Die Instone Real Estate Group SE hat den Jahresauftakt 2026 mit einer insgesamt soliden Geschäftsentwicklung absolviert, obwohl geopolitische Belastungen das Marktumfeld prägten. Während das Interesse sowohl privater als auch institutioneller Investoren im ersten Quartal 2026 weiterhin hoch war und sich die Reservierungen auf einem signifikanten Niveau befanden, beeinflussten die Konflikte im Nahen Osten die Anzahl der abgeschlossenen Kaufverträge im Privatkundensegment temporär negativ.
Das institutionelle Geschäft zeigte sich von dieser Situation weniger betroffen. Aktuell befinden sich zwei Transaktionen mit einem Gesamtvolumen von rund 80 Millionen Euro in fortgeschrittenen Verhandlungen und werden zeitnah erwartet. Für die kommenden Monate wird bei einer potenziellen Entspannung der geopolitischen Lage mit Nachholeffekten im Einzelvertrieb gerechnet. Die Aufnahme mehrerer neuer Vertriebsstarts verspricht zusätzliche positive Nachfrageimpulse, was zur Erreichung des kommunizierten Verkaufsziels für das Gesamtjahr beitragen soll.
Der vergleichsweise kalte Winter im ersten Quartal hatte einen dämpfenden Einfluss auf die Bautätigkeit. Es wird erwartet, dass diese Effekte im weiteren Jahresverlauf kompensiert werden, was in den nachfolgenden Quartalen zu deutlich höheren Erlösen und Gewinnen führen sollte. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2026 wird von der Unternehmensleitung bestätigt.
Finanzkennzahlen und Profitabilität
Die bereinigten Umsatzerlöse beliefen sich im ersten Quartal 2026 auf 79,3 Millionen Euro. Dies liegt planmäßig unter dem Vorjahreswert von 105,0 Millionen Euro im ersten Quartal 2025, hauptsächlich bedingt durch die geringere Bauleistung infolge der saisonalen Wetterbedingungen. Es wird davon ausgegangen, dass dieser Rückstand im Jahresverlauf aufgeholt wird. Der Abschluss institutioneller Verkäufe und eine erwartete Dynamik im Einzelvertrieb werden sich zusätzlich fördernd auf die Umsatzerlöse auswirken.
Die bereinigte Rohergebnismarge erreichte im ersten Quartal 2026 einen Wert von 27,6 Prozent, was eine Steigerung gegenüber den 26,8 Prozent im ersten Quartal 2025 darstellt und weiterhin ein branchenführendes Niveau indiziert. Diese Profitabilität wird auf die Qualität des Projektportfolios sowie auf strukturelle Wettbewerbsvorteile wie Skaleneffekte im Einkauf und eine hohe Wertschöpfungstiefe zurückgeführt. Für das Gesamtjahr 2026 bleibt die Erwartung einer bereinigten Bruttomarge von über 24,0 Prozent bestehen. Obwohl der Nahost-Konflikt und gestiegene Rohöl- und Energiekosten zu einem Anstieg der Kosten für einzelne Baumaterialien geführt haben, werden aufgrund der Marktposition und konservativer Kostenansätze keine spürbar negativen Auswirkungen auf die Jahresprognose erwartet.
Das bereinigte operative Ergebnis (EBIT) verringerte sich aufgrund des vorübergehend geringeren Erlösvolumens und eines leicht gestiegenen Plattformaufwands auf 4,6 Millionen Euro (Q1-2025: 12,9 Millionen Euro). Das bereinigte Ergebnis nach Steuern (EAT) lag bei 0,9 Millionen Euro (Q1-2025: 7,5 Millionen Euro), was auch auf ein erwartungsgemäß negativeres Nettofinanzergebnis zurückzuführen ist. Der Vorstand prognostiziert jedoch, dass mit anziehenden Verkäufen und Bauleistungen in den kommenden Quartalen deutlich höhere Ergebnisse erzielt und die Gewinnprognose erreicht wird.
Marktentwicklungen und Absatz
Im Auftaktquartal, welches saisonal das schwächste ist, veräußerte die Instone Group Immobilien im Wert von 41,7 Millionen Euro. Dies entspricht dem Niveau des Vorjahres (Q1-2025: 41,6 Millionen Euro). Das Verkaufsvolumen im Einzelvertrieb wuchs dabei um 5,9 Prozent auf 41,0 Millionen Euro im Jahresvergleich.
Das Kundeninteresse im Stückvertrieb an private Kapitalanleger und Eigennutzer, gemessen an Nachfrageindikatoren wie Reservierungen, übertraf das Vorjahr signifikant. Jedoch führte die makroökonomische Unsicherheit, ausgelöst durch den Konflikt im Nahen Osten, zu einer temporären Zurückhaltung bei Abschlussentscheidungen. Die erhöhte Unsicherheit äußerte sich auch in verlängerten Kreditprüfungsprozessen bei Banken, was die Vertriebsgeschwindigkeit beeinflusste. Das weiterhin hohe Kundeninteresse und der bestehende hohe Reservierungsbestand werden voraussichtlich in den nächsten Monaten zu deutlichen Nachholeffekten im Einzelvertrieb führen. Ein wesentlicher Wachstumstreiber hierfür sind zahlreiche neue Vertriebsstarts, die ab dem zweiten Quartal intensiviert werden.
- —Neustarts sind auf die Förderbedingungen des Wachstumschancengesetzes zugeschnitten.
- —Profitiert von erhöhter degressiver AfA von 5,0 Prozent.
- —Zusätzliche lineare Sonder-AfA von 5,0 Prozent über vier Jahre für energieeffiziente Immobilien.
- —Attraktive Nachsteuerrenditen für Kapitalanleger werden ermöglicht.
Im Geschäft mit institutionellen Kunden wurden bereits in den ersten Monaten substanzielle Fortschritte erzielt. Die bereits genannten zwei Transaktionen mit einem aggregierten Verkaufsvolumen von 80,0 Millionen Euro befinden sich in einer finalen Phase der Verhandlung und sollen zeitnah abgeschlossen werden. Darüber hinaus führt das Unternehmen Gespräche über weitere institutionelle Transaktionen, was eine positive Entwicklung der institutionellen Nachfrage unterstreicht. Der Vorstand erwartet eine Fortsetzung dieser Nachfrageerholung und sieht somit das Verkaufsziel für das Jahr 2026 bestätigt.




