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SCHUFA-Auskunft beim Mieter: Kosten im Überblick

Wie viel kostet eine SCHUFA-Auskunft für den Mieter – und welche Alternativen gibt es? Ein Überblick zu Preisen, Rechten und sinnvollen Einsparungen im Immobilienkontext.

6 min Lesezeit
SCHUFA-Auskunft beim Mieter: Kosten im Überblick

Vor der Wohnungsbesichtigung oder beim Kauf einer Immobilie mit Finanzierung verlangen viele Vermieter oder Banken eine SCHUFA-Auskunft. Für Wohnungssuchende stellt sich daher schnell die Frage: Was kostet eine SCHUFA-Auskunft beim Mieter – und lohnt sich der Aufwand? In diesem Ratgeber werden die üblichen Kosten, die verschiedenen Auskunftsarten und sinnvolle Alternativen im Immobilienkontext im Detail erklärt.

Was ist eine SCHUFA-Auskunft für den Mieter?

Die SCHUFA ist eine private Auskunftei, die über Personen Daten zu Zahlungsverhalten, Krediten, Kreditkarten und anderen Verträgen speichert. Eine SCHUFA-Auskunft für den Mieter ist ein Dokument, das Vermieter als Nachweis für die Bonität und Zahlungsmoral eines Mietinteressenten nutzen. Sie enthält in der Regel eine allgemeine Einschätzung, ob die bisherigen Zahlungen überwiegend positiv oder negativ waren, sowie den SCHUFA-Score, eine Prozentzahl, die das Ausfallrisiko widerspiegelt.

Für Vermieter dient die SCHUFA-Auskunft als ergänzender Hinweis neben Einkommensnachweisen und Mieterselbstauskunft. Sie hilft, abzuschätzen, ob die Miete voraussichtlich zuverlässig gezahlt wird. Für den Mieter ist die Auskunft ein Instrument, um seine finanzielle Zuverlässigkeit zu belegen – oder frühzeitig Fehler in den gespeicherten Daten zu erkennen.

Typische Kosten für eine SCHUFA-Auskunft

Die gängige SCHUFA-Bonitätsauskunft für Vermieter ist kostenpflichtig und wird meist als Online-Dokument angeboten. Die Preise liegen in der Regel im Bereich von rund 25 bis 30 Euro pro Auskunft. Einige Plattformen und Partneranbieter verlangen etwa 24,95 Euro, andere 29,95 Euro oder 29,99 Euro. Diese Auskunft wird innerhalb weniger Werktage als PDF bereitgestellt und kann direkt an den Vermieter weitergegeben werden.

Wird die Auskunft über Immobilienportale oder Partnerdienste gebucht, kann der Preis je nach Anbieter leicht variieren. Wichtig ist, dass der Vermieter in der Regel keine eigenen Kosten trägt – die Auskunft wird vom Mietinteressenten bezahlt. Bei mehreren Bewerbungen für verschiedene Wohnungen kann sich der Betrag schnell summieren, sodass eine gezielte Nutzung sinnvoll ist.

  • Kosten für eine SCHUFA-Bonitätsauskunft für Vermieter: in der Regel etwa 25–30 Euro pro Auskunft.
  • Online-Bestellung mit sofortigem Download oder Versand per Post innerhalb weniger Werktage.
  • Preisunterschiede je nach Anbieter oder Immobilienplattform möglich.
  • Kosten fallen pro Person an; bei Bürgen oder Mitbewohnern können weitere Auskünfte nötig sein.
  • Einmalige Zahlung pro Auskunft, keine laufenden Gebühren.

Kostenlose SCHUFA-Auskunft: Was ist möglich?

Neben der kostenpflichtigen Bonitätsauskunft gibt es die Möglichkeit, einmal jährlich eine kostenlose SCHUFA-Auskunft zu beantragen. Diese sogenannte Selbstauskunft oder Datenkopie nach Datenschutzrecht dient vor allem dazu, die eigenen gespeicherten Daten zu prüfen und Fehler zu korrigieren. Sie enthält alle gespeicherten Informationen, ist aber nicht speziell für Vermieter aufbereitet.

Die kostenlose Auskunft wird in der Regel per Post zugestellt und kann einige Wochen dauern. Sie ist für den Mieter selbst gedacht und sollte nicht ungefiltert an den Vermieter weitergegeben werden, da sie auch sensible Details wie Konten und Verträge enthält. Für den Vermieter ist daher die kostenpflichtige Bonitätsauskunft in der Regel die praktikablere Variante.

  • Einmal jährlich kostenlose SCHUFA-Selbstauskunft nach Datenschutzrecht möglich.
  • Dient zur Kontrolle der eigenen Daten, nicht als offizielles Zertifikat für Vermieter.
  • Lieferung meist per Post, längere Bearbeitungszeit als bei Online-Auskünften.
  • Enthält alle gespeicherten Daten, nicht nur die für Vermieter relevanten Punkte.
  • Keine zusätzlichen Kosten, aber weniger geeignet als formeller Nachweis für die Wohnungsbewerbung.

SCHUFA-Auskunft über Immobilienportale und Partner

Viele Immobilienportale bieten direkt im Bewerbungsprozess die Bestellung einer SCHUFA-Auskunft an. Der Mieter kann hier die Auskunft mit wenigen Klicks online beantragen und sofort herunterladen. Die Kosten liegen in der Regel im bekannten Bereich von etwa 25–30 Euro, je nach Plattform. Der Vorteil: Die Auskunft ist direkt für den Vermieter aufbereitet und kann als PDF an den Anbieter der Immobilie gesendet werden.

