VEEDL-Projekt in Köln-Raderthal: Entwurf des Büros caspar. einstimmig ausgewählt
Das Architekturbüro caspar. wurde einstimmig mit dem Entwurf für das gemischt genutzte Modellquartier VEEDL an der Brühler Straße 210-212 in Köln-Raderthal beauftragt.

Das Stadtentwicklungsprojekt VEEDL in Köln-Raderthal hat einen entscheidenden Fortschritt erzielt. Der Entwurf des Architekturbüros caspar. wurde einstimmig von der Jury unter Vorsitz von Jürgen Minkus für das Modellquartier an der Brühler Straße 210 bis 212 ausgewählt. Fünf renommierte Architekturbüros aus Köln, Berlin und Hannover hatten Vorschläge für die Umwandlung eines innerstädtischen Industrieareals in ein gemischt genutztes Quartier eingereicht, das rund 450 Menschen beherbergen soll und auf soziale Durchmischung sowie Klimaresilienz ausgerichtet ist.
Entwurfsmerkmale und Jurybegründung
Der gewählte Entwurf zeichnet sich durch eine stabile städtebauliche Grundstruktur, prägnante Höhenentwicklung und die konsequente räumliche Umsetzung der VEEDL-Ziele aus. Er setzt auf drei markante Baukörper, die dem Quartier eine klare Ordnung verleihen und das 'Veedelsherz' durch 6- bis 7-geschossige Gebäude räumlich betonen. Die Höhenstaffelung sowie die differenzierte Dachlandschaft mit Dachgärten, Sheddächern und Photovoltaik erzeugen ein vielschichtiges Quartiersbild mit eigener Identität. Die Jury würdigte, dass der Entwurf ein starkes Zukunftsbild mit einer belastbaren und umsetzbaren städtebaulichen Struktur verbindet und eine eigenständige Haltung zur Brühler Straße entwickelt.
Funktional bietet der Entwurf eine robuste Grundlage: Entreeplatz und Anlieferung sind schlüssig gelöst, Tiefgaragenzufahrten integriert, und der bis zur Raderthaler Straße durchgesteckte Werkhof stärkt die Nutzbarkeit. Caro Brandl, Projektleiterin VEEDL, betonte, dass eine gute städtebauliche Lösung die über Jahre mit Beteiligten erarbeiteten Ziele räumlich verankert, wirtschaftlich tragfähig und unter aktuellen Rahmenbedingungen realistisch umsetzbar macht. Das Büro caspar. beschreibt seinen Ansatz als Zusammenführung unterschiedlicher Nutzungen – Wohnen, Arbeiten, Aufenthalt – zur Abbildung der städtischen Vielfalt.
Beteiligte und Verfahrensablauf
Die Bauherrin ist die Veedl Brühler Straße GmbH & Co. KG, eine 2023 gegründete Kooperationsgesellschaft der Metropol Immobiliengruppe, der WVM Gruppe und der CP 90 GmbH. Das Verfahren in der Kaygasse 5 bei der Metropol Immobiliengruppe war kein klassischer Wettbewerb, sondern ein öffentliches Nachdenken über Stadtbau im Jahr 2026. Es umfasste die zweite Qualifizierungsstufe einer Mehrfachbeauftragung mit mehrjähriger Vorarbeit, interdisziplinären Werkstätten und einer breit gefächerten Jury, die Ästhetik, Wirtschaftlichkeit, soziale Tragfähigkeit und Klimaleistung bewertete. Rund 40 Gäste aus Politik, Verwaltung, Fachwelt und Nachbarschaft diskutierten die Ergebnisse.
- —caspar. (Köln, Hamburg, Frankfurt am Main, Riad): 'Das VEEDL Köln', zentrale Mitte, drei Tore, klare Wege.
- —schultearchitekten (Köln, Paris) mit raumwerk.architekten (Köln): Quartier mit Bestandsnutzung und Gesundheitsfokus.
- —BeL Sozietät für Architektur (Köln): Linearpark als grünes Rückgrat, Vorrang für Fuß- und Radverkehr.
- —CITYFÖRSTER (Hannover, Rotterdam): 'VEEDL hoch Vier', kompakte, anpassungsfähige Bausteine.
- —Nieto Sobejano Arquitectos (Berlin, Madrid): Drei Plätze, erhaltene Hallen, Industriegeschichte als Zukunftsmaterial.
Jürgen Minkus hob den methodischen Charakter hervor, der eine anspruchsvolle Aufgabe räumlich umsetzt. Bezirksbürgermeisterin Dr. Sabine Müller freute sich über die innovative Entwicklung im Bezirk. Markus Greitemann, Dezernent für Planen und Bauen, lobte die Umsetzung stadtentwicklungspolitischer Ziele durch Bürgerbeteiligung und Befragungen zu einem klimaresilienten, lebenswerten Quartier. Heike Neumann, verantwortlich für integrierte Planung, erklärte den Fokus auf das 'Dazwischen' – Bank für Nachbarn, sicherer Schulweg – vor den Gebäuden. Die Leitlinien stammen aus der seit 2023 erarbeiteten VEEDL-Charta, abgestimmt mit Kölner Perspektiven 2030+ und dem 15-Minuten-Stadt-Prinzip. Nächste Schritte umfassen Gespräche mit der Stadtverwaltung, Workshops und Überarbeitung des Entwurfs.
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