Die Hypoport-Gruppe hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 einen Anstieg des Rohertrags um 5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf 138 Mio. € verbucht. Gleichzeitig verbesserte sich die EBIT-Marge, bezogen auf den Rohertrag, von 12 % auf 14 %. Dieses profitable Wachstum wurde von allen drei Geschäftssegmenten getragen, was auf eine breite Basis der positiven Entwicklung hindeutet.
Segmententwicklung und Finanzierungsplattformen
Im Segment Real Estate & Mortgage Platforms erreichte das Volumen der privaten Immobilienfinanzierungen sowie der damit verbundene Rohertrag das Niveau des erfolgreichen Vorjahreszeitraums. Insbesondere die Bewertungsplattform VALUE zeigte einen deutlichen Anstieg der Roherträge. Dieser Bereich steigerte seinen Segmentrohertrag um 4 % auf 85 Mio. € und verbesserte das EBIT um 4 % auf 24 Mio. €. Dies unterstreicht die weiterhin hohe Relevanz dieses Segments für die Gesamtperformance.
Das Segment Financing Platforms verzeichnete ein Wachstum bei den Geschäftsmodellen in der Wohnungswirtschaft, vor allem durch die ERP-Lösung WOWIPORT, und in der Unternehmensfinanzierung. Diese Entwicklungen führten zu einem Anstieg des Rohertrags. Hingegen war das Ratenkreditgeschäft durch restriktivere Rahmenbedingungen bei den Banken beeinflusst, was dort zu einem Rückgang des Rohertrags führte. Der kumulierte Segmentrohertrag erhöhte sich jedoch insgesamt um 5 % auf 34 Mio. €. Das EBIT dieses Segments verbesserte sich ausgehend von einem schwächeren Vorjahreszeitraum deutlich um 35 % auf 2,4 Mio. €.
Auch das Segment Insurance Platforms trug zur positiven Gesamtentwicklung bei. Hier wurde ein Rohertragsanstieg von 10 % auf 17 Mio. € im ersten Halbjahr 2026 erzielt, primär angetrieben durch das Plattformgeschäft. Dieses Segment schloss mit einem positiven EBIT ab und trug somit zur Steigerung der Profitabilität der Gruppe bei.
Ausblick und Gesamtjahresprognose
Ronald Slabke, Vorstandsvorsitzender der Hypoport SE, äußerte sich zufrieden mit dem ersten Halbjahr 2026. Er konstatierte eine erwartbare Entschleunigung im zweiten Quartal 2026 bei den Geschäftsmodellen zur Immobilien- und Unternehmensfinanzierung, welche auf den Zinsanstieg im März und das erfolgreiche erste Quartal folgte, was insgesamt zu einem soliden Halbjahresergebnis führte. Mit Blick auf die Gesamtjahresprognose hob Herr Slabke hervor, dass fortgesetzte geopolitische Spannungen das Marktumfeld im zweiten Halbjahr negativ beeinflussen könnten. Dennoch werde das Unternehmen Marktanteile gewinnen und positive Impulse für das Konzern-EBIT durch das Wachstum der noch verlustreichen Gesellschaften erzielen.
Des Weiteren wird aufgrund der starken Saisonalität wesentlicher Geschäftsmodelle ein hoher EBIT-Beitrag zum Gesamtjahresergebnis aus dem vierten Quartal erwartet, analog zu den Vorjahren. Die Prognose von mindestens 280 Mio. € Rohertrag und einem EBIT zwischen 40 Mio. € und 55 Mio. € für das Gesamtjahr wird durch diese Entwicklungen bestätigt.




