Die Lindhorst Gruppe, ein familiengeführter Unternehmensverbund, hat in Anwesenheit von Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay, Stadtbaurat Thomas Vielhaber und des stellvertretenden Bezirksbürgermeisters von Herrenhausen-Stöcken, Frank Schuhmann, den symbolischen ersten Spatenstich für das zukünftige „Weichenviertel“ vollzogen. Rund 150 geladene Gäste aus Politik, Verwaltung und Bauunternehmen sowie Anwohner erhielten bei Geländeführungen umfassende Einblicke in das geplante Wohnquartier.
Das Vorhaben entsteht an der Fuhsestraße in Hannover-Herrenhausen-Stöcken und ist in zwei Bauabschnitte unterteilt. Die planerische Grundlage wurde in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro plan- & bauwerk Winsen/Aller GmbH geschaffen, während in der Entwicklungsphase SKAI Siemer Kramer Architekten Ingenieure sowie weitere Fassadenarchitekten involviert waren. Die Umsetzung der Seniorenwohn- und Pflegeangebote sowie der Kindertagesstätte obliegt dem Bauprojektentwickler Cureus. Als Generalunternehmen für die Seniorenresidenz ist MBN beauftragt. Die weiteren Wohngebäude werden von Olaf Joop Projektbau realisiert.
Alexander Lindhorst von der Lindhorst Gruppe äußerte sich erfreut über den Baubeginn und betonte, dass das Weichenviertel in den kommenden drei Jahren als ein von Nachhaltigkeit und Innovation geprägtes Quartier für generationenübergreifendes Wohnen und Leben in Hannover entwickelt werde. Er hob hervor, dass das Projekt durch seine Konzeption ein attraktiver und fester Bestandteil des städtischen Lebens werden solle. Oberbürgermeister Belit Onay führte aus, dass in Leinhausen nicht nur Wohnungen, sondern ein vollständiges Quartier für Menschen verschiedener Lebensphasen — von Studierenden über Senioren bis hin zu Familien und Singles — entstehe. Er hob die Lindhorst Gruppe als eine wesentliche Säule der städtischen Wohnbauoffensive hervor, welche nicht nur quantitativ beitrage, sondern auch qualitative Standards setze. Mit einer Förderquote von über 30 Prozent werde zudem bezahlbarer Wohnraum geschaffen. Dies zeige, dass moderne Wohnkonzepte und nachhaltiges Bauen einander ergänzen.
Ein zukunftsweisendes Quartier auf ehemaligem Industriegelände
Frank Schuhmann, stellvertretender Bezirksbürgermeister von Herrenhausen-Stöcken, bezeichnete das Projekt als einen lange erwarteten Fortschritt für den Stadtbezirk, der auf dem Brachgelände des ehemaligen DB-Ausbesserungswerks Leinhausen realisiert wird. Er hob hervor, dass Stadtentwicklung auch ohne den Verlust bestehender Kleingärten möglich sei und stattdessen versiegelte und brachliegende Flächen genutzt werden sollten. Das Weichenviertel erstreckt sich über zwei Bauabschnitte entlang der Fuhsestraße, aufgeteilt in einen nördlichen Bereich mit neun Baufeldern und einen südlichen mit vier Baufeldern, getrennt durch die Zufahrt zum ÜSTRA-Betriebshof. Auf dem etwa 77.200 Quadratmeter großen ehemaligen Bahnbetriebsgelände entsteht ein nachhaltiges Wohnquartier mit Mietwohnungen, studentischem Wohnen sowie Seniorenwohn- und Pflegeeinheiten in zentraler Lage Hannovers. Die Entwicklung erfolgt gemäß dem im Jahr 2023 verabschiedeten Bebauungsplan Nr. 1886, Fuhsestraße Ost.
Die Gebäude zeichnen sich durch eine klare Form- und Farbgebung sowie eine nutzerfreundliche Konzeption aus. Das Quartier ist durch die gestalterische Vielfalt der Gebäude und Aufenthaltszonen für unterschiedliche Alters- und Lebensphasen konzipiert. Der begonnene erste Bauabschnitt (B) im nördlichen Teil des Weichenviertels umfasst vier- und fünfgeschossige Gebäude. Diese werden dem Bedarf an Mietwohnungen in Hannover mit 269 Wohneinheiten unterschiedlicher Größe und Schnitt gerecht, wovon 241 gefördert sind. Geplant sind barrierefreie Ein- bis Vierzimmerwohnungen, teilweise auch rollstuhlgerecht. Eigentumswohnungen sind in diesem Bereich nicht vorgesehen. Zusätzlich entstehen im östlichen Teil des Weichenviertels etwa 280 möblierte Wohneinheiten für Studierende, ausgestattet für studentisches Wohnen. Zentral im Quartier liegt ein verkehrsberuhigter Platz. Angrenzend sind eine Seniorenresidenz mit 145 Pflegeplätzen, 110 Wohneinheiten für Betreutes Wohnen und eine Tagespflege mit 20 Plätzen vorgesehen. Ein Nahversorgungsangebot, eine Kindertagesstätte mit 105 Plätzen, ein Quartiersmanagement und ein ambulanter Pflegedienst sind ebenfalls Bestandteil der Planung.
Nachhaltigkeit und Serviceorientierung als Kernprinzipien
Alle Gebäude des Weichenviertels werden energieeffizient und nachhaltig errichtet. Großzügige Grün-, Freizeit- und Erholungsflächen mit Spielplätzen und Sportangeboten wie Fitnessbereichen, Skateflächen, Basketball-, Street-Soccer- und Klettermöglichkeiten werten die ehemalige Industriefläche ökologisch auf. Sämtliche Dachflächen werden begrünt und mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. E-Bike-Stellplätze sowie ein geplantes Car-Sharing-Angebot unterstreichen den nachhaltigen Mobilitätsansatz des Quartiers. Die Lindhorst Gruppe steht für Mietinteressenten von Gewerbeeinheiten unter der Telefonnummer 05143 9810 0 oder per E-Mail an weichenviertel@lindhorst-gruppe.de zur Verfügung.














