Die Implenia Gruppe hat im ersten Halbjahr 2026 eine Steigerung der Profitabilität und eine Stärkung der Cash-Disziplin verzeichnet. Der CEO von Implenia, Jens Vollmar, betonte die Erfolge bei der Strategieumsetzung und führte die positive Entwicklung auf die Fokussierung auf attraktive Marktsegmente sowie die Digitalisierung zurück. Eine wesentliche Stärkung der zukünftigen Positionierung wird durch den deutlich gestiegenen Auftragsbestand und die verbesserte vorkalkulierte Projektmarge unterstrichen.
Das Unternehmen steigerte das EBIT im ersten Halbjahr 2026 auf 60,4 Mio. CHF, gegenüber 57,0 Mio. CHF im Vorjahreszeitraum. Dies führte zu einer Erhöhung der EBIT-Marge auf 3,4 %, verglichen mit 3,1 % im ersten Halbjahr 2025. Alle Divisionen trugen planmäßig zu diesem Ergebnis bei, was die Widerstandsfähigkeit Implenias gegenüber geopolitischen und makroökonomischen Unsicherheiten demonstriert. Der Umsatz lag bei 1.767 Mio. CHF, nach 1.856 Mio. CHF im Vorjahr. Der Auftragsbestand erhöhte sich um 9,6 % auf 8.524 Mio. CHF (HY1.2025: 7.778 Mio. CHF). Die vorkalkulierte Projektmarge im Auftragsbestand verbesserte sich von 7,5 % auf 7,9 %, was die hohe Qualität des Projektportfolios und die Effizienz des Value Assurance-Ansatzes bestätigt.
Entwicklung der Divisionen und strategische Ausrichtung
Die Division Buildings erzielte ein EBIT von 37,5 Mio. CHF. Das Hochbaugeschäft entwickelte sich mit einem EBIT-Beitrag von 23,5 Mio. CHF positiv, während der Beitrag von Real Estate Development 14,0 Mio. CHF betrug. Der Buchwert des Real Estate-Portfolios von Implenia erhöhte sich auf 194 Mio. CHF. Der Auftragsbestand der Division stieg deutlich auf 3.010 Mio. CHF. Bedeutende Neuaufträge umfassten den MEP-Ausbau für ein Datacenter-Projekt sowie Vorhaben in Deutschland, insbesondere in den Bereichen Verteidigung und Bildung. Auch die Modernisierung von Bestandsliegenschaften verzeichnete wichtige Auftragsgewinne. Die Division Civil Engineering verbesserte ihr EBIT auf 18,8 Mio. CHF. Der Umsatz der Division lag bei 926 Mio. CHF, wobei der vorübergehende Rückgang auf umsatzschwächere Startphasen großer Infrastrukturprojekte zurückzuführen ist. Der Auftragsbestand erhöhte sich auf 5.445 Mio. CHF, inklusive eines komplexen Infrastrukturprojekts in Göteborg und Brückenprojekten in Deutschland und Norwegen.
Die Division Service Solutions steigerte ihr EBIT auf 11,7 Mio. CHF bei einem Umsatz von 121 Mio. CHF. Die Assets under Management von Wincasa stiegen auf 85,7 Mrd. CHF. Die Übernahme des Tragwerks- und Objektplaners zigmo engineering in Deutschland untermauert die strategische Positionierung als führende Engineering- und Planungsdienstleisterin. Wincasa gewann zudem Mandate wie die Bewirtschaftung des Portfolios von Fondiaria SICAV und Leistungen für die TX Group. Der saisonal bedingt negative Free Cash Flow verbesserte sich erheblich auf -118 Mio. CHF, was die konsequente Cash-Disziplin und Fortschritte im Working Capital Management widerspiegelt. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich auf 23,4 %.
Strategisch konzentriert sich die Gruppe auf Marktsegmente mit strukturell hoher Nachfrage und Wachstumspotenzial. Hierzu zählen unter anderem Gesundheits- und Bildungsimmobilien, Daten- und Logistikzentren sowie Verkehrs- und Energieinfrastruktur. Die angekündigten Wachstumsinvestitionen im Umfang von 10–20 Mio. CHF für die Strategieumsetzung werden hauptsächlich im zweiten Halbjahr wirksam und dienen dem Aufbau von Teams in relevanten Segmenten und Regionen. Parallel dazu werden Effizienzsteigerungsinitiativen durch Digitalisierung, die Nutzung künstlicher Intelligenz und die Weiterentwicklung operativer Prozesse vorangetrieben, um Produktivität und Profitabilität nachhaltig zu verbessern.














