In Krefeld erhielt das historische Kesselhaus des ehemaligen Landesjugendheims im Campus Fichtenhain eine neue Funktion als Eventlocation „Kesselwerk 1954“. Nach einem über 50-jährigen Leerstand wurde das denkmalgeschützte Gebäude einer umfassenden Sanierung unterzogen, um eine multifunktionale Nutzung zu ermöglichen. Dieses Projekt demonstriert die Potenziale einer nachhaltigen Umnutzung historischer Bausubstanz zur Schaffung neuer wirtschaftlicher Impulse.
Eckart Preen, Wirtschaftsdezernent und Leiter von KREFELD BUSINESS, betonte die Bedeutung des „Kesselwerks“ als außergewöhnlichen Ort für Veranstaltungen und die wirtschaftliche Vernetzung. Er hob hervor, dass das Vorhaben das Potenzial der Revitalisierung bestehender Gebäude sowie deren positive Auswirkungen auf den Wirtschaftsstandort unterstreicht.
Herausforderungen und Realisierung der Entwicklung
Das ursprünglich für die Energieversorgung des Landesjugendheims errichtete Gebäude stand für viele Jahre leer. Die Entwicklung galt aufgrund des Denkmalschutzes sowie des erheblichen baulichen Sanierungsbedarfs als komplex und war mit wirtschaftlichen Risiken verbunden. Dr. Jan Schröder, Bauingenieur und Geschäftsführer der Kesselwerk 1954 GmbH & Co. KG, erkannte gemeinsam mit seinen Geschäftspartnern Max und Benedictus Lingens das Potenzial und erarbeitete ein tragfähiges Nutzungskonzept. Die Projektinitiatoren finanzierten das Vorhaben eigenständig und realisierten es mit persönlichem Engagement. Das Grundstück erwarben Dr. Schröder und seine Geschäftspartner von der GGK Grundstücksgesellschaft der Stadt Krefeld mbH & Co.KG, einer Tochtergesellschaft der Dachmarke KREFELD BUSINESS.
Die Akteure von KREFELD BUSINESS, insbesondere die GGK und die Wirtschaftsförderung Krefeld mbH, nahmen während des Entwicklungsprozesses eine wichtige Rolle ein. Sie begleiteten das Vorhaben, koordinierten Kontakte und unterstützten bei der Abstimmung mit Verwaltung und Behörden. Dies trug zur effizienten Gestaltung der Genehmigungsprozesse und zur Beschleunigung der Umsetzung bei.
Laut Dr. Jan Schröder war es ein zentrales Anliegen, den originalen Charakter des Gebäudes zu bewahren. Zahlreiche Elemente der denkmalgeschützten Industriearchitektur wurden daher restauriert und in das neue Raumkonzept integriert. Die Kombination aus historischer Substanz und moderner Veranstaltungs- sowie Medientechnik prägt den individuellen Charakter der Location. Auf einer Fläche von über 1.500 Quadratmetern bietet das Kesselwerk künftig Raum für bis zu 450 Personen. Die Gebäudestruktur ermöglicht flexible Veranstaltungsformate, von Firmenveranstaltungen über Netzwerk- und Kulturformate bis hin zu privaten Feierlichkeiten, und soll einen neuen Treffpunkt für Wirtschaft und Gesellschaft etablieren.
Betrieb und zukünftige Ausrichtung
Katharina Haßlinger, Geschäftsführerin der Betreibergesellschaft dubbe.bar, übernimmt mit ihrem Team die Vermietung und Organisation der Eventlocation. Sie äußerte, dass die Location diverse Bespielungsmöglichkeiten bietet, darunter Business-Events, Weinabende und kulturelle Formate. Ziel sei es, mit dem „Kesselwerk 1954“ einen lebendigen Treffpunkt zu schaffen. In den kommenden Monaten fokussiert sich das Team auf die Aufnahme des Veranstaltungsbetriebs, den Aufbau eines vielseitigen Veranstaltungsprogramms sowie die Etablierung als Netzwerk- und Eventstandort.
- —Revitalisierung einer denkmalgeschützten Industriearchitektur
- —Schaffung einer multifunktionalen Eventlocation auf 1.500 m² Fläche
- —Kapazität für bis zu 450 Personen
- —Zentrale Lage im Campus Fichtenhain, Krefeld
Das „Kesselwerk 1954“ verbindet somit historische Substanz mit zukunftsweisender Nutzung und ist ein Beispiel dafür, wie aus der Revitalisierung historischer Gebäude neue wirtschaftliche Dynamik entstehen kann.




