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ENGIE Deutschland sichert Nahwärmeversorgung in Sandhausen für 25 Jahre

ENGIE Deutschland übernimmt ab August 2026 für 25 Jahre die Nahwärmeversorgung in Sandhausen und setzt damit eines der ersten Projekte der kommunalen Wärmeplanung in der Region um.

KI-generiertENGIE Deutschland sichert Nahwärmeversorgung in Sandhausen für 25 Jahre – KI-generiertes Symbolbild
ENGIE Deutschland sichert Nahwärmeversorgung in Sandhausen für 25 Jahre. Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt. Das Bild zeigt keine real existierende Immobilie, Person oder Situation und ist kein dokumentarisches Foto. Kennzeichnung gemäß Art. 50 Abs. 4 der EU-Verordnung über künstliche Intelligenz (KI-VO/AI Act). Mehr zur KI-Transparenz.

Die Gemeinde Sandhausen und ENGIE Deutschland haben einen Vertrag über ein Energieliefer-Contracting geschlossen, der die Nahwärmeversorgung für zentrale Einrichtungen sowie Wohnquartiere in Sandhausen regelt. Ab dem 1. August 2026 wird ENGIE Deutschland für einen Zeitraum von 25 Jahren, bis 2051, den Betrieb und die Optimierung des bestehenden Wärmenetzes verantworten. Dieses Netz umfasst rund 300 Hausübergabestationen und weist einen jährlichen Wärmebedarf von etwa 6.000 Megawattstunden auf. Der Fokus liegt auf der schrittweisen Dekarbonisierung der Energieversorgung in den kommenden Jahrzehnten.

Die Initiative in Sandhausen gilt als eines der ersten Projekte zur kommunalen Wärmeplanung in der Region. Bürgermeister Hakan Günes betonte, dass die Gemeinde und ENGIE Deutschland die Wärmewende vor Ort konkret umsetzen und dabei auf Planbarkeit sowie eine verlässliche, klimafreundliche Wärmeversorgung für die Bürger setzen.

Stufenweiser Dekarbonisierungspfad

Der Transformationsprozess zur Dekarbonisierung der Wärmeerzeugung ist in mehrere Phasen unterteilt. Zum Start der Versorgung im Jahr 2026 erfolgt der Betrieb des Netzes zunächst über Gas. Für das Jahr 2027 ist der Bau eines neuen Gas-Brennwertkessels sowie die Erstellung eines Transformationsplans nach dem BEW-Modul 1 vorgesehen. Ein wesentlicher Schritt ist die Errichtung einer Pelletkesselanlage bis 2030, die anschließend etwa 80 Prozent der Wärmeerzeugung abdecken soll. Der Gasbrennwertkessel dient dabei zur Spitzenlast- und Redundanzabdeckung, ergänzt durch ein Blockheizkraftwerk für den Betriebsstrom. Ab 2040 ist die Umstellung der gasabhängigen Erzeuger auf Biomethan geplant, womit eine Wärmeversorgung mit 100 Prozent erneuerbaren Energien angestrebt wird.

Die vorgesehenen Maßnahmen werden zu einer signifikanten Reduktion der CO₂-Emissionen führen. Von rund 1.068 Tonnen im Jahr 2026 wird eine Reduzierung auf etwa 310 Tonnen im Jahr 2030 erwartet, was einem Rückgang von etwa 71 Prozent entspricht. Nach Ablauf der 25-jährigen Vertragslaufzeit im Jahr 2051 gehen die Wärmeerzeugungsanlagen in das Eigentum der Gemeinde Sandhausen über.

Betrieb und Kundenbetreuung

Niklas Wiegand, Geschäftsführer der ENGIE Deutschland GmbH, hob hervor, dass das Projekt in Sandhausen demonstriere, wie kommunale Wärmeplanung in die Praxis umgesetzt werden kann. ENGIE Deutschland bringt hierbei sowohl technische Expertise als auch Finanzierungs- und Fördererfahrung ein, um bestehende Netze schrittweise auf erneuerbare Energien umzustellen. Die Betreuung der angeschlossenen Haushalte in Sandhausen erfolgt durch ein Team der nahegelegenen Niederlassung Ludwigshafen. Endkunden erhalten Zugang zu einem Kundenportal, das Transparenz hinsichtlich Verbrauch und Preisen bieten soll. Zudem werden alle Hausübergabestationen über die Vertragslaufzeit hinweg turnusmäßig erneuert, gewartet und mit geeichten, fernauslesbaren Wärmemengenzählern ausgestattet.

Das Vorhaben in Sandhausen soll durch die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) über die Module 1 (Transformationsplan) und 2 (Systemische Förderung) unterstützt werden. ENGIE Deutschland verfügt über umfassende Erfahrung in der kommunalen Wärmewende und betreibt bundesweit etwa 100 eigene Wärmenetze. Das Unternehmen begleitet Kommunen, wie beispielsweise Tettnang, auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Wärmeversorgung, um diese Projekte als Vorbild für weitere Städte und Gemeinden in Deutschland zu etablieren.

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