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Was kostet die SCHUFA-Auskunft?

Die Kosten für eine SCHUFA-Auskunft variieren je nach Art und Umfang der benötigten Informationen. Wir beleuchten die verschiedenen Optionen und deren Preise für private Verbraucher und Geschäftskunden.

6 min Lesezeit
Was kostet die SCHUFA-Auskunft?

Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, kurz SCHUFA, ist für die meisten Verbraucher ein Begriff, insbesondere wenn es um Finanzierungen, Mietverträge oder Handyverträge geht. Sie sammelt Daten zur Kreditwürdigkeit von Personen und Unternehmen und stellt diese in Form von Auskünften zur Verfügung. Doch eine häufig gestellte Frage betrifft die Kosten dieser Auskünfte. Sind sie kostenlos oder kostenpflichtig? Und welche Arten von SCHUFA-Auskünften gibt es überhaupt, die relevant sind? Dieser Ratgeber gibt Ihnen einen detaillierten Überblick über die verschiedenen SCHUFA-Produkte, ihre Preise und für welche Zwecke sie gedacht sind, damit Sie genau die Auskunft erhalten, die Sie benötigen, ohne unnötige Kosten zu verursachen.

Die kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO

Jeder Bürger hat das Recht, einmal pro Jahr eine kostenlose Datenkopie seiner bei der SCHUFA gespeicherten Informationen zu erhalten. Dieses Recht ist in der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO), genauer in Artikel 15, verankert. Die Datenkopie bietet einen vollständigen Einblick in alle über die betreffende Person gespeicherten Daten. Dazu gehören nicht nur die reinen Scorewerte, sondern auch Details zu den Vertragspartnern, gemeldete Forderungen und die Historie dieser Daten.

Die Beantragung der kostenlosen Datenkopie erfolgt in der Regel online auf der Webseite der SCHUFA. Es ist wichtig zu beachten, dass diese Auskunft meist nicht für Dritte gedacht ist, da sie sensible und umfassende Informationen enthält, die Vermieter oder Kreditgeber oft nicht sehen möchten. Sie dient primär der Selbstkontrolle, um die Richtigkeit der gespeicherten Daten zu überprüfen und gegebenenfalls falsche Einträge korrigieren zu lassen.

  • Jeder hat Anspruch auf eine kostenlose Datenkopie pro Jahr.
  • Basis ist Artikel 15 der DSGVO.
  • Enthält alle bei der SCHUFA gespeicherten Informationen.
  • Primär zur Selbstkontrolle gedacht, nicht für Dritte.
  • Beantragung meist online möglich.

Die kostenpflichtige SCHUFA-BonitätsAuskunft für Dritte

Im Gegensatz zur kostenlosen Datenkopie gibt es die kostenpflichtige SCHUFA-BonitätsAuskunft. Diese ist speziell dafür konzipiert, Dritten, wie beispielsweise Vermietern oder potenziellen Kreditgebern, einen schnellen und verlässlichen Überblick über Ihre Kreditwürdigkeit zu geben. Die BonitätsAuskunft ist in zwei Teile gegliedert: einen Teil für den Anfragenden, der die für ihn relevanten Informationen enthält (z.B. den SCHUFA-Bonitätsscore und Bestätigung über das Nichtvorhandensein negativer Merkmale), und einen Teil für die eigene Unterlagen, der die ausführliche Datenkopie enthält.

Die Kosten für eine solche SCHUFA-BonitätsAuskunft liegen in der Regel bei einem festen Betrag, der seit geraumer Zeit stabil ist. Aktuell beträgt dieser Betrag meist rund 29,95 Euro. Es ist wichtig zu verstehen, dass diese Auskunft eine komprimierte und datenschutzgerechte Version Ihrer Bonität darstellt, die nur die wesentlichen Informationen preisgibt, die ein Dritter zur Einschätzung Ihrer Kreditwürdigkeit benötigt. Sie ist somit ideal, wenn Sie sich um eine Wohnung bewerben oder einen neuen Kredit beantragen.

