Die Adler Group hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 eine Reihe strategischer Maßnahmen umgesetzt, um die operative Performance ihres Immobilienbestands zu stärken. Diese Initiativen konzentrieren sich primär auf den Berliner Markt und umfassen eine verbesserte direkte Kommunikation mit den Mietern, eine umfassende Digitalisierung des Immobilienmanagements sowie eine signifikante Verkürzung der Bearbeitungszeiten für Reparaturen. Außerdem wurde in klimafreundliche Wärmeversorgung investiert. Diese Fortschritte wurden durch eine optimierte IT-Infrastruktur und etablierte Partnerschaften ermöglicht.
Im bisherigen Jahresverlauf 2026 wurden Nettoerlöse aus Verkäufen in Höhe von 201 Millionen Euro realisiert. Diese Mittel wurden zur Reduzierung der Gesamtverschuldung eingesetzt, wobei ein Schwerpunkt auf Teiltilgung der 1L New Money Facility lag. Die konsequente Kapitaldisziplin unterstreicht die Bestrebungen des Unternehmens, seine finanzielle Stabilität weiter zu festigen.
Entwicklung im Vermietungsgeschäft
Das Vermietungsgeschäft der Adler Group zeigte im ersten Halbjahr 2026 eine robuste Entwicklung. Das flächenbereinigte Mietwachstum der verbleibenden Einheiten belief sich auf 3,0 Prozent. Parallel dazu konnte die operative Leerstandsquote auf ein sehr niedriges Niveau von 0,9 Prozent reduziert werden. Die durchschnittliche Wohnungsmiete stieg von 8,45 Euro pro Quadratmeter und Monat im Juni 2025 auf 8,68 Euro pro Quadratmeter und Monat im Juni 2026. Zum 30. Juni 2026 umfasste das Mietportfolio insgesamt 17.465 Einheiten, wovon 17.416 Einheiten im Raum Berlin lokalisiert sind. Der Wert dieses Mietportfolios wird mit 3,5 Milliarden Euro beziffert.
Die Nettomieteinnahmen verzeichneten in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026 einen Rückgang von 68 Millionen Euro im Vorjahr auf 63 Millionen Euro. Dieser Rückgang ist maßgeblich auf die Auswirkungen der Portfolioveräußerungen im Jahr 2025 sowie weiterer Verkäufe im ersten Halbjahr 2026 zurückzuführen. Trotz dieser Anpassungen bestätigte die Adler Group ihre Prognose für die Nettomieteinnahmen des Gesamtjahres 2026 in einer Bandbreite von 124 bis 129 Millionen Euro.
Ertragssituation und Kapitalstruktur
Das Ergebnis aus operativer Tätigkeit verbesserte sich in den ersten sechs Monaten 2026 signifikant auf minus 6 Millionen Euro, gegenüber minus 215 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Diese Verbesserung resultierte aus geringeren Abschreibungen und der Anpassung der Organisationsstruktur an das verkleinerte Portfolio. Das adjustierte EBITDA aus Vermietungsaktivitäten erreichte 37 Millionen Euro und lag damit leicht unter dem Vorjahreswert. Das Nettoergebnis belief sich auf minus 160 Millionen Euro, beeinflusst durch Zinsaufwendungen; im Vorjahr lag dieser Wert bei minus 381 Millionen Euro.
Hinsichtlich der Kapitalstruktur besteht für das Unternehmen bis Ende 2028 keine Fälligkeit von Kapitalmarktverbindlichkeiten. 97 Prozent der gesamten Finanzschulden werden im Jahr 2028 oder später fällig. Der Loan-to-Value (LTV) des Unternehmens lag im Juni 2026 bei 79,2 Prozent. Die Adler Group verfügte zum Ende des ersten Halbjahres 2026 über liquide Mittel in Höhe von 155 Millionen Euro. Das Unternehmen setzt seinen Fokus weiterhin auf die nachhaltige Stärkung seiner Kapitalstruktur.














