Die GWG-Gruppe setzt ihren Klimafahrplan fort, indem sie strategische Prioritäten inmitten eines von Unsicherheit geprägten Marktumfelds definiert. Die Unternehmensstrategie fokussiert auf die Dekarbonisierung des Immobilienbestands, die Wahrung der wirtschaftlichen Solidität und die Sicherstellung von bezahlbarem Wohnraum. Seit dem Jahr 2019 konnte eine Reduktion der CO2-Emissionen pro Quadratmeter Wohnfläche um etwa 19 Prozent erzielt werden. Dies unterstreicht die Möglichkeit, Klimaschutzmaßnahmen und die Aufrechterhaltung der Bezahlbarkeit von Wohnraum zu kombinieren.
Laut Andreas Engelhardt, Vorstandsvorsitzender der GWG-Gruppe, orientieren sich die Entscheidungen des Unternehmens an einem maximalen CO2-Hebel pro investiertem Euro, mit dem Ziel, die Wohnkosten für die Mieter stabil zu halten. Die aktuellen Rahmenbedingungen für die Wohnungswirtschaft sind von geopolitischen Unsicherheiten, verhaltenem Wirtschaftswachstum in Deutschland, steigenden Zinsen und einem anhaltenden Mangel an bezahlbarem Wohnraum geprägt. Gleichzeitig unterliegt der Sektor kontinuierlichen regulatorischen Anpassungen, wie dem geplanten Gebäudemodernisierungsgesetz.
Klimafahrplan und Investitionsstrategie
Der Klimafahrplan der GWG-Gruppe basiert auf einem seit 2021 entwickelten Klimapfad. Dieser Pfad wurde in den Jahren 2025 und 2026 präzisiert und an neue technologische Fortschritte adaptiert, die beispielsweise die Digitalisierung der Heizungssteuerung und den Einsatz smarter Thermostate umfassen. Engelhardt betont, dass neue Regulierungen allein weder neue Wohnungen noch klimaneutrale Quartiere schaffen. Er fordert verlässliche und praxistaugliche Regelwerke, wobei die GWG-Gruppe nicht auf diese wartet, sondern den Weg zur Klimaneutralität aktiv mitgestaltet.
In den vergangenen Jahren wurden alte Heizungsanlagen sukzessiv ersetzt und Gebäude nach wirtschaftlichen Kriterien energetisch modernisiert. Bereits heute befinden sich fast 60 % der Wohnungen der GWG-Gruppe in den Energieeffizienzklassen A+ bis C, was eine überdurchschnittliche Positionierung im Vergleich zum Bundesdurchschnitt, basierend auf der GdW-Jahresstatistik 2023, darstellt. Ergänzend dazu forciert das Unternehmen den Ausbau von Photovoltaikanlagen und entwickelt Mieterstrommodelle. Für die kommenden Jahre plant die GWG-Gruppe jährliche Investitionen von rund sechs Millionen Euro in klimarelevante Maßnahmen.
Wirtschaftliche Positionierung und Zukunftsausrichtung
Im Rahmen der Hauptversammlung am 28. Mai präsentierte die GWG-Gruppe ihren Aktionären ein positives Jahresergebnis. Mit einem Jahresüberschuss von 19,2 Millionen Euro, einer Bilanzsumme von ungefähr 1,3 Milliarden Euro und einer handelsbilanziellen Eigenkapitalquote von 34,4 Prozent demonstriert das Unternehmen eine stabile wirtschaftliche Basis. Diese finanzielle Stabilität ermöglicht, auch unter herausfordernden Rahmenbedingungen, deutliche Investitionen in die Dekarbonisierung des Bestands und in Neubauprojekte. Ziel ist es, Menschen in allen Lebensphasen bezahlbaren und lebenswerten Wohnraum zur Verfügung zu stellen.
Aktuell befinden sich vier Projekte des Anlagevermögens in München, Stuttgart und Renningen im Bau oder in der Großmodernisierung, umfassend rund 140 Wohnungen. Weitere über 900 Wohneinheiten sind für Neubau und umfangreiche Modernisierungen in Planung oder Vorbereitung.




