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Wie hoch ist die Maklerprovision in Innsbruck?

Wie hoch ist die Maklerprovision in Innsbruck? Ein Ratgeber zu Bestellerprinzip, Höchstgrenzen und typischen Praxisfällen bei Miete und Kauf in Tirol.

4 min Lesezeit
Wie hoch ist die Maklerprovision in Innsbruck?

In Innsbruck ist der Immobilienmarkt lebendig, und viele Menschen nutzen bei der Wohnungssuche oder beim Hauskauf die Dienste eines Maklers. Doch wie hoch ist die Maklerprovision in der Landeshauptstadt wirklich? Und wer zahlt sie – Mieter, Vermieter, Käufer oder Verkäufer? Dieser Ratgeber erklärt verständlich, welche gesetzlichen Höchstgrenzen gelten, wie das Bestellerprinzip funktioniert und wie sich die Provision in der Praxis in Innsbruck zusammensetzt.

Grundlagen: Was ist eine Maklerprovision?

Eine Maklerprovision ist die Vergütung, die ein Immobilienmakler für die erfolgreiche Vermittlung einer Immobilie erhält. Sie fällt an, wenn ein Kaufvertrag oder ein Mietvertrag zustande kommt und der Makler maßgeblich an der Vermittlung beteiligt war. In Österreich ist die Höhe der Provision gesetzlich begrenzt, kann aber innerhalb dieser Grenzen verhandelt werden.

Der Provisionsanspruch entsteht in der Regel durch einen Maklervertrag, der auch mündlich oder schlüssig geschlossen werden kann. Wichtig ist, dass der Makler die Immobilie erfolgreich vermittelt hat – also einen Vertragsabschluss herbeigeführt hat. Ohne Erfolg gibt es in der Regel keine Provision.

  • Maklerprovision ist die Vergütung für erfolgreiche Vermittlung einer Immobilie.
  • Sie entsteht durch einen Maklervertrag und einen erfolgreichen Vertragsabschluss.
  • Die Höhe ist gesetzlich begrenzt, aber verhandelbar.

Bestellerprinzip bei der Vermietung in Innsbruck

Seit dem 1. Juli 2023 gilt in Österreich das Bestellerprinzip bei der Vermietung von Wohnungen. Das bedeutet, dass die Maklerprovision nur von demjenigen gezahlt wird, der den Makler zuerst mit der Vermittlung des Mietvertrages beauftragt hat. Dieses Prinzip wird auch als Erstauftraggeber-Prinzip bezeichnet.

In der Praxis beauftragen meist die Vermieter den Makler mit der Vermietung ihrer Wohnung. In diesem Fall tragen die Vermieter die Maklerprovision. Mieter müssen nur dann Provision zahlen, wenn sie selbst den Makler mit der Wohnungssuche beauftragt haben und der Makler ihnen eine passende Wohnung vermittelt.

  • Bestellerprinzip seit 1. Juli 2023 bei Vermietung von Wohnungen.
  • Provision zahlt der Erstauftraggeber des Maklers.
  • Mieter zahlen nur, wenn sie den Makler selbst beauftragt haben.

Höhe der Maklerprovision bei Vermietung

Bei der Vermietung einer Wohnung in Innsbruck beträgt die Maklerprovision in der Regel bis zu drei Netto-Monatsmieten plus Heiz- und Betriebskosten als Bemessungsgrundlage. Darauf kommt die 20-prozentige Umsatzsteuer. Die genaue Höhe kann je nach Mietdauer und Vertragsart zwischen 0,5 und 3 Monatsmieten liegen.

Beispiel: Eine Wohnung in Innsbruck wird zu 1.000 Euro Kaltmiete plus 250 Euro Bewirtschaftungskosten (100 Euro Heizkosten und 150 Euro Betriebskosten) angeboten. Die Maklerprovision für eine erfolgreiche Vermittlung beläuft sich auf 4.500 Euro (3 Monatsmieten von 1.500 Euro inklusive Bewirtschaftungskosten).