  • Spezielle Auskunft für Dritte (Vermieter, Banken).
  • Kostenpunkt liegt meist bei ca. 29,95 Euro.
  • Enthält primär den Bonitätsscore und Bestätigung positiven Verhaltens.
  • Lieferung in zwei Teilen: für Dritte und für die eigenen Unterlagen.
  • Ideal für Wohnungsbewerbungen oder Kreditanträge.

SCHUFA-Produkte für den kontinuierlichen Überblick: SCHUFA-Abos

Für Verbraucher, die ihre Daten und Scorewerte kontinuierlich im Blick behalten möchten, bietet die SCHUFA verschiedene Abo-Modelle an. Diese Abonnements umfassen in der Regel nicht nur den Zugriff auf die eigenen SCHUFA-Daten und den Basisscore, sondern auch Benachrichtigungen bei wesentlichen Änderungen. Solche Änderungen können beispielsweise die Eröffnung neuer Konten, Kreditanfragen oder auch die Eintragung negativer Merkmale sein.

Die Kosten für solche Abos variieren je nach gewähltem Umfang des Dienstes. Es gibt oft verschiedene Pakete, die von einem Basis-Zugang bis hin zu umfassenderen Überwachungsdiensten reichen. Die monatlichen Kosten können hier von wenigen Euro bis zu einem höheren einstelligen Betrag pro Monat reichen. Diese Dienste richten sich an Personen, die Wert auf eine proaktive Überwachung ihrer Bonität legen, beispielsweise um Identitätsdiebstahl frühzeitig zu erkennen oder um die eigene Kreditwürdigkeit aktiv zu managen.

  • Abonnements für dauerhaften Zugriff auf eigene Daten.
  • Umfassen meist Score-Visualisierung und Änderungsbenachrichtigungen.
  • Kosten variieren je nach Abo-Paket (monatliche Gebühr).
  • Proaktive Überwachung der Bonität und Schutz vor Identitätsdiebstahl.
  • Hilfreich für aktives Bonitätsmanagement.

Unterschiede zwischen Auskünften für Privatpersonen und Unternehmen

Es ist wichtig zu differenzieren, dass die SCHUFA nicht nur Daten von Privatpersonen speichert, sondern auch Bonitätsinformationen zu Unternehmen sammelt und bereitstellt. Die Arten der Auskünfte und deren Kostenstruktur können sich hierbei stark unterscheiden. Für Unternehmen erfolgt die Bonitätsprüfung meist über spezielle Business-Angebote oder über Wirtschaftsauskunfteien, die wiederum Daten von der SCHUFA beziehen können.

Während die Privatperson in erster Linie ihre eigene Bonität für den privaten Gebrauch oder die Wohnungssuche nachweisen muss, prüfen Unternehmen die Bonität von Geschäftspartnern oder potenziellen Kunden, um Zahlungsausfallrisiken zu minimieren. Die Kosten für Unternehmenskunden, die regelmäßig Bonitätsprüfungen durchführen, basieren oft auf individuellen Verträgen und Volumen, wodurch pauschale Preisangaben hier schwer möglich sind.

  • SCHUFA-Daten auch für Unternehmen relevant.
  • Angebote für Geschäftskunden unterscheiden sich von Privatkunden.
  • Fokus bei Unternehmen auf Risikominimierung im Geschäftsverkehr.
  • Kosten für Unternehmen oft über individuelle Vertragsmodelle geregelt.
  • Spezialisierte Business-Lösungen und Wirtschaftsauskunfteien.

