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Gebäudemodernisierungsgesetz: Bauherren-Schutzbund fordert Praxistauglichkeit

Im Vorfeld der ersten Lesung des Entwurfs für das Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) im Deutschen Bundestag äußert der Bauherren-Schutzbund BSB Bedenken hinsichtlich potenzieller Unsicherheiten für Eigentümer.

Gebäudemodernisierungsgesetz: Bauherren-Schutzbund fordert Praxistauglichkeit

Anlässlich der ersten Lesung des Gesetzentwurfs zum Gebäudemodernisierungsgesetz (GModG) im Deutschen Bundestag hat der Bauherren-Schutzbund (BSB) eine Warnung ausgesprochen. Der Verband äußerte die Sorge, dass das geplante Gesetz die Verunsicherung unter Eigentümern verstärken und Sanierungsmaßnahmen blockieren könnte, anstatt die angestrebten Klimaziele zu fördern. Eine solche Entwicklung würde der erklärten Absicht des Gesetzgebers zuwiderlaufen und die Immobilienwirtschaft zusätzlich belasten.

Der BSB, der sich traditionell für die Interessen von Bauherren und Immobilieneigentümern einsetzt, unterstrich, dass das GModG in seiner aktuellen Form noch nicht die notwendige Praxistauglichkeit besitze. Die Komplexität des Entwurfs und fehlende Klarheit in bestimmten Passagen könnten dazu führen, dass viele Eigentümer vor notwendigen Investitionen zurückschrecken. Dies wäre insbesondere im Bestand problematisch, wo der Sanierungsbedarf bereits erheblich ist.

Forderungen des Bauherren-Schutzbundes

Der Bauherren-Schutzbund fordert eine grundlegende Überarbeitung des Gesetzesentwurfs. Er betont die Notwendigkeit von klaren, verständlichen Regelungen, die Eigentümern ermöglichen, ihre Sanierungspflichten und -möglichkeiten realistisch einzuschätzen. Dazu gehört auch eine verlässliche Förderkulisse, die nicht nur auf Hochfrequenzsanierungen abzielt, sondern auch schrittweise und an die individuellen Gegebenheiten angepasste Maßnahmen unterstützt. Eine Fokussierung auf die Reduktion von Unsicherheiten bei Investitionsentscheidungen ist maßgeblich für den Erfolg des Gesetzes.

Die Kritik des BSB konzentriert sich darauf, dass ein unausgereiftes Gesetz mehr Schaden anrichten als Nutzen stiften könnte. Statt die Transformation des Gebäudebestandes zu beschleunigen, riskiere man Stillstand. Das Verbändebündnis unterstrich, dass eine rein ordnungsrechtliche Regulierung ohne flankierende Maßnahmen zur Stärkung der Investitionsbereitschaft kaum Wirkung entfalten werde. Insbesondere private Eigentümer, die den Großteil des deutschen Wohnungsbestandes halten, benötigten Planungssicherheit und finanzielle Unterstützung, um die anstehenden Herausforderungen bewältigen zu können.

Die weiteren Beratungen im Bundestag werden zeigen, inwiefern die Anliegen des Bauherren-Schutzbundes Beachtung finden. Eine konstruktive Debatte ist erforderlich, um ein Gesetz zu schaffen, das sowohl den Klimaschutzzielen gerecht wird als auch die sozialen und wirtschaftlichen Realitäten der Immobilieneigentümer berücksichtigt. Das Ziel muss ein GModG sein, das als Motor für Modernisierung fungiert und nicht als Quelle der Verunsicherung für die beteiligten Akteure. Die Immobilienbranche erwartet ein Gesetz, das Investitionen in die Energieeffizienz von Gebäuden fördert und nicht hemmt.

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