer, redundanter Datenbanken.
- —Es besteht die Gefahr, dass Vermieter aufgrund erhöhter Kosten den Markt verlassen, was das Mietangebot reduzieren könnte.