Wie Sie die richtige SCHUFA-Auskunft wählen und Kosten sparen

Die Wahl der passenden SCHUFA-Auskunft hängt stark vom jeweiligen Verwendungszweck ab. Um unnötige Kosten zu vermeiden, ist es ratsam, genau zu überlegen, wofür die Auskunft benötigt wird. Benötigen Sie lediglich einen Überblick über Ihre eigenen Daten zur Kontrolle, genügt die kostenlose Datenkopie. Müssen Sie Ihre Bonität einem Dritten, beispielsweise einem Vermieter, nachweisen, ist die kostenpflichtige SCHUFA-BonitätsAuskunft die richtige Wahl. Diese ist datenschutzkonform und enthält alle notwendigen Informationen für den Anfragenden.

Beachten Sie, dass Sie die kostenlose Datenkopie nur einmal im Jahr beantragen können. Wenn Sie innerhalb eines Jahres eine weitere, ausführliche Eigeneinsicht benötigen, kann diese ebenfalls kostenpflichtig sein, aber im Regelfall ist dies nicht erforderlich, da die BonitätsAuskunft für die Vorlage bei Dritten meist ausreicht. Planen Sie Ihre Anfragen sorgfältig und informieren Sie sich auf der offiziellen SCHUFA-Webseite über die aktuellen Preise und Produkte, um die für Sie wirtschaftlichste Lösung zu finden.

  • Verwendungszweck der Auskunft klären.
  • Kostenlose Datenkopie für Selbstkontrolle nutzen.
  • Kostenpflichtige BonitätsAuskunft für Dritte.
  • Vermeiden Sie mehrfache kostenpflichtige Eigeneinsichten.
  • Regelmäßige Prüfung der kostenlosen Datenkopie sichert die Richtigkeit.

Der Inhalt der SCHUFA-Auskünfte und deren Bedeutung

Unabhängig davon, ob Sie eine kostenlose oder kostenpflichtige Auskunft beantragen, ist es wichtig zu verstehen, welche Informationen diese enthalten und welche Bedeutung sie für Ihre finanzielle Reputation haben. Die SCHUFA speichert eine Vielzahl von Daten, die von Banken, Telekommunikationsunternehmen, Versandhändlern und anderen Vertragspartnern gemeldet werden. Dazu gehören persönliche Daten (Name, Adresse, Geburtsdatum), aber auch Informationen zu Kreditkarten, Girokonten, Ratenkrediten, Leasingverträgen und Handverträgen.

Ein zentraler Bestandteil jeder Auskunft ist der SCHUFA-Score. Dieser numerische Wert spiegelt die statistische Wahrscheinlichkeit wider, mit der Sie Ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen werden. Ein hoher Score signalisiert eine gute Bonität und erhöht Ihre Chancen auf Kredite, Mietwohnungen oder andere Verträge. Negative Einträge, wie beispielsweise nicht bezahlte Forderungen nach Mahnung und gerichtlicher Klärung, mindern den Score erheblich und können weitreichende Konsequenzen haben.

  • Persönliche Daten und Vertragsinformationen werden gespeichert.
  • SCHUFA-Score ist ein Wahrscheinlichkeitswert.
  • Hoher Score = gute Bonität, bessere Konditionen.
  • Negative Einträge (z.B. Zahlungsverzug) verschlechtern den Score stark.
  • Regelmäßige Kontrolle hilft, falsche Einträge zu identifizieren.

Fazit

Die Kosten für eine SCHUFA-Auskunft sind zwar nicht immer null, aber durch eine bewusste Wahl der Auskunftsart lassen sich unnötige Ausgaben vermeiden. Die kostenlose Datenkopie nach Art. 15 DSGVO ist das Mittel der Wahl für die jährliche Selbstkontrolle. Wenn eine Auskunft für Dritte benötigt wird, ist die kostenpflichtige SCHUFA-BonitätsAuskunft die passende und datenschutzkonforme Lösung, die in der Regel einen Festpreis hat. Für eine kontinuierliche Überwachung stehen kostenpflichtige Abo-Modelle bereit. Das Verständnis der unterschiedlichen Produkte und ihrer Preise ermöglicht es Verbrauchern, ihre Bonität effektiv zu managen und stets die richtige Auskunft zur Hand zu haben.

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