Marktanalyse··3 min

Helaba verzeichnet Ergebnisrückgang im ersten Halbjahr 2026 – Immobiliengeschäft maßgeblich betroffen

Die Helaba berichtet für das erste Halbjahr 2026 von einem signifikant reduzierten Konzernergebnis vor Steuern, primär beeinflusst durch Belastungen im gewerblichen Immobiliengeschäft und ein rückläufiges Fair Value-Ergebnis.

KI-generiertHelaba verzeichnet Ergebnisrückgang im ersten Halbjahr 2026 – Immobiliengeschäft maßgeblich betroffen – KI-generiertes Symbolbild
Helaba verzeichnet Ergebnisrückgang im ersten Halbjahr 2026 – Immobiliengeschäft maßgeblich betroffen. Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt. Das Bild zeigt keine real existierende Immobilie, Person oder Situation und ist kein dokumentarisches Foto. Kennzeichnung gemäß Art. 50 Abs. 4 der EU-Verordnung über künstliche Intelligenz (KI-VO/AI Act). Mehr zur KI-Transparenz.

Die Helaba hat für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2026 ein Konzernergebnis vor Steuern von 194 Millionen Euro ausgewiesen. Dies stellt einen Rückgang gegenüber dem Vorjahreszeitraum dar, in dem 458 Millionen Euro erzielt wurden. Hauptursächlich für diese Entwicklung sind Belastungen im gewerblichen Immobiliengeschäft sowie ein vermindertes Fair Value-Ergebnis. Thomas Groß, der Vorstandsvorsitzende der Helaba, konstatierte, dass dieses Halbjahresergebnis nicht den Erwartungen entsprach, da die herausfordernden gesamtwirtschaftlichen und kapitalmarktbezogenen Rahmenbedingungen das gewerbliche Immobiliengeschäft signifikant belastet und das Fair Value-Ergebnis reduziert haben.

Trotz des Ergebnisrückgangs hob Herr Groß die positive dynamische Entwicklung des Neugeschäfts und des Provisionsüberschusses hervor, was die strategische Ausrichtung der Bank bestätige. Durch gezieltes Portfoliomanagement konnte zudem die NPL-Quote reduziert werden. Die gegenwärtige Ertragslage wird ferner von anhaltenden geopolitischen Verwerfungen, dem damit verbundenen Anstieg des Marktzinsniveaus und einer weiterhin verhaltenen konjunkturellen Entwicklung in Deutschland beeinflusst. Die operativen Erträge sanken um 8,9 Prozent auf 1.368 Millionen Euro, während der Zinsüberschuss moderat um 6,4 Prozent auf 770 Millionen Euro zurückging.

Finanzkennzahlen und Segmententwicklung

Der Provisionsüberschuss hingegen zeigte eine positive Entwicklung und stieg, auch aufgrund des Kredit- und Avalgeschäfts, um 10,0 Prozent auf 319 Millionen Euro. Bewertungseffekte infolge des Zinsanstiegs und eine temporäre Zurückhaltung im relevanten Kundengeschäft führten zu einem Rückgang des Fair Value-Ergebnisses um 67,1 Prozent auf 54 Millionen Euro. Im nichtzinstragenden Geschäft verzeichnete das Ergebnis aus als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien, insbesondere aus den Wohnimmobilien der GWH, ein Wachstum von 22,2 Prozent auf 163 Millionen Euro. Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich aufgrund von Wachstumsinvestitionen sowie tarif- und inflationsbedingten Kostensteigerungen um 6,6 Prozent auf -975 Millionen Euro. Die Netto-Zuführung zur Risikovorsorge stieg deutlich um 53,0 Prozent auf -198 Millionen Euro, primär durch erhöhte Belastungen aus dem Immobiliengeschäft, wobei auch geopolitische Risiken berücksichtigt wurden.

Die CET1-Quote lag bei 15,8 Prozent und somit über den regulatorischen Anforderungen. Der Return on Equity betrug 3,5 Prozent. Die Cost-Income Ratio erreichte 70,8 Prozent. Das sonstige Ergebnis verringerte sich um 26,6 Prozent auf 64 Millionen Euro. Das Konzernergebnis nach Steuern sank auf 148 Millionen Euro. Die Konzernbilanzsumme erhöhte sich leicht auf 205,0 Milliarden Euro zum 30. Juni 2026.

Innerhalb der Geschäftssegmente zeigte sich, dass das Segment Immobilien ein Ergebnis vor Steuern von -26 Millionen Euro verzeichnete, nach einem positiven Vorjahreswert. Die Zuführung zur Risikovorsorge in diesem Segment erhöhte sich signifikant auf -113 Millionen Euro. Das mittel- und langfristige Neugeschäft entwickelte sich mit 3,9 Milliarden Euro positiv. Das Segment Corporates & Markets erzielte ein Vorsteuerergebnis von 58 Millionen Euro, belastet durch ein geringeres Handelsergebnis und gestiegenen Risikovorsorge- sowie Verwaltungsaufwand. Im Segment Retail & Asset Management stieg das Ergebnis vor Steuern auf 209 Millionen Euro, während das Segment Fördergeschäft ein Ergebnis von 21 Millionen Euro erwirtschaftete, maßgeblich geprägt durch die WIBank. Das Segment Sonstige (inklusive Konsolidierung) schloss mit -69 Millionen Euro ab, bedingt durch einen Rückgang des Zinsüberschusses und des Fair Value-Ergebnisses sowie Belastungen aus der Neuausrichtung des Immobilienprojektgeschäftes der OFB.

Für das Gesamtjahr 2026 erwartet die Helaba ein Ergebnis vor Steuern von rund 500 Millionen Euro. Der Vorstandsvorsitzende Herr Groß bekräftigte die mittelfristige Zielsetzung, das Ergebnis in den nächsten fünf Jahren auf eine Milliarde Euro vor Steuern zu steigern, und betonte die kontinuierliche Schärfung des Investitionsfokus, die Beschleunigung von Wachstumsinitiativen und die Einführung konsequenter Sparmaßnahmen.

Auf der Suche
nach einem
Immobilienmakler?

Michael Freitag — Gründer FREITAG® Immobilien
Michael Freitag
Gründer der FREITAG® Immobilien GmbH
Über 15 Jahre Erfahrung in Bayern & Umland
— FREITAG Immobilien

Ihr diskreter Partner für institutionelle Transaktionen im DACH-Raum.

Als Premium-Immobilienkanzlei mit Sitz in München begleiten wir Investoren, Family Offices, Bauträger und Bestandshalter bei Ankauf, Verkauf und Bewertung von Wohn-, Zins- und Gewerbeobjekten — vertraulich, marktnah und auf Augenhöhe.

3.600+
Gemeinden im Marktradar
48 h
Erst­einschätzung Ihres Objekts
Off-Market
Diskreter Käuferkreis
DACH
DE · AT · CH
— Vertraulicher Kontakt

Sprechen wir über Ihr Portfolio.

Ankaufsprofile, Off-Market-Opportunitäten, Bewertungen oder Projektentwicklungs-Anfragen — wir antworten persönlich innerhalb von 24 Stunden, NDA selbstverständlich.

Telefon
+49 (0) 89 158 90 140
E-Mail
E-Mail anzeigen
Sitz
München
— Weitere News
— Meistgelesen im Journal