Nach einer Bauzeit von etwas mehr als einem Jahr fand das Richtfest für das gemeinschaftliche Projekt „Central Parx“ der ABG Real Estate Group und der HanseMerkur Grundvermögen statt. Die Veranstaltung an der Bockenheimer Landstraße versammelte rund 300 Gäste aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen, um den Baufortschritt des Frankfurter Revitalisierungsprojekts zu würdigen. Unter den Anwesenden befanden sich Persönlichkeiten wie Mike Josef, der Oberbürgermeister von Frankfurt am Main, Ulrich Höller, Geschäftsführender Gesellschafter der ABG Real Estate Group, sowie Malte Andes und Ulrich Haeselbarth, beide Vorstände der HanseMerkur Grundvermögen.
Das Richtfest markiert einen wesentlichen Meilenstein in der Neugestaltung des denkmalgeschützten Ensembles im Frankfurter Bankenviertel. Das „Central Parx“ wird mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von ungefähr 370 Millionen Euro zu einem modernen Bürokomplex transformiert, der etwa 25.650 Quadratmeter Mietfläche umfasst. Die Flächen sind bereits nahezu vollständig vermietet, unter anderem an die Rechtsanwaltskanzleien White & Case und Noerr, was die hohe Nachfrage nach Büroflächen in zentralen Innenstadtlagen unterstreicht.
Architektonischer Anspruch und technische Ausstattung
Nach Abschluss der Revitalisierung sollen die Büroflächen den Anforderungen zeitgemäßer Arbeitswelten gerecht werden und gleichzeitig architektonische Qualität bieten. Die Gestaltung sieht sowohl offene als auch kollaborative Bereiche sowie klassische Bürostrukturen vor. Diese werden durch hochwertige Aufenthaltsflächen, moderne Gebäudetechnik und eine zeitgemäße digitale Infrastruktur ergänzt. Auch die Grundrisse werden neu organisiert, um die Durchlässigkeit innerhalb des Ensembles zu verbessern und die Anbindung an den angrenzenden Rothschildpark zu stärken.
Die Revitalisierung erfolgt in Kooperation mit dem Frankfurter Architekten Prof. Christoph Mäckler und orientiert sich an einem Top-Refurbishment auf Neubau-Niveau. Die Fassadenstruktur wird erhalten und energetisch modernisiert. Dies wird durch eine umfassende technische und funktionale Neuausrichtung des Gebäudes erweitert. Eine Zertifizierung nach DGNB „Platin“ und WiredScore „Platin“ wird angestrebt. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für Mitte 2028 geplant.
Bedeutung und Verantwortung des Projekts
Mike Josef, Oberbürgermeister Frankfurts, hob die Bedeutung des Projekts hervor, indem er ausführte, dass das „Central Parx“ exemplarisch zeige, wie architektonisch wichtige Bestandsgebäude zukunftsfähig entwickelt werden können. Er betonte, dass die Neugestaltung nicht nur das Bankenviertel stärke, sondern auch die Attraktivität Frankfurts als Wirtschafts- und Arbeitsstandort. Ulrich Höller von der ABG Real Estate Group führte aus, dass die Umnutzung, Repositionierung und Neukonzeption von Bestandsgebäuden die Herausforderung der kommenden Dekade darstelle und das „Central Parx“ hierfür ein Beispiel sei. Er fügte hinzu, dass solche Aufgaben nur durch das Zusammenwirken vieler Beteiligter realisiert werden können, und äußerte Freude über das gemeinsame Richtfest. Er betonte, dass mit Respekt vor der ursprünglichen Architektur ein Arbeitsort geschaffen werde, der Identität, Qualität und Zukunftsfähigkeit verbinde.
Malte Andes, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der HanseMerkur Grundvermögen, äußerte, dass ikonische Immobilien wie das „Central Parx“ eine Stadt über Jahrzehnte prägen. Er betonte, dass die HanseMerkur Grundvermögen mit der Revitalisierung Verantwortung für einen bedeutenden Standort im Herzen Frankfurts übernehme. Die hohe Vermietungsquote bestätige die Strategie des Unternehmens, gezielt in Premium-Büroflächen an erstklassigen Standorten zu investieren. Er freute sich auf die etablierten Mieter und auf die zukünftige Übernahme des Asset Managements für diese Immobilie.
Für die bauliche Umsetzung wurde die Adolf Lupp GmbH + Co. KG als Generalunternehmer beauftragt, die gemeinsam mit der Medicke GmbH in einer Arbeitsgemeinschaft die Ausführung verantwortet. Die Verbindung aus Hochhausmodernisierung und denkmalgerechter Sanierung stellt besondere Anforderungen an die Planung und Umsetzung. Im Rahmen des Richtfests sprachen die Projektpartner ihren Dank an alle beteiligten Planer, Bauunternehmen und Handwerksbetriebe für die bisherige Arbeit und den planmäßigen Baufortschritt aus. Im Anschluss an den offiziellen Teil nutzten die Gäste die Gelegenheit zum Austausch.




