Hybride Arbeitsmodelle haben sich global als integraler Bestandteil moderner Arbeitswelten etabliert. Eine von Manova Partners durchgeführte globale Umfrage unter 73 befragten Büromietern belegt dies. Demnach setzen 70 Prozent der Unternehmen weiterhin auf eine Kombination aus Büro- und Homeoffice-Arbeit.
Trotz dieser Entwicklung bleibt der Bedarf an Büroflächen weitgehend stabil. 59 Prozent der Unternehmen geben an, dass ihre Anforderungen an Büroflächen unverändert geblieben sind. Während 14 Prozent künftig weniger Fläche benötigen werden, berichten 15 Prozent sogar von einem steigenden Bedarf.
Struktureller Wandel und erhöhte Anforderungen
Die Ergebnisse der Umfrage unterstreichen einen strukturellen Wandel im Büromarkt. Hybrides Arbeiten wird nicht mehr als temporärer Trend, sondern als neue Grundlage für die Arbeitsplatzstrategie betrachtet. Unternehmen wenden sich dem Büro nicht ab, sondern agieren selektiver in ihren Anforderungen. Dimitri Maillard, Co-Head of Asset Management Europe bei Manova Partners, kommentierte, dass sich die Nachfrage auf den europäischen Märkten zunehmend auf gut gelegene, hochwertige und flexible Flächen konzentriert, welche die Zusammenarbeit und Mitarbeiterzufriedenheit fördern sowie aktuelle ESG-Anforderungen erfüllen. Für Eigentümer und Investoren verdeutlicht dies die Signifikanz anpassungsfähiger Raumkonzepte, die auf sich ändernde Nutzerbedürfnisse reagieren können.
Im Vergleich zur Erhebung aus dem Jahr 2021, in der 69 Prozent hybride Modelle nutzten, bleibt die Entwicklung stabil. Regionale Unterschiede sind jedoch erkennbar. Die Verbreitung hybrider Arbeitsmodelle stieg in Lateinamerika von 74 auf 93 Prozent und in Westeuropa von 74 auf 80 Prozent. Die CEE-Region verzeichnete hingegen einen Rückgang von 74 auf 61 Prozent. Lediglich 19 Prozent der Befragten arbeiten ohne ein Hybridmodell.
Unternehmen halten zudem an Homeoffice-Regelungen fest. Eine Rückkehr zu deutlich strengeren Präsenzpflichten ist laut Umfrage derzeit nicht zu beobachten. 76 Prozent der Unternehmen mit hybriden Arbeitsmodellen planen keine Reduzierung der Homeoffice-Tage, insbesondere in der CEE-Region sowie in Westeuropa. Dies verdeutlicht, dass Unternehmen zunehmend langfristige und flexible Arbeitsmodelle etabliert haben, die den Anforderungen der Mitarbeitenden und den operativen Betriebsbedürfnissen gerecht werden sollen.
Regionale Unterschiede im Flächenbedarf
Trotz des anhaltenden Trends zu hybriden Arbeitsformen bleibt der Büroflächenbedarf insgesamt stabil. Die Mehrheit der Befragten (59 Prozent) sieht keinen wesentlichen Anpassungsbedarf ihrer Flächen. 15 Prozent der Unternehmen melden sogar zusätzlichen Flächenbedarf an. In Lateinamerika sehen 71 Prozent der Unternehmen keinen veränderten Flächenbedarf, während dort gleichzeitig 21 Prozent zusätzlichen Bedarf anmelden. In der CEE-Region berichten 61 Prozent von unveränderten Anforderungen, und lediglich 11 Prozent benötigen weniger Fläche. In Westeuropa hingegen gibt die Hälfte der befragten Unternehmen an, künftig weniger Bürofläche zu benötigen.