Einige Portale arbeiten mit Partnerdiensten zusammen, die den SCHUFA-BonitätsCheck oder ähnliche Produkte anbieten. Diese Dienste liefern ein Zertifikat für den Vermieter sowie eine separate Selbstauskunft für den Mieter. Dadurch erhält der Wohnungssuchende gleichzeitig einen Überblick über seine eigenen Daten und ein offizielles Dokument für die Bewerbung.

  • Direkte Bestellung über Immobilienportale möglich, oft integriert in den Bewerbungsprozess.
  • Kosten in der Regel 25–30 Euro, je nach Plattform.
  • Sofortiger Download als PDF, geeignet für die Weitergabe an den Vermieter.
  • Zusätzlich oft eine Selbstauskunft für den Mieter enthalten.
  • Keine zusätzlichen Gebühren für den Vermieter, Kosten trägt der Mietinteressent.

Alternativen zur SCHUFA-Auskunft

Neben der SCHUFA gibt es andere Auskunfteien und Bonitätsdienste, die Vermieter als Alternative akzeptieren können. Einige Anbieter arbeiten mit Auskunfteien wie Creditreform Boniversum zusammen und bieten eine kostenlose oder günstige Bonitätsauskunft an. Diese Dokumente können ähnlich wie eine SCHUFA-Auskunft als Nachweis der Zahlungsmoral dienen.

Wichtig ist, dass der Vermieter die Alternative ausdrücklich akzeptiert. Nicht jeder Vermieter ist mit anderen Auskunfteien vertraut, daher sollte vorab geklärt werden, ob eine andere Bonitätsauskunft ausreicht. In einigen Fällen kann dies Kosten sparen, insbesondere wenn mehrere Bewerbungen geplant sind.

  • Alternative Auskunfteien wie Creditreform Boniversum bieten Bonitätsauskünfte an.
  • Einige Dienste bieten kostenlose oder günstige Bonitätsauskünfte für Mieter.
  • Vermieter müssen die Alternative ausdrücklich akzeptieren.
  • Kann Kosten sparen, wenn mehrere Bewerbungen geplant sind.
  • Nicht alle Vermieter sind mit anderen Auskunfteien vertraut.

Wann lohnt sich eine SCHUFA-Auskunft?

Eine SCHUFA-Auskunft lohnt sich vor allem in stark umkämpften Wohnungsmärkten, wo Vermieter häufig eine solche Auskunft verlangen. In Großstädten oder bei begehrten Objekten kann die Auskunft den Ausschlag geben, ob eine Wohnung angeboten wird oder nicht. Für Mieter mit guter Bonität ist die Auskunft ein sinnvolles Instrument, um sich von anderen Bewerbern abzuheben.

In weniger umkämpften Märkten oder bei privaten Vermietern kann die Auskunft weniger entscheidend sein. Hier reichen oft Einkommensnachweise und eine Mieterselbstauskunft aus. Dennoch kann eine SCHUFA-Auskunft als zusätzlicher Nachweis der finanziellen Zuverlässigkeit dienen.

  • In stark umkämpften Märkten oft entscheidend für die Wohnungsbewerbung.
  • Für Mieter mit guter Bonität ein sinnvolles Instrument zur Abgrenzung von anderen Bewerbern.
  • In weniger umkämpften Märkten kann die Auskunft weniger entscheidend sein.
  • Einkommensnachweise und Mieterselbstauskunft können ausreichen.
  • Zusätzlicher Nachweis der finanziellen Zuverlässigkeit.

Rechte und Pflichten beim Mieter

Vermieter dürfen eine SCHUFA-Auskunft nicht eigenständig bei der SCHUFA einholen. Sie können nur dann eine Auskunft erhalten, wenn der Mieter ausdrücklich seine Einwilligung gibt. Der Mieter ist rechtlich nicht verpflichtet, eine SCHUFA-Auskunft vorzulegen, praktisch wird sie aber in vielen Fällen verlangt.

Der Mieter hat das Recht, einmal jährlich eine kostenlose SCHUFA-Auskunft zu beantragen. Diese kann zur Kontrolle der eigenen Daten genutzt werden. Bei Fehlern oder veralteten Einträgen kann der Mieter die Korrektur beantragen. Dies ist wichtig, um negative Einträge zu vermeiden, die die Chancen auf eine Wohnung beeinträchtigen könnten.

  • Vermieter dürfen keine SCHUFA-Auskunft ohne Einwilligung des Mieters einholen.
  • Mieter sind rechtlich nicht verpflichtet, eine Auskunft vorzulegen, praktisch aber oft erforderlich.
  • Einmal jährlich kostenlose SCHUFA-Auskunft möglich.
  • Recht auf Korrektur fehlerhafter oder veralteter Einträge.
  • Wichtig für die Chancen auf eine Wohnung, insbesondere in umkämpften Märkten.

Fazit

Die SCHUFA-Auskunft beim Mieter ist ein wichtiges Instrument im Immobilienkontext, um die Bonität und Zahlungsmoral zu belegen. Die Kosten liegen in der Regel bei etwa 25–30 Euro pro Auskunft, wobei kostenlose Alternativen zur Datenkontrolle existieren. Vermieter dürfen die Auskunft nur mit Einwilligung des Mieters einholen, der Mieter hat das Recht auf eine kostenlose Jahresauskunft und auf Korrektur fehlerhafter Einträge. In stark umkämpften Märkten kann die Auskunft entscheidend sein, in weniger umkämpften Märkten reichen oft andere Nachweise aus. Alternativen zu SCHUFA können Kosten sparen, müssen aber vom Vermieter akzeptiert werden.

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Gründer der FREITAG® Immobilien GmbH
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