  • Bis zu drei Netto-Monatsmieten plus Heiz- und Betriebskosten.
  • 20 % Umsatzsteuer auf die Provision.
  • Je nach Mietdauer und Vertragsart zwischen 0,5 und 3 Monatsmieten.

Maklerprovision beim Immobilienkauf in Innsbruck

Beim Kauf einer Immobilie in Innsbruck gelten andere Regeln. Die Maklerprovision ist hier nach dem Kaufpreis gestaffelt und gesetzlich begrenzt. Bei Kaufpreisen bis 36.336,42 Euro beträgt die Provision maximal 4 % des Kaufpreises plus 20 % Umsatzsteuer. Bei Kaufpreisen darüber sind es maximal 3 % des Kaufpreises plus 20 % Umsatzsteuer.

In der Praxis teilen sich Käufer und Verkäufer die Maklerprovision oft, auch wenn die gesetzlichen Höchstgrenzen nur eine Seite betreffen. Die genaue Aufteilung wird im Maklervertrag festgelegt und kann verhandelt werden.

  • Bis 36.336,42 Euro: maximal 4 % des Kaufpreises plus 20 % USt.
  • Über 36.336,42 Euro: maximal 3 % des Kaufpreises plus 20 % USt.
  • Käufer und Verkäufer teilen die Provision oft.

Praxis in Innsbruck: Regionale Unterschiede

Obwohl die gesetzlichen Höchstgrenzen für Maklerprovisionen in ganz Österreich gelten, gibt es in der Praxis regionale Unterschiede. In Innsbruck, wo die Nachfrage nach Wohnraum hoch ist, können Makler weniger flexibel bei der Verhandlung ihrer Provision sein. In ländlichen Gebieten oder Regionen mit geringerer Nachfrage sind Makler oft flexibler.

Es lohnt sich daher, die lokalen Marktbedingungen in Innsbruck zu kennen und bei Bedarf mehrere Angebote einzuholen. So kann man die besten Konditionen für Maklerprovisionen finden.

  • Regionale Unterschiede in der Höhe der Maklerprovision.
  • In Innsbruck oft weniger Flexibilität bei der Verhandlung.
  • Mehrere Angebote einholen lohnt sich.

Wann ist die Maklerprovision fällig?

Die Maklerprovision wird nur fällig, wenn der Makler die Immobilie erfolgreich vermittelt hat. Das bedeutet, dass ein Kauf- oder Mietvertrag zustande gekommen ist und der Makler maßgeblich an der Vermittlung beteiligt war. Ohne Erfolg gibt es in der Regel keine Provision.

Der Provisionsanspruch entsteht in der Regel mit der rechtsverbindlichen Willensübereinkunft, meist durch das beidseitig unterschriebene Kaufangebot oder den Mietvertrag. Die Zahlung erfolgt dann in der Regel nach Abschluss des Vertrags.

  • Nur bei erfolgreichem Vermittlungserfolg fällig.
  • Mit rechtsverbindlicher Willensübereinkunft entsteht der Anspruch.
  • Zahlung meist nach Vertragsabschluss.

Fazit

Die Maklerprovision in Innsbruck ist gesetzlich begrenzt und richtet sich nach dem Bestellerprinzip bei der Vermietung sowie nach dem Kaufpreis beim Immobilienkauf. Mieter zahlen nur dann Provision, wenn sie den Makler selbst mit der Wohnungssuche beauftragt haben. Vermieter tragen die Kosten in der Regel, wenn sie den Makler beauftragen. Beim Kauf teilen sich Käufer und Verkäufer die Provision oft, auch wenn die gesetzlichen Höchstgrenzen nur eine Seite betreffen. Es lohnt sich, die lokalen Marktbedingungen zu kennen und mehrere Angebote einzuholen, um die besten Konditionen zu finden.

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