Für den neuen Hauptsitz des Zollamts Mainz und der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) im Gewerbegebiet Mainz-Hechtsheim wurde am Projektstandort das Richtfest begangen. Dies markiert einen wesentlichen Meilenstein im Verlauf des Bauvorhabens. Das dreigeschossige Büro- und Verwaltungsgebäude wird voraussichtlich im ersten Quartal 2027 fertiggestellt. Nach seiner Fertigstellung soll es moderne Arbeitsplätze für etwa 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bereitstellen. Die gesamte Mietfläche des Neubaus wird rund 3.400 Quadratmeter umfassen.
Die Entscheidung für den Standort Mainz-Hechtsheim basierte auf dessen günstiger Verkehrsanbindung sowie der bereits etablierten Infrastruktur des Gewerbegebiets. Die Realisierung des Gebäudes erfolgt auf Grundlage eines langfristigen Mietvertrages mit der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben. Die Karrié Projektentwicklung GmbH zeichnet für die Projektentwicklung verantwortlich, während Kirstein Rischmann Architekten und Ingenieure die architektonische Planung übernahmen. Die Köster GmbH fungiert als Generalunternehmer für das Bauvorhaben.
Bedeutung des Projekts für die Region
Ministerpräsident Gordon Schnieder (CDU) hob die Projektbedeutung hervor, indem er die Schaffung moderner Arbeitsbedingungen und die Stärkung der Bekämpfung von Schwarzarbeit sowie illegalen Strukturen durch den neuen Hauptsitz betonte. Michael Ebling (SPD), Wirtschaftsminister, sprach von der Schaffung nicht nur moderner und nachhaltiger Arbeitsplätze, sondern auch eines Ortes, an dem die Beschäftigten unter guten Bedingungen ihrer wichtigen Arbeit nachgehen können. Er betonte, dass die Koexistenz von leistungsfähiger Verwaltung und klimabewusstem Bauen in diesem Projekt zum Ausdruck komme. Der Mainzer Oberbürgermeister Nino Haase (parteilos) unterstrich die Relevanz des neuen Behördenstandortes für eine moderne öffentliche Infrastruktur in Mainz-Hechtsheim und die Stärkung der Stadt als Verwaltungs- und Wirtschaftsstandort.
Am Richtfest nahmen zahlreiche Vertreter aus Politik und Verwaltung teil, darunter Ministerpräsident Gordon Schnieder, Wirtschaftsminister Michael Ebling, Oberbürgermeister Nino Haase, Wirtschaftsdezernentin Manuela Matz (CDU), Baudezernent Ludwig Holle (CDU) sowie Regierungsdirektor René Borm, Leiter des Hauptzollamts Koblenz. Letzterer wies darauf hin, dass der Neubau ein modernes und zukunftsorientiertes Dienstgebäude für die etwa 150 Beschäftigten darstelle, welches in Zeiten steigender Anforderungen an die Zollverwaltung einen wichtigen Beitrag zur Durchsetzung fairer Arbeitsbedingungen und zur Sicherung rechtskonformer Wirtschaftsabläufe leistet.
Peter Karrié, geschäftsführender Hauptgesellschafter der Karrié Projektentwicklung GmbH, interpretierte den Baufortschritt als wegweisenden Meilenstein. Er verwies auf die Qualität und Funktionalität des entstehenden Gebäudes, das den Anforderungen der künftigen Nutzer entsprechen werde. Erwähnt wurde zudem die geplante ESG-Verifikation zur EU-Taxonomie, die die Werthaltigkeit des Investments belegen soll. Carsten Müller, geschäftsführender Mitgesellschafter der Karrié Projektentwicklung GmbH, wies auf die langfristige Anmietung durch die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hin, wodurch eine tragfähige Basis für hochwertige öffentliche Infrastruktur geschaffen werde. Er betonte, dass Projekte dieser Art die Leistungsfähigkeit innovativer Modelle zwischen öffentlicher Hand und privater Projektentwicklung aufzeigen und ein beispielgebendes Modell für zukünftige öffentliche Bauvorhaben darstellen könnten.




