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Marktanalyse··2 min

Deutscher Hotelinvestmentmarkt: Moderate Renditekompression und strukturelle Verschiebungen im 1. Quartal 2026

Im ersten Quartal 2026 verzeichnete der deutsche Hotelinvestmentmarkt ein Transaktionsvolumen von 318 Millionen Euro, was einem Rückgang um zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht, primär beeinflusst durch das Ausbleiben großvolumiger Transaktionen.

Deutscher Hotelinvestmentmarkt: Moderate Renditekompression und strukturelle Verschiebungen im 1. Quartal 2026

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt schloss das erste Quartal 2026 mit einem Transaktionsvolumen von 318 Millionen Euro ab. Diese Summe repräsentiert einen Rückgang von zwölf Prozent gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres, eine Entwicklung, die maßgeblich auf das Ausbleiben signifikanter Großtransaktionen zurückzuführen ist. Lediglich zwei Abschlüsse überschritten den Wert von 50 Millionen Euro, was eine Dominanz kleinteiligerer Transaktionen im Marktgeschehen indiziert. Etwa die Hälfte des Gesamttransaktionsvolumens konzentrierte sich auf die fünf größten deutschen Metropolen.

Eine bemerkenswerte Entwicklung ist die erstmalige Kompression der Spitzenrendite seit Ende 2025, die einen Wert von 5,1 Prozent erreichte. Dies markiert die erste Renditekompression auf dem Hotelinvestmentmarkt seit dem Jahr 2019. Die Erkenntnisse basieren auf einer Analyse des global agierenden Immobiliendienstleisters CBRE.

Anlegerverhalten und Markthintergrund

Trotz des moderaten Beginns des Jahres und der anhaltend angespannten makroökonomischen Rahmenbedingungen manifestiert sich weiterhin ein grundlegendes Interesse am Erwerb von Hotelimmobilien. Dies bestätigte Helena Rickmers, die bei CBRE in Deutschland die Rolle des Head of Hotel Investment innehat. Die Gruppe der Asset- und Fondmanager dominierte das Käufersegment signifikant, gefolgt von offenen Immobilien- und Spezialfonds. Hotels gewinnen in institutionellen Portfolios zunehmend an Bedeutung als Diversifikationsinstrument.

Die Assetklasse Hotel hat durch stabile Fundamentaldaten und positive Marktaussichten an Attraktivität gewonnen, da sie eine Möglichkeit zur Portfolio-Diversifikation darstellt. Die positive Marktentwicklung der letzten zwei Jahre hat zu belastbaren Transaktionsdaten geführt, welche die Transparenz am Hotelinvestmentmarkt erhöhen und somit die Bewertung zukünftiger Investitionsentscheidungen vereinfachen. Corporates, vorwiegend Eigenbetreiber, trugen mit einem Anteil von rund zehn Prozent ebenfalls wesentlich zum Marktgeschehen bei. Diese Akteure nutzten das aktuelle Marktumfeld gezielt, um ihre Bestandsportfolios durch strategische Zukäufe zu erweitern, insbesondere bei kleineren Transaktionen.

Bemerkenswert ist der hohe Anteil ausländischer Investitionen, da gut 60 Prozent des Transaktionsvolumens auf internationale Käufer entfielen, wobei angelsächsisches Kapital überwiegend zum Einsatz kam. Das Transaktionsvolumen verteilte sich nahezu gleichmäßig auf Core-Investments und Value Add-Transaktionen, die zusammen den Großteil des Marktgeschehens abbildeten. Während Value Add-Investments mit Repositionierungsansätzen weiterhin stark nachgefragt sind, ist angesichts zunehmender geopolitischer Risiken gleichzeitig eine Tendenz zu sicherheitsorientierten und langfristigen Investmentstrategien zu beobachten.

Rahmenbedingungen und Ausblick

Die deutsche Tourismusbranche verzeichnete 2025 einen Rekordwert von 497,5 Millionen Gästeübernachtungen, eine Steigerung von 0,3 Prozent gegenüber 2024, gemessen von Destatis. Dieser positive Trend setzte sich im Januar 2026 fort mit einem Wachstum von 1,2 Prozent. Die aktuelle geopolitische Lage im Nahen Osten führt zu einer Verlagerung der touristischen Nachfrage, wovon Deutschland voraussichtlich profitieren könnte, sowohl in klassischen Freizeitregionen als auch in urbanen Zentren. Helena Rickmers prognostiziert eine Belebung des Marktes im weiteren Jahresverlauf 2026, da sich mehrere größere Objekte in der Vermarktung befinden. Zusätzlich tragen offene Immobilienfonds durch die Platzierung liquider und marktfähiger Hotels im Rahmen von Portfoliobereinigungen unterstützend bei.

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