Die CA Immo, ein auf hochwertige Büroflächen spezialisierter Immobilienkonzern, konnte im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 eine stabile operative Entwicklung verzeichnen. Trotz eines Rückgangs der Nettomieterlöse um 14 Prozent, der auf das hohe Verkaufsvolumen ertragsgenerierender Immobilien im Vorjahr zurückzuführen ist (Flächenreduktion von 16 Prozent im Jahresvergleich), erzielten die annualisierten Mieterlöse für durchgängig im Portfolio befindliche Immobilien (Like-for-Like) eine Steigerung von zwei Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dieser Entwicklung stehen signifikante Reduzierungen bei den indirekten Aufwendungen von elf Prozent und den Finanzierungskosten um 26 Prozent gegenüber. Eine marktbedingte Wertberichtigung der Immobilien in Höhe von –53,7 Millionen Euro konnte jedoch nicht vollständig kompensiert werden, was zu einem leicht negativen Konzernergebnis führte.
Keegan Viscius, CEO von CA Immo, konstatierte, dass das Unternehmen in einem anspruchsvollen Marktumfeld, welches von wirtschaftlicher Unsicherheit und erhöhten Zinsen geprägt sei, eine stabile operative Leistung erbracht habe. Dies umfasse die Aufrechterhaltung einer hohen Vermietungsquote von 94 Prozent, eine Verbesserung der operativen Effizienz durch die Reduktion indirekter Aufwendungen sowie ein Like-for-Like-Mietwachstum von zwei Prozent. Viscius betonte die Überzeugung, dass ein fokussiertes Portfolio aus hochwertigen Class-A-Objekten an innerstädtischen Prime-Standorten die resilienteste Positionierung im aktuellen Marktumfeld darstelle. Solche Standorte zeichneten sich durch ihre Attraktivität für Talente und Kapital aus, zeigten überdurchschnittliche Wachstumsraten und fungierten als Inkubatoren für Innovation und Fortschritt.
Portfoliofokussierung und Entwicklungserfolge
Die erfolgreiche Veräußerung von Non-Core-Objekten zu attraktiven Konditionen hat das Prime-Portfolio der CA Immo gestärkt und fokussiert. Die bevorstehende Fertigstellung von drei Entwicklungsprojekten in Berlin in den Jahren 2026 und 2027 wird voraussichtlich alle relevanten Ertragskennzahlen des Konzerns weiter verbessern. Die Vermietungsquote konnte im ersten Halbjahr 2026 bei 94 Prozent gehalten werden. Insgesamt wurden Mietverträge über rund 82.700 Quadratmeter abgeschlossen, wobei rund 33 Prozent der zum Berichtsstichtag leerstehenden Flächen bereits mit künftigem Mietbeginn vertraglich gesichert sind. Die drei Entwicklungsprojekte in Berlin, darunter das Anna-Lindh-Haus, sind bereits vor Fertigstellung vollständig vorvermietet.
Das neue, 35.000 Quadratmeter große Bürogebäude „Upbeat“ in Berlin CBD, das als Hauptsitz der Deutschen Kreditbank AG (DKB) dient, wurde fertiggestellt und Ende Juli an den Mieter übergeben. Dieses Objekt ist für mindestens 15 Jahre vollständig vermietet und wird künftig einen erheblichen Beitrag zum wiederkehrenden Ergebnis leisten. Die Entwicklungspipeline umfasst nach dieser Fertigstellung zwei weitere im Bau befindliche Projekte an erstklassigen innerstädtischen Standorten in Berlin, deren Fertigstellung für 2027 geplant ist und die ebenfalls zu 100 Prozent vorvermietet sind. Nach Inbetriebnahme werden diese drei Objekte voraussichtlich annualisierte Bruttomieteinnahmen von insgesamt rund 27 Millionen Euro sowie einen Immobilienwert von etwa 650 Millionen Euro zum Bestandsportfolio beitragen.
Finanzkennzahlen und Kapitalrotation
Im Rahmen der aktiven Kapitalrotation wurden im Jahr 2026 bisher zehn Non-Core-Liegenschaften mit einem Transaktionsvolumen von rund 270 Millionen Euro veräußert, darunter zwei Büroimmobilien in Budapest, je eine in Warschau und Berlin, das letzte Parkhaus der Gruppe sowie drei Non-Core-Grundstücke in Deutschland. Weitere drei deutsche Objekte wurden im dritten Quartal 2026 zum Verkauf unterzeichnet, deren Abschluss noch im selben Jahr erwartet wird. Die verkauften Liegenschaften entsprachen hinsichtlich Assetklasse, Lage, Gebäudequalität, Alter oder Wertschöpfungspotenzial nicht mehr der Kernstrategie.
Die Mieterlöse beliefen sich im ersten Halbjahr 2026 auf 104,8 Millionen Euro (H1 2025: 124,2 Millionen Euro), die Nettomieteinnahmen auf 90,5 Millionen Euro (H1 2025: 105,8 Millionen Euro), ein Rückgang um 14,5 Prozent. Das Ergebnis aus Immobilienverkäufen lag bei 4,9 Millionen Euro (H1 2025: 5,4 Millionen Euro). Die indirekten Aufwendungen sanken um 11,3 Prozent auf –18,5 Millionen Euro, bedingt durch Veränderungen bei Personalkosten und erhöhte betriebliche Effizienz. Das EBITDA verringerte sich um 14,6 Prozent auf 76,3 Millionen Euro. Ein Neubewertungsergebnis von –53,7 Millionen Euro (H1 2025: –14,0 Millionen Euro) resultierte primär aus einer Renditedekompression in Deutschland. Das Finanzergebnis verbesserte sich auf –17,4 Millionen Euro (H1 2025: –28,7 Millionen Euro), hauptsächlich durch einen Rückgang der Finanzierungskosten um 26,2 Prozent. Das Konzernergebnis schloss mit –1,4 Millionen Euro (H1 2025: 31,3 Millionen Euro), das Ergebnis je Aktie betrug –0,02 Euro. Der FFO I lag bei 55,6 Millionen Euro (H1 2025: 62,9 Millionen Euro), der FFO I je Aktie bei 0,60 Euro.














