Marktanalyse··3 min

Europäischer Gewerbeimmobilienmarkt verzeichnet stetiges Wertwachstum im ersten Quartal 2026

Die Analyse der Altus Group zeigt eine Fortsetzung der positiven Wertentwicklung auf dem europäischen Gewerbeimmobilienmarkt im ersten Quartal 2026, getragen durch Cashflow-Fundamentaldaten.

Europäischer Gewerbeimmobilienmarkt verzeichnet stetiges Wertwachstum im ersten Quartal 2026

Die Altus Group Limited, ein führender Anbieter von Informationen im Bereich Gewerbeimmobilien, hat die Ergebnisse ihrer Datenanalyse zu den europaweiten Bewertungstrends auf dem europäischen Immobilienmarkt für das erste Quartal 2026 veröffentlicht. Diese vierteljährliche Kompilierung und Aggregation von CRE-Bewertungsdaten gewährt Einblicke in die Faktoren, die die Bewertungen gewerblicher Immobilien beeinflussen. Der zugrunde liegende Datensatz für das erste Quartal 2026 umfasste europaweite, offene, diversifizierte Fonds mit einem verwalteten Vermögen von rund 30 Milliarden Euro, die in 16 Ländern primär in den Sektoren Industrie, Büro, Einzelhandel und Wohnimmobilien investiert sind.

Die europäischen Immobilienmärkte begannen das Jahr 2026 mit anhaltendem Wertwachstum. Die Werte von Gewerbeimmobilien im paneuropäischen Bewertungsdatensatz erhöhten sich um 0,7 Prozent, eine Steigerung gegenüber dem vierten Quartal 2025, in dem ein Zuwachs von 0,4 Prozent verzeichnet wurde. Dies markiert das siebte Quartal in Folge positiver Wertentwicklung und setzt die Erholung fort, die im dritten Quartal 2024 nach zwei Jahren marktweiter Abwertungen einsetzte. Die festgestellten Zugewinne in diesem Quartal sind primär auf verbesserte Cashflow-Fundamentaldaten zurückzuführen, die einen Anteil von 1,0 Prozent an der Wertänderung hatten und durch das kontinuierliche Wachstum der Vertrags- und Marktmieten gestützt wurden. Parallel dazu kam es im zweiten Quartal in Folge zu einer Ausweitung der Bewertungsrenditen, welche die Wertsteigerung geringfügig um 0,1 Prozentpunkte dämpfte.

Auf Jahressicht erhöhten sich die Werte um 1,7 Prozent, wobei dieser Anstieg vollständig auf Cashflow-Verbesserungen zurückzuführen war. Trotz dieser jüngsten positiven Entwicklung weisen die Werte über einen Zeitraum von drei Jahren betrachtet ein Netto-Minus von 1,6 Prozent pro Jahr auf. Über fünf Jahre ergibt sich ein negativer Saldo von 0,9 Prozent pro Jahr. Laut Phil Tily, Senior Vice President der Altus Group, unterstreichen die gewonnenen Erkenntnisse eine fortgesetzt cashflowgetriebene Erholung, bei der steigende Vertrags- und Marktmieten den wesentlichen Beitrag leisten. Gleichzeitig reflektiert die moderate Renditeausweitung die andauernde Marktprudence, da Investoren und Bewertungsexperten sich in einem komplexen makroökonomischen und geopolitischen Kontext bewegen.

Sektorale Entwicklung und Highlights

Die Werte entwickelten sich in allen untersuchten Sektoren weiterhin positiv, und die Erholung gewann bei allen Immobilienarten an Dynamik, mit Ausnahme von Büroimmobilien, die ein moderateres Wachstum verzeichneten. Die differenzierten Entwicklungen innerhalb der einzelnen Sektoren bieten detaillierte Einblicke in die Marktdynamik.

  • Wohnimmobilien verzeichneten mit einem Wertzuwachs von 1,2 Prozent die stärkste Entwicklung im ersten Quartal 2026, getragen von einem robusten Cashflow-Wachstum. Trotz einer Renditeausweitung von -0,8 Prozent konnte sich dieser Sektor signifikant über dem Marktdurchschnitt positionieren, was die Attraktivität von Bestandsmieten unterstreicht.
  • Industrieimmobilien zeigten eine stabile und marktnahe Wertentwicklung mit einem Anstieg von 0,7 Prozent. Dieser Zuwachs wurde durch einen positiven Cashflow-Beitrag von 1,0 Prozent unterstützt und durch eine geringe Belastung aus der Renditeentwicklung von -0,1 Prozent gekennzeichnet.
  • Büroimmobilien stiegen moderat um 0,2 Prozent, blieben jedoch unter den Hauptsektoren das Segment mit der schwächsten Performance. Verbesserte Cashflow-Fundamentaldaten von 0,7 Prozent wurden durch einen negativen Beitrag von -0,5 Prozent aus höheren Kapitalinvestitionen gedämpft, was strukturelle Herausforderungen im Sektor illustriert.
  • Einzelhandelsimmobilien legten um 0,7 Prozent zu, was der Entwicklung des Gesamtmarktes entspricht. Cashflow-Zuwächse schlugen sich hier unmittelbarer im Wertwachstum nieder, da die Renditen weitgehend stabil blieben. Fachmarktzentren und großflächige Einzelhandelsimmobilien führten diese Entwicklung an, begünstigt durch Renditekompression und überdurchschnittliches Marktmietwachstum.
  • Die Kategorie „Sonstige“ übertraf im ersten Quartal 2026 die Hauptsektoren und wurde von Studierendenwohnheimen angeführt, deren Werte um 2,5 Prozent stiegen. Diese positive Wertentwicklung war vollständig vom Cashflow getragen, mit einem Anstieg der Marktmieten um 2,1 Prozent im Quartalsvergleich und um 10,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, was die fortgesetzte Attraktivität dieses spezifischen Sektors aus fundamentaler ökonomischer Perspektive bestätigt.

